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Qualifizierung von Beschäftigten

Berufliche Weiterbildung ist sowohl für Beschäftigte als auch für Unternehmen von Vorteil. Die Teilnahme von Beschäftigten an (regelmäßiger) beruflicher Weiterbildung sichert ihre langfristige Beschäftigungsfähigkeit. Ferner können durch eine kontinuierliche Teilnahme an Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen die Fähigkeiten und Kompetenzen der Beschäftigten gesteigert und die wachsenden Anforderungen an den einzelnen Arbeitsplatz bewältigt werden. Vor diesem Hintergrund ist die Qualifizierung von Beschäftigten ein wichtiger Baustein, um den Fachkräftebedarf in Niedersachsen nachhaltig zu sichern. Deshalb unterstützen wir in Niedersachsen im Rahmen der Fachkräfteinitiative die berufliche Weiterbildung von Beschäftigten mit dem Programm „Weiterbildung in Niedersachen" und beteiligen uns an der Finanzierung des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetzes (AFBG). Darüber hinaus hat der Bund mit dem Qualifizierungschancengesetzes (QCG) vor allem die Möglichkeit zur Weiterbildung von Beschäftigten ausgeweitet


Weiterbildung in Niedersachsen (WiN)

Wir fördern mit dem Programm „Weiterbildung in Niedersachsen" aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Landes die individuelle Weiterbildung von Beschäftigten. Gefördert werden individuelle, am Markt existierende Weiterbildungsmaßnahmen für Beschäftigte, insbesondere aus kleinen und mittleren Unternehmen. Eine anteilige Förderung können Unternehmen für die berufliche Weiterbildung ihrer Beschäftigten laufend bei der Investitions- und Förderbank Niedersachsen ( NBank) beantragen. Mit einem Zuschuss von bis zu 50 % fördert das Land die Ausgaben für die Qualifizierungen sowie die Personalausgaben für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Maßnahme.

Für das Programm stehen insgesamt bis zu 5,5 Mio. Euro im Jahr zur Verfügung. Aufgrund der starken Nachfrage nach individueller Weiterbildungsförderung im EU-Programmgebiet "Stärker entwickelte Regionen (SER)" und nur noch begrenzt zur Verfügung stehender Mittel wurden besondere Förderbedarfe erörtert und eine Steuerung durch Förderaufrufe vorgenommen. Anträge können hier seit dem 02.05.2019 und bis 30.04.2020 für Förderungen mit dem thematischen Weiterbildungsschwerpunkt „Beschäftigte aus Kleinstbetriebsstätten mit bis zu 10 sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten“ sowie dem thematischen Weiterbildungsschwerpunkt Digitalisierung“ gestellt werden.

Die Förderung im EU-Programmgebiet "Übergangsregion (ÜR - ehemaliger Regierungsbezirk Lüneburg)" ist von dieser Neuausrichtung nicht betroffen.

Die Förderaufrufe und weitere Informationen zum Programm „Weiterbildung in Niedersachsen" finden Sie auf den Internetseiten der NBank, die für die Umsetzung des Programms verantwortlich ist. Wenn Sie eine persönliche Beratung wünschen oder Hilfestellung bei der Antragstellung benötigen, wenden Sie sich daher bitte direkt an die NBank


Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG)

Darüber hinaus finanzieren wir zusammen mit dem Bund das Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG), das sogenannte „Aufstiegs-BAföG". Mit der Novellierung des AFBG zum 01.08.2016 wurde aus dem erfolgreichen Meister-BAföG das Aufstiegs-BAföG. Hierüber fördern wir Personen mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung oder langjähriger Berufserfahrung, die sich im Rahmen einer beruflichen Aufstiegsfortbildung qualifizieren wollen. Das AFBG erfasst alle Berufsbereiche, unabhängig von der Form der Aufstiegsfortbildung. Dazu gehören z.B. die Fortbildungen Meisterin und Meister, Technikerin und Techniker, Fachwirtin und Fachwirt oder Fachkräfte im Sozial- und Gesundheitswesen. Die Förderung ist an bestimmte persönliche, qualitative und zeitliche Anforderungen geknüpft. Sie umfasst einen Beitrag zur Finanzierung der Lehrgangs- und Prüfungsgebühren und kann darüber hinaus auch einen Unterhaltsbeitrag zum Lebensunterhalt enthalten und wird als Kombination aus Zuschuss und Darlehen gewährt.

Hierfür stehen in Niedersachsen pro Jahr bis zu 30,8 Mio. Euro zur Verfügung.

Weitere Informationen zum AFBG finden Sie auf den Internetseiten der NBank sowie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Anträge auf Förderung nach dem AFBG sind bei der NBank zu stellen, sofern Sie Ihren ersten Wohnsitz in Niedersachsen haben. Wenn Sie eine persönliche Beratung wünschen oder Hilfestellung bei der Antragstellung benötigen, wenden Sie sich bitte direkt an die NBank.


Qualifizierungschancengesetz (QCG)

Durch das stetige Fortschreiten der Digitalisierung verändern sich zunehmend die Anforderungen an Beschäftigte. Mit dem von der Bundesregierung beschlossenen Qualifizierungschancengesetzes (QCG), das am 01.01.2019 in Kraft getreten ist, sollen vor allem die Möglichkeit zur Weiterbildung ausgeweitet und der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung gesenkt werden. Beschäftigte erhalten künftig, auch unabhängig von Qualifikation, Lebensalter und Betriebsgröße, grundsätzlich Zugang zur Weiterbildungsförderung, wenn als Folge des digitalen Strukturwandels Weiterbildungsbedarf besteht oder die Arbeitsplätze in sonstiger Weise vom Strukturwandel betroffen sind.

Zudem wird die Weiterbildungsberatung bei der Bundesagentur für Arbeit