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Partnerschaften für eine nachhaltige Siedlungsentwicklung

Projekttitel

Partnerschaften für eine nachhaltige Siedlungsentwicklung Kreative Strategien und Lösungen zur Stärkung des Nachhaltigkeitsbewusstseins in Städten und Gemeinden und für das kommunale Marketing

Handlungsansatz

Gemeinsam mit acht kommunalen Partnern, die bereits gewisse Erfahrungen in der Kommunikation nachhaltiger Siedlungsentwicklung vorweisen können, entwickelt der NABU maßgeschneiderte Strategien, um die Themen „Reduzierung des Flächenverbrauchs“ und „Stärkung der Innenentwicklung“ stärker im öffentlichen Bewusstsein zu verankern.

Schlagworte für Suchfunktion (intern)

Innenentwicklung

Reduzierung des Flächenverbrauchs

Kommunikationsstrategien

Bewusstseinsbildung

NABU-Partnerkommunen

Maßnahmenebene

Kommunikationsstrategie für Kommunen (Gemeinden & Städte) Zielgruppe: Kommunalpolitik, Kommunalverwaltung & Bürgerschaft

Projektträger / Projektmotor

Projektträger Jülich (PTJ) & Naturschutzbund e.V. (NABU), Fachbereich Natur- und Umweltschutz, vertreten durch zwei Referenten für nachhaltige Siedlungsentwicklung

Projektkurzbeschreibung


- Ausgangslage

Die gesellschaftliche Aufmerksamkeit für einen sparsamen und nachhaltigen Umgang mit dem Gut Fläche ist praktisch nicht vorhanden. Das politische/gesetzliche Handeln fördert den Flächenverbrauch und beinhaltet keine sanktionierenden Konsequenzen für nicht nachhaltigen Umgang mit der Fläche vor Ort.

Die Gründe für das mangelnde „Flächenbewusstsein“ sind laut der vom NABU durchgeführten REFINA-Vorstudie „Flächenakteure zum Umsteuern bewegen“ vor allem in der Defizitären Kommunikation des Themas zu finden:

Die Kommunikation und Bewusstseinsbildung für eine nachhaltige Siedlungsentwicklung ist tendenziell zu komplex. Nicht überzeugten Akteuren werden zu viele und zu heterogene Botschaften gleichzeitig vermittelt, deren Inhalte meist wenig konkret sind. Darüber hinaus werden die Adressaten zu selten mit ansprechenden Leitbildern in ihrer „Lebenswelt“ abgeholt. Tendenziell ist die Kommunikation stark fachbezogen, was ihre Öffentlichkeitswirksamkeit fragwürdig macht. Letztlich werden bisher „Negativ Eingestellte“ und „Gegner“ als wichtigere Zielgruppen betrachtet als „aktive Helfer“ und „positiv Eingestellte“.

- Ziele

Der Nutzen einer flächensparsamen, auf Innenentwicklung konzentrierten Siedlungsentwicklung soll sich im Bewusstsein von Politik, Verwaltung und Bürgern verankern. Dafür werden neue, ansprechende und an die Lebenswelten der Menschen anknüpfende Kommunikationsstrategien entwickelt. Gemeinsam mit acht NABU-Partnerkommunen werden zielgruppenorientierte Methoden erprobt, um die wesentlichen Botschaften einfach und ansprechend zu vermitteln.

- Beteiligte Akteure

NABU-Partner für nachhaltige Siedlungsentwicklung“ sind

  • die Gemeinde Hüfingen in Baden-Württemberg
  • die Universitätsstadt Tübingen
  • die Initiative Rodachtal e.V (Bayern / Thüringen)
  • die Samtgemeinden Barnstorf und Oberharz in Niedersachsen
  • die Städte Kaiserslautern und Neustadt / Weinstraße
  • die Verbandsgemeinde Wallmerod in Rheinland-Pfalz

Die Partnerkommunen werden Teil eines Netzwerkes, finden zu regelmäßigen Treffen zusammen und profitieren so von den Erfahrungen der anderen und der langjährigen fachlichen Kompetenz des NABU im Bereich Siedlungsentwicklung.

- Vorgehen

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), den beteiligten Ländern und Kommunen sowie dem NABU finanzierte Projekt ist Teil des Schwerpunktes "Forschung für die Reduzierung der Flächeninanspruchnahme und ein nachhaltiges Flächenmanagement (REFINA)" (www.refina-info.de) des BMBF und knüpft direkt an die vom NABU erarbeitete Vorstudie „Flächenakteure zum Umsteuern bewegen“ an.

Das Aufgabenbild des Forschungsprojektes umfasst:

  • Die Abschätzung der Stärken und Schwächen / Chancen und Risiken, die mit der Kommunikation des Themas für die Kommune verbunden sind;
  • Die Bestimmung von Projektzielen und Zielgruppen: gründliche Zielgruppen- und Medienanalyse zur Ermittlung der Bedürfnisse, Einstellungen und Meinungen, Vorlieben, des Wissensstands, der Medienkonsumgewohnheiten und ungefähren sozialen und wirtschaftlichen Hintergründe der unterschiedlichen Zielgruppen;
  • Den Aufbau von Kooperationen: Abschätzung, welche zusätzlichen Partner und Verbündete mit welchen Interessenlagen wie an der Erarbeitung und/oder Umsetzung der Strategie mitwirken können;
  • Die Entwicklung der Kommunikationsstrategien: Welcher Absender transportiert welche Inhalte (Kommunikationsziele) über welche Medien an welche Zielgruppen um welches Projekt(teil)ziel zu erreichen?
  • Die Realisation und Kontrolle der Umsetzung der geplanten Maßnahmen
Zeit- und Arbeitsplan
  • Frühsommer 2010 Abschluss der Situationsanalysen und Vorlage der Bilanzen
  • Ende 2010 Vorlage Kommunikationsstrategien
  • Mitte 2011 Vorlage Zwischenbericht
  • Mitte 2012 Leitfaden und Fachtagung
  • Herbst 2012 Vorlage Tagungsbericht
  • Herbst 2012 Vorlage Endbericht

- Ergebnisse/ Produkte/ Instrumente

Projektflyer

Konkrete Kommunikationsmaßnahmen in den NABU-Partnerkommunen

Kommunikations-„Werkzeugkiste“

Übersicht von Best-Practice-Beispielen

Partnernetzwerk für Innenentwicklung

Erstellung und Veröffentlichung eines Leitfadens

Durchführung einer Fachtagung

Weitere Informationen

Projektwebsite

Vorstudie Flächenakteure zum Umsteuern bewegen

Refina Projektbeschreibung

AnsprechpartnerInnen

NABU-Bundesgeschäftsstelle, Berlin
ReferenIn für nachhaltige Siedlungsentwicklung
- Manuel Dillinger
Telefon: (030) 28 49 84-16 30
E-Mail

- Nicola Krettek
Telefon: (030) 28 49 84-16 29
E-Mail

www.nabu.de




Artikel-Informationen

02.07.2014

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