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"Mittendrin ist in!"

Projekttitel

„Mittendrin ist in!“ – Sensibilisierungs- und Informationskampagne der Metropolregion Hamburg zur Reduzierung der Flächeninanspruchnahme

Handlungsansatz

Kommunikationsstrategie zur Bewusstseinsbildung zur Reduzierung des Flächenverbrauchs

Schlagworte für Suchfunktion (intern)

Kommunikationsstrategie

Innenentwicklung

REFINA

Mittendrin ist in

Metropolregion Hamburg

Maßnahmenebene

Kommunikationsstrategie für Kommunen (Gemeinden, Städte, Kreise)

Zielgruppe: Kommunalpolitik und Kommunalverwaltung

Projektträger/ Projektmotor

Metropolregion Hamburg, Leitprojekt-AG „Bewusstseinswandel im Flächenverbrauch“ vertreten durch den Kreis Segeberg, Landrätin Jutta Hartwieg

Projektkurzbeschreibung

- Ausgangslage

Ausgangsthesen

Die Erkenntnis zur Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit einer Reduzierung der Neuflächeninanspruchnahme ist unstrittig.

Argumentationslinien, Strategien, Handlungsansätze und Instrumente stehen zur Verfügung.

Diese (wissenschaftliche) Erkenntnis und Argumentation ist in der kommunalpolitischen Praxis überwiegend noch nicht angekommen. Der Flächenverbrauch schreitet nahezu ungebremst voran. Die Gründe sind vielfältig: Die Argumente werden nicht immer verstanden, vor allem ist es überwiegend nicht gelungen, der Kommunalpolitik ihre ureigenen politischen Vorteile aufzuzeigen.

Leitgedanken der Kampagne „Mittendrin ist in!“ sind deshalb,

die verfügbaren Informationen und Argumente in eine kommunalpolitische Sprache zu übersetzen und auf den kommunalpolitischen Nutzen hin zu fokussieren,

deutlich zu machen, dass Flächensparen nicht Verzicht zugunsten Dritter bedeutet, sondern dass eine flächensparende Kommunalpolitik Gewinn für die eigene Politik und die Kommune verspricht.

- Ziele

Die von der Metropolregion Hamburg verfolgte Kommunikationsstrategie zielt darauf ab, die Reduzierung der Neuflächeninanspruchnahme aus dem Elfenbeinturm der Wissenschaft und vom Verzichtsgedanken aus übergeordneten Erwägungen zu befreien. Im Vordergrund stehen stattdessen die Chancen für ein mehr an Lebensqualität, geringere Kosten, kürzere Wege und vor allem anderen ein fortschrittliches Image.

- Beteiligte Akteure

Mitglieder der LP-AG „Bewusstseinswandel im Flächenverbrauch“ sind Vertreterinnen und Vertreter

  • der Kommunalpolitik aus der Metropolregion Hamburg,
  • der drei Landesplanungen/ Regierungsvertretungen und
  • die drei Architektenkammern aus Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen.

Wissenschaftlicher Partner bei der Entwicklung der Informationskampagne „Mittendrin ist in!“ war Institut Raum & Energie GmbH aus Wedel.

- Vorgehen

Die Informationskampagne „Mittendrin ist in!“ ist ein Leitprojekt der Metropolregion Hamburg und wurde im Rahmen des Förderschwerpunktes REFINA unter dem Projekttitel „Zukunft Fläche – Bewusstseinswandel zur Reduzierung der Flächeninanspruchnahme in der Metropolregion Hamburg“ (2007 – 2009) vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Basis für die Entwicklung der Kommunikationsstrategie war eine Instrumenten- und Akteursanalyse, in der vorliegende Argumentationshilfen, Informations-, Steuerungs- und Entscheidungsfindungsinstrumente sowie bisher eingesetzte Kommunikationsstrukturen und Beteiligungsverfahren untersucht wurden. Für die Entwicklung und Umsetzung der Kampagne wurden die Kommunikationsagentur Elbfeuer sowie Journalisten eingebunden.

