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Luftreinhalteplan Oldenburg

1. Erstellung

Nach § 47 Abs. 1 BImSchG wurde durch die Stadt Oldenburg ein Luftreinhalteplan erstellt, da es zur Überschreitung von Grenzwerten der Luftqualität im Jahr 2010 gekommen ist. Das GAA Hildesheim, Zentrale Unterstützungsstelle Luftreinhaltung, Lärm und Gefahrstoffe (ZUS LLG), hatte festgestellt, dass - nach Abschluss der Validierung der Messwerte - für das Kalenderjahr 2010 für Stickstoffdioxid (NO2) der Grenzwert für den Jahresmittelwert von 40 µg/m³ an der Verkehrsstation überschritten wurde.

Nach 2 jähriger Bearbeitung hat die Stadt Oldenburg fristgerecht zum 15.10.2012 den geforderten Luftreinhalteplan erstellt und im Verwaltungsausschuss der Stadt verabschiedet.

2. Auswahl durchgeführter Maßnahmen

  • Umsetzung von Maßnahmen des Integrierten Energie- und Klimaschutzkon­zeptes der Stadt Oldenburg (InEKK), des Strategieplans Mobilität und Verkehr sowie des Stadtentwicklungsprogramms 2012 (STEP 2025)

  • Fortsetzung der Modernisierung der Busflotte der VWG

  • Optimierung der verkehrsabhängigen Signalprogrammauswahl für die Straße „Heiligengeistwall"

  • Einrichtung einer Messstelle am Heiligengeistwall

3. Fristverlängerung zur Einhaltung des NO2-Jahresgrenzwertes

Von der Möglichkeit der Inanspruchnahme einer Fristverlängerung für NO2 bis 2015 musste kein Gebrauch gemacht werden.

4. Entwicklung der Luftqualität

Die sich in den zurückliegenden Jahren abzeichnende NO2-Verminderung hält weiter an. Während im Jahre 2015 noch 52 µg/m³ am Heiligengeistwall gemessen wurden, ging der NO­2-Messwert über 50 µg/m³ in 2016 auf 49 µg/m³ im Jahr 2017 zurück und erreichte im Jahr 2018 dort 48 µg/m³.

Im Nahbereich der Wohnbebauung wurde mit einer Kombination aus Messung und Modellierung eine Beurteilung der Belastung der Wohnbevölkerung durchgeführt. Zur differenzierteren Betrachtung

der Belastung wurde dabei die mittlere NO2-Konzentration des Straßenabschnittes wegen der Nutzung für Wohnzwecke lediglich in der ersten Etage in einer Höhe von 3,9 m im Abstand von 2,5 m von der Baufluchtlinie ermittelt. Anhand der vorliegenden Messergebnisse erfolgte eine Kalibrierung der berechneten Konzentrationen. Für die Station "Oldenburg, Heilgengeistwall“ ergab sich mit dieser Vorgehensweise ein berechneter NO2-Jahresmittelwert von 39 μg/m³ bei einem Messwert in 2018 in Höhe von 48 μg/m³ und damit Einhaltung des relevanten Grenzwertes.

Der validierte Mittelwert für das Jahr 2019 betrug 39 µg/m³. Die bisher vorliegenden Messwerte an der Baufluchtlinien lassen erwarten, dass im Jahre 2020 die Einhaltung des NO2-Jahresgrenzwertes von 40 µg/m³ weiter bestehen wird. Die validierten Werte liegen erfahrungsgemäß im Zeitraum Februar/März 2021 vor.


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