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Luftreinhalteplan Göttingen

1. Erstellung

Die Erstellung eines Luftreinhalteplanes war erforderlich, weil das von der EU-Luftqualitätsrichtlinie vorgegebene Tagesgrenzwertkriterium (35 Tage > 50 μg/m³) für Feinstaub (PM10) überschritten wurde. Der Ratsbeschluss zum Luftreinhalteplan erfolgte im Dezember 2008, die zweite Aktualisierung wurde 2018 durchgeführt.

2. Sachstand bis 2010

In Göttingen wurde im Jahr 2010 ein NO2-Jahresmittelwert über dem Grenzwert von 40 μg/m³ registriert. Für das Stadtgebiet von Göttingen wurde durch das GAA Hildesheim der Bericht „Modellgestützte Voruntersuchung zur Fortschreibung des Luftreinhalteplanes im Rahmen der NO2-Notifizierung - Göttingen –„ erstellt. Für das Jahr 2010 sind im Stadtgebiet Göttingen keine Überschreitungen der Grenzwerte für PM10 ermittelt worden. Ein Straßenabschnitt zeigte mit einer geringen Wahrscheinlichkeit die Überschreitung des PM10-Tagesgrenzwertes von 50 μg/m³ bei 35 zugelassen-en Überschreitungen im Jahr. Die Berechnung des NO2-Jahresmittelwertes ergab für mehrere Straßenabschnitte Überschreitungen des Grenzwertes.

3. Fristverlängerung zur Einhaltung des NO2-Jahresgrenzwertes

Die Stadt hat gegenüber dem Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz zur Weiterleitung an das Bundesumweltministerium und die Europäische Kommission mitgeteilt, von der Möglichkeit der Inanspruchnahme einer Fristverlängerung für NO2 bis 2015 zur Einhaltung des NO2-Grenzwertes Gebrauch machen zu wollen. Gegen die Verlängerung der Frist für die Einhaltung des in Anhang XI der Richtlinie 2008/50/EG festgesetzten NO2-Jahresgrenzwerts wurden keine Einwände erhoben. Die Verlängerung galt bis zum 1. Januar 2015 (Beschluss der Europäischen Kommission vom 20.2.2013 (C(2013) 900 final)).

4. Entwicklung der Luftqualität

Die sich in den zurückliegenden Jahren abzeichnende NO2-Verminderung hält weiter an. Während im Jahre 2015 noch 42 µg/m³ gemessen wurden, ging der NO­2-Messwert über 40 µg/m³ in 2016 auf 39 µg/m³ im Jahr 2017 zurück und erreichte im Jahr 2018 37 µg/m³. Der validierte Jahresmittelwert 2019 wurde mit 32 µg/m³ ermittelt.



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