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Schwerpunkte niedersächsischer Bildungspolitik

Kinderspielzeug im Sandkasten  

So investieren sie beispielsweise viel Geld und Energie in einen flächendeckenden Ausbau frühkindlicher Bildung. Gemeinsam mit den Kommunen hat die Landesregierung den Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz sichergestellt. Auch der stufenweise Einstieg in die Finanzierung einer dritten Betreuungskraft in Krippengruppen war ein Meilenstein für die qualitative Weiterentwicklung der Kindertagesbetreuung in Niedersachsen.

Die Lehrkräfte in den niedersächsischen Schulen arbeiten intensiv daran, allen Schülerinnen und Schülern individualisiertes und selbstbestimmtes Lernen zu ermöglichen. Dafür wird auch die Lehrerausbildung und -fortbildung stetig modernisiert. Zudem haben eine auskömmliche Unterrichtsversorgung und die Sicherung des Pflichtunterrichtes für die Niedersächsische Landesregierung weiterhin absolut höchste Priorität.

Inklusion, also das gemeinsame Lernen von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderungen, mit und ohne herausfordernden Verhaltensweisen und mit und ohne Migrationshintergrund, wird in immer mehr Bildungseinrichtungen selbstverständlich: Die sogenannte Inklusionsquote an den öffentlichen allgemein bildenden Schulen liegt inzwischen bei fast 60 Prozent und ist damit kontinuierlich gestiegen (von 44,9 Prozent im Schuljahr 2013/2014 und 52,5 Prozent in 2014/2015). Dies ist ein klarer Beleg für das große Engagement der Schulen und vor allem für die gute Arbeit der Lehrkräfte für ein Gelingen der Inklusion an unseren Schulen.

Verlässlicher Ganztagsunterricht, in dem sich Phasen des Lernens, der Bewegung, des Spiels und der Erholung abwechseln, ermöglicht eine optimale, jeweils bedarfsgerechte Förderung der Kinder und Jugendlichen aus allen sozialen Schichten. Ein qualitativ hochwertiges, flächendeckendes Ganztagsschulangebot ist die Voraussetzung für eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Männer und Frauen. Ganztägiges gemeinsames Lernen fördert soziale und kulturelle Integration.

Mit dem neuen Abitur nach neun Jahren gibt die Landesregierung den Schülerinnen und Schülern wieder mehr Zeit zum Lernen und Leben und nimmt Stress aus der Schule und den Familien. So bleibt mehr Zeit, um jede Schülerin und jeden Schüler besser individuell zu fördern und den Übergang von der Schule in das Studium oder den Beruf intensiver zu begleiten.
Facharbeiter  
Eine breite und solide berufliche Erstausbildung im Dualen System kann eine gute Grundlage für den späteren Beruf sein. Kultusministerium und Wirtschafsministerium arbeiten in der Fachkräfteinitiative Niedersachsen zusammen mit niedersächsischen Unternehmen, mit Gewerkschaften und Unternehmensverbänden an einer Fortentwicklung der Dualen Ausbildung.


Niedersachsen hat eine breit aufgestellte Weiterbildungslandschaft. Zwei Drittel der Geflüchteten, die zu uns kommen, sind älter als 18 Jahre. Die Integration dieser Menschen ist eine zentrale Bildungsaufgabe. Die Einrichtungen der Erwachsenenbildung bieten Sprachkurse, sorgen für eine solide Grundbildung und bereiten Geflüchtete auf Ausbildung, Studium und Beruf vor.


Gebührenfreies Studieren an gut ausgestatteten Hochschulen war ein zentrales Vorhaben der Landesregierung. Das ist nicht nur ein Gebot der Chancengleichheit, sondern vor dem Hintergrund des demografischen Wandels auch unter dem Aspekt der Fachkräftesicherung wichtig. Seit dem Wintersemester 2014/15 werden in Niedersachsen keine Studiengebühren mehr erhoben. Damit ist das Studium nicht mehr länger vom Einkommen der Eltern abhängig. Das Land ersetzt den Hochschulen die Studiengebühren zu 100 Prozent durch Mittel, mit denen die Qualität der Lehre und der Studienbedingungen weiter verbessert wird. Diese werden dynamisch an die Zahl der Studierenden angepasst.


Die niedersächsischen Fachhochschulen tragen entscheidend zur Fachkräftesicherung in den Regionen bei und sind damit auch eine Antwort auf demografische Herausforderungen. Zudem fördern die Fachhochschulen die soziale Öffnung, denn die Hürde zur Aufnahme eines Studiums an einer anwendungsorientierten Hochschule ist für Jugendliche aus nicht akademischen Elternhäusern niedriger als bei einer Universität. Mit dem 2014 aufgelegten Fachhochschulentwicklungsprogramm (FEP) baut Niedersachsen nachhaltig die Studienplatzkapazitäten an Fachhochschulen aus, schafft neue Studienangebote und stärkt die anwendungsorientierte Forschung. Die Hochschulen können dank des FEP 300 Professuren unbefristet besetzen. Damit wird auch eines der dringendsten Probleme der deutschen Hochschullandschaft, der hohe Anteil befristeter Stellen, deutlich entschärft.

Forschung in Niedersachsen

 
Schild "Politische Bildung"  

Politische Bildung ist die zentrale Grundlage demokratischen Handelns. Mit der Landeszentrale für politische Bildung erhält diese wichtige Aufgabe wieder einen Akteur, der vorhandene Angebote koordiniert und sichtbar macht und neue Impulse gibt, beispielsweise auch im Bereich der neuen Medien.


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