Methodischen Grundlagen der Kommunikationsstrategie lassen sich in den „10 Geboten der Kommunikation“ zusammenfassen:

1. Die Botschaft zählt.

Erfolgreiche Kommunikation funktioniert nur mit einer klaren Botschaft und überzeugenden Argumenten. Denn wo es keine Inhalte gibt, können Sie sich auch die Verpackung sparen. Also, worum geht es Ihnen konkret und was ist Ihr Ziel?

2. Nur nicht verzetteln!

Konzentrieren Sie sich auf eine wenige zentrale Argumente. Kommunizieren Sie diese umso intensiver. Wiederholungen sind dabei erlaubt.

3. Mit wem sprichst du?

Ihre Kommunikationsstrategie sollte genau auf ihre Zielgruppe zugeschnitten werden. Was bedeutet das Thema konkret für Ihre Adressaten, welcher Nutzen ist damit verbunden? Mit ab-strakten Fachabhandlungen können Sie niemanden „abholen“.

4. Kurz und knackig.

Formulieren Sie plakativ aber prägnant. Die Sprache sollte einfach sein und emotional ansprechen. Komplizierte und lange Texte schrecken ab.

5. Think positive!

Die Kommunikation soll Lust aufs Thema machen und die Neugier wecken. Formulieren Sie also positiv und motivierend. Mit erhobenem Zeigefinger allein erreichen Sie nichts.

6. Bitte lächeln!

Es muss nicht immer ernst sein. Humorig oder mit etwas Ironie verpackt, wirken die meisten Themen gleich viel attraktiver. Und wenn die erste Konfrontation mit einem Lächeln beginnt, haben Sie die volle Aufmerksamkeit, um mit der inhaltlichen Überzeugungsarbeit anzusetzen.

7. Du schon wieder!

Dieselbe Botschaft kann auf verschiedenen Wegen kommu-niziert und immer wieder anders verpackt werden. Ein unverkennbares Layout und Logo, das sogenannte corporate design, garantiert eine schnelle Wiedererkennung.

8. Dat kannst du ook!

Gute Beispiele können als Vorbild dienen und machen Mut zum Nachahmen. Denn wenn andere das auch geschafft haben, kann es ja nicht so schwer sein.

9. Ohne Worte.

Visualisieren Sie die Botschaft und lassen Sie Bilder und Fotos sprechen. Zum Beispiel ergänzt mit einem kleinen Spruch machen Sie neugierig auf mehr Informationen.

10. Sei gut beraten.

Holen Sie sich Experten mit an Bord. Oft wird Externen leichter geglaubt. Außerdem muss das Rad nicht immer wieder neu erfunden werden.

- Ergebnisse / Produkte / Instrumente

Für den Dialog vor Ort gilt es Multiplikatoren zu „qualifizieren“. Zur Kommunikation in die kommunalpoltischen Gremien stellt das REFINA-Vorhaben ein flexibel gestaltbares Set an Kommunikationsprodukten bereit:

  • ­Leitfaden „Mittendrin ist in“
  • ­Trickfilm „Wissenswertes aus Bad Neubau“
  • ­Baukasten für die eigene Power-Point-Präsentation (Folienset zu Kernbotschaften und Argumenten)
  • ­Argumentationspool (Internet)
  • ­Kurzinformationen zu guten Beispielen (Internet)Info-Broschüren
  • ­Ausstellung

Download unter www.mittendrin-ist-in.de

Weitere Informationen

www.mittendrin-ist-in.de

AnsprechpartnerInnen

Metropolregion Hamburg
Leitprojekt-AG „Bewusstseinswandel im Flächenverbrauch“
AG-Vorsitzende: Jutta Hartwieg, Landrätin des Kreises Segeberg
Kreisverwaltung Bad Segeberg
Hartwig Knoche
Hamburger Str. 30, 23795 Bad Segeberg
Tel.: 0 45 51/ 9 51-5 40

E-Mail

www.metropolregion.hamburg.de

www.segeberg.de


Mittendrin ist in
Mittendrin ist in
Artikel-Informationen

01.07.2014

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