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Kulturpreis Schlesien des Landes Niedersachsen


Der Kulturpreis Schlesien des Landes Niedersachsen wird seit 1977 verliehen. In Niedersachsen hatten besonders viele deutsche Schlesierinnen und Schlesier, die nach dem Zweiten Weltkrieg ihre Heimat verlassen mussten, Aufnahme gefunden und wesentlich zum Wiederaufbau des Landes beigetragen. Die Niedersächsische Landesregierung hatte diesen Preis daher seinerzeit gestiftet als Zeichen der Verbundenheit des Landes Niedersachsen mit den in der Bundesrepublik Deutschland lebenden Schlesierinnen und Schlesiern.

Mit dem Preis sollen die Leistungen solcher Kunst- und Kulturschaffenden gewürdigt werden, die entweder selbst aus Schlesien stammen oder deren auszuzeichnendes Werk Bezüge zu Schlesien aufweist. Gegenstand der Preisverleihung waren hervorragende Einzel- oder Gesamtleistungen auf dem Gebiet der Literatur, der bildenden Kunst und der Musik.

Getragen von dem Gedanken der Verständigung und Aussöhnung zwischen Deutschen und Polen können seit 1991 auch polnische Künstlerinnen und Künstler, die in Schlesien wohnen, den Preis für hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der Literatur, der bildenden Kunst und der Musik erhalten.

Außerdem kann der Preis für besondere Verdienste um die Erhaltung, Weiterentwicklung und Verbreitung des Kulturguts Schlesien vergeben werden. Mit dieser Neuausrichtung wurde die Erwartung verbunden, dass die öffentliche Ehrung von Preisträgerinnen und Preisträgern aus Deutschland und Polen die Begegnung von Menschen ermöglicht, die durch ihre Herkunft oder ihr Schaffen der europäischen Kulturlandschaft Schlesien verbunden sind.

Der Kulturpreis Schlesien hat sich zu einem deutsch-polnischen Begegnungspreis entwickelt. Er hat längst eine besondere Bedeutung für die Verständigung zwischen Deutschland und Polen erlangt.


Kulturpreis Schlesien 2020 – Preisträgerinnen und Preisträger erstmals per Briefwahl bestimmt

Pistorius: „Eine endgültige Entscheidung, ob die Preisverleihung in diesem Jahr stattfinden kann, wird spätestens im Juni getroffen“

Die Jurysitzung, in der die Preisträgerinnen und Preisträger des Kulturpreises Schlesien 2020 eigentlich bestimmt werden sollten, musste aufgrund der fortschreitenden Ausbreitung des Coronavirus in diesem Jahr abgesagt und – erstmals – durch eine Briefwahl ersetzt werden. Die weiteren Planungen für die Preisverleihung am 19. September in Wrocław/ Breslau werden aus dem gleichen Grund ebenfalls zunächst zurückgestellt.

Der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, sagt zu der Absage der Jurysitzung: „Der Schutz der Jurymitglieder steht an erster Stelle, darum habe ich die Entscheidung getroffen, die diesjährige Sitzung abzusagen. Ich bin froh, dass wir die Preisträgerinnen und Preisträger nun ausnahmsweise in einer Briefwahl bestimmen konnten. Gleichzeitig danke ich auch den Jurymitgliedern, die sehr verständnisvoll auf diese Entscheidung reagiert haben.“

Aus insgesamt sechs Vorschlägen musste die 13-köpfige Jury unter Vorsitz von Minister Pistorius die diesjährigen Preisträgerinnen bzw. Preisträger bestimmen. Die vorgeschlagenen Personen und Institutionen deckten hierbei ein weites kulturelles und gesellschaftliches Themenfeld ab. Die Preisträgerinnen bzw. Preisträger werden nun zeitnah schriftlich von Minister Pistorius informiert.

Zu den weiteren Planungen sagte Minister Pistorius: „Auf Grund der sehr dynamischen Lageentwicklung ist jetzt noch nicht absehbar, ob und in welchem Umfang die Feierlichkeiten um den Kulturpreis Schlesien 2020 stattfinden können. Hierzu stehen wir im engen Kontakt mit der Woiwodschaft Niederschlesien. Eine endgültige Entscheidung, ob die Preisverleihung in diesem Jahr stattfinden kann, wird spätestens im Juni getroffen.“


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