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Planerische Instrumente

Planerische Instrumente

Zur Steuerung der Flächennutzung können auf kommunaler Ebene verschiedene planerische Instrumente genutzt werden. Masterpläne für Gesamtkonzeptionen, Stadtentwicklungs­konzepte, Stadt- und Stadtteilentwicklungspläne, thematische Entwicklungs­pläne sowie Ideenwett­bewerbe haben sich hierbei besonders bewährt. Exemplarisch sei hier auf das Ortskernmanagement der Samtgemeine Jesteburg und auf das Leitprojekt Innenentwicklung der Metropolregion Hamburg verwiesen. Bei letzterem standen die Aktivierung von Nachverdichtungspotentialen, die qualitative Freiraumentwicklung in verdichteten Stadtquartieren sowie die Umnutzung von ehemaligen Geschäfts- zu Wohnflächen im Mittelpunkt. Im Forschungsprojekt Gläserne Konversion wurden zudem partizipative Bewertungs- und Entscheidungsverfahren für ein nachhaltiges Flächenmanagement im ländlichen Raum entwickelt. Darüber hinaus können auch Untersuchungen zur Entwicklung und zu Trends am Wohnungsmarkt grundlegende Informationen für eine nachhaltige bedarfsgerechte Siedlungsentwicklung liefern.

Die einzelnen planerischen Instrumente sind hierbei zumeist dann besonders wirkungsvoll, wenn sie im Vorfeld der Verfahren zur rechtsverbindlichen Planung (Bauleitplanung) angewendet werden oder als Grundlage für sonstige Maßnahmen (z. B. zur Aktivierung von bestehenden Baurechten in Baulücken) dienen. Weitere Informationen zu Planungshilfen mit Bezug auf „sparsamen Umgang mit Flächen“ finden Sie auf den Internetseite der Niedersächsischen Initiative für Klimaschutz in der Siedlungsentwicklung (NIKIS): wie z.B. Informationen zur Steuerung der Flächenentwicklung durch Bauleitplanung, zur Nutzung informeller gemeindlicher Planungsebenen oder zum Aufbau gemeindlicher Kommunikations­strategien. Nähere Informationen zum Thema „Bauen & Wohnen“ finden Sie hier.

Auch die aktive Zusammen­arbeit von Gemeinden bei der Planung von Wohn- und Gewerbegebieten kann eine geeignete Strategie sein, um Flächenengpässe flächensparend zu überwinden, Synergieeffekte zu erzielen, Ressourcen zu aktivieren und Regionen wirtschaftlich zu stabilisieren. Ein erster Schritt können hier bereits digital verfügbare Flächennutzungspläne (wie z.B. im Großraum Braunschweig oder in Hannover) sein, die Nachbargemeinden und Planungsträgern einen Überblick über die beabsichtigen Vorhaben der jeweiligen Kommune geben. Exemplarisch sei zudem auf das Modellvorhaben Umbau statt Zuwachs im Weserbergland verwiesen, in dem von 17 Städten und Gemeinden sowie vier Landkreisen intensiv an einem regional abgestimmten Siedlungsentwicklungskonzept zur Stärkung der Region gearbeitet wurde.


Planungen Bildrechte: iStockPhoto-Rogeramjet
Artikel-Informationen

01.12.2010

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