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HErmEliN - Ermittlung von Feinstaub- und Stickstoffdioxid-Hotspots in Niedersachsen

Im Rahmen des Projekts HErmEliN (Hotspot-Ermittlung und Emissionskataster lagebezogen in Niedersachsen) hat das Land Niedersachsen Modellrechnungen für Städte und Gemeinden durchgeführt. Ziel war es, Orte mit höchster Luftschadstoffbelastung (Hotspots) bezogen auf die Luftschadstoffe Stickstoffdioxid (NO2) und Feinstaub (PM10) in Niedersachsen zu identifizieren. Die Ergebnisse des Projektes basieren auf modellhaften Berechnungen. Das heißt, es handelt sich nicht um tatsächlich gemessene Werte! Grundlage waren landesweit vorhandene Daten zu Topographie, Gebäuden, Straßen, Verkehrszahlen, gewerblichen Quellen, Hausbrand, Landwirtschaft und Meteorologie.

Mit dem HErmEliN-Projekt wurden mehrere Ziele zur Verbesserung der Grundlagen zur Beurteilung der Luftqualität in Niedersachsen verfolgt. Die Erstellung eines Emissionskatasters für Luftschadstoffe sowie die Berechnung einer hierauf basierenden landesweiten Hintergrundbelastung mithilfe großskaliger Modellrechnungen dienten als Ausgangsbasis für weitere Berechnungen. Nach der Ermittlung von Orten, die aufgrund ihrer Lage (z. B. Straßenschluchten mit ungünstigem Straßenbreite-Bebauungshöhe-Verhältnis) potenziell anfällig sein könnten für hohe Luftschadstoffkonzentrationen (geometrisch-potenzielle Hotspots), wurden anhand kleinskaliger Modellrechnungen zur Zusatzbelastung durch den Straßenverkehr die Orte mit den wahrscheinlich höchsten Luftschadstoffbelastungen (Hotspots) berechnet.

Die Projektergebnisse werden derzeit gemeinsam mit den potenziell betroffenen Kommunen einer Prüfung unterzogen, bei der die aktuellen Verkehrszahlen einbezogen werden. Gemeinsam mit den Kommunen wird dann entschieden, ob sich die Hinweise auf einen „Hotspot“ verdichten und eine Messung der Luftqualität veranlasst wird.

Artikel-Informationen

erstellt am:
29.05.2013
zuletzt aktualisiert am:
18.09.2020

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