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Modellvorhaben Siedlungsflächenentwicklung Südniedersachsen

Projekttitel

Modellvorhaben Siedlungsflächenentwicklung Südniedersachsen

Handlungsansatz

Unterstützung von Gemeinden bei der Neuausrichtung ihrer Flächenpolitik im Rahmen der Regionalentwicklung

Schlagworte für Suchfunktion (intern)

Kommunikationsstrategie

Innenentwicklung

Beratung

Südniedersachsen

Maßnahmenebene

Kommunikationsstrategie für Kommunen (Gemeinden, Städte, Kreise)

Zielgruppe: Kommunalpolitik und Kommunalverwaltung

Projektträger /
Projektmotor

Regionalverband Südniedersachsen,

Regierungsvertretung Braunschweig

Projektkurzbeschreibung



- Ausgangslage

In den ländlichen Räumen Südniedersachsens nimmt der Leerstand zu, Neubaugebiete füllen sich allenfalls zögernd. Besonders betroffen sind die Kerne von Städten und Dörfern. Hier sind es die das Ortsbild prägenden Gebäude, häufig Baudenkmale, die wegen ihrer Lage, Mängel in der Bausubstanz, befürchteter Sanierungskosten und fehlendem Vorstellungsvermögen über ihre Umbauqualitäten immer schwerer Investoren finden. Aber auch Wohnhäuser aus der Zeit des Wiederaufbaus, meist eng und mit schlechter Wärmedämmung ausgestattet, sind von Leerstand bedroht. Der Rückgang der Bevölkerung macht sich also allmählich im Baubestand der Städte und Dörfer bemerkbar.

Um Antwort zu finden auf die Frage zu finden, wie die Städte und Gemeinden mit dieser Entwicklung umgehen sollten, wurde das Modellvorhaben „Unterstützung von Gemeinden bei der Neuausrichtung ihrer Flächenpolitik im Rahmen der Regionalentwicklung“ durchgeführt.

- Ziele

Das Modellvorhaben zielte auf die Auseinandersetzung der Kommunalpolitik mit den sich aus dem demographischen Wandel ergebenden Konsequenzen für die Siedlungsentwicklung und die Flächennutzungsplanung in peripheren ländlichen Räumen Südniedersachsens.

- Beteiligte Akteure

Kooperationspartner waren die Städte Osterode am Harz, Bad Sachsa und Moringen, die Gemeinden Adelebsen, Gleichen und Kreiensen sowie der Samtgemeinde Bad Grund. Die fachliche Begleitung lag beim Planungsbüro „proloco“ (Bremen).

- Vorgehen

Organisation: Die Projektträgerschaft lag beim Regionalverband Südniedersachsen, der das Vorhaben in enger Abstimmung mit der Regierungsvertretung Lüneburg Braunschweig durchführte

Die Arbeit erfolgte methodisch auf zwei Ebenen: In den Modellkommunen wurde jeweils eine „Vor-Ort-Projektgruppe“ gebildet, die sich mit den Ausgangsbedingungen, Entwicklungstendenzen und (so vorhanden) Leitvorstellungen für ihre jeweilige Kommune auseinander setzte.

Alle Vor-Ort-Projektgruppen zusammen bildeten die „interkommunale Projektgruppe“. Ihre Arbeit half auch beim Erkenntnisaustausch zwischen den Modellkommunen und der Schärfung des Problembewusstseins der Beteiligten. Sie diente damit der Darstellung von Entwicklungsszenarien dem besseren Austausch zwischen kommunaler, regionaler und Landesebene.

Finanzierung: Finanziert wurde das Modellvorhaben aus Mitteln des Regionalisierungsfonds durch das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung sowie von den beteiligten sieben Städten und Gemeinden.

Ablauf: Das Modellvorhaben wurde in der Zeit vom 1. Februar bis zum 30. Juni 2008 durchgeführt. Die Auswertung wurde Mitte Dezember 2008 abgeschlossen. Das Modellvorhaben verlief entlang folgender Arbeitsschritte

  1. Vorgespräche
  2. Auftaktveranstaltung
  3. gemeinsame Rundreise von Vertreterinnen und Vertretern der Modellkommunen zu städtebaulich neuralgischen Punkten der beteiligten Kommunen
  4. Bestandsanalysen und Diskussion in insgesamt 21 Workshops in den sieben Partnergemeinden
  5. Abschlussveranstaltung
  6. dreistufige Dokumentation und Information

- Ergebnisse / Produkte / Instrumente

Empfehlungen aus dem Modellvorhaben
  1. Alle Kommunen sollten sich ganzheitlich mit ihren Entwicklungsperspektiven befassen.
  2. Für die Entwicklung von Leitbildern sollte die Öffentlichkeit intensiv einbezogen werden.
  3. Leerstände sollten erfasst und bewertet werden.
  4. Leerstands- und Grundstücksmanagement können Impulse zur Innenentwicklung bewirken.
  5. Investitionen in den Bestand sollten Vorrang vor Neubauten erhalten.
  6. Ideenwettbewerbe sollten Umnutzungen befördern.
  7. Alle siedlungspolitischen Entscheidungen sind unter finanziellen Erwägungen zu bewerten.
  8. Sparkassen und Banken sollten Kreditprogramme für Investitionen im Bestand auflegen.
  9. Kommunen sollten sich an Risikofonds beteiligen, die Investitionen im Bestand absichern.
  10. Wohnungsgesellschaften sollten durch eigene Investitionen mit gutem Beispiel vorangehen.
  11. Etabliert werden sollten Abrissfonds, die aus der Grundsteuer und anderen Quellen gespeist werden.
  12. Die wesentlichen kommunalen Maßnahmen sollten regional diskutiert und abgestimmt werden.

Weitere Informationen

www.regionalverband.de

PDF-Dateien:

Siedlungsflächen Abschlussbericht Kurzfassung

Siedlungsflächen Abschlussbericht

Siedlungsflächen Abschlussbericht Karten

Siedlungsflächen Empfehlungen

Siedlungsflächen Pressemitteilung vom 19.11.2009

AnsprechpartnerInnen

Regionalverband Südniedersachsen e.V.
Rüdiger Reyhn (Geschäftsführer)
Telefon: (0551) 54728 10

E-Mail
www.regionalverband.de



Artikel-Informationen

01.07.2014

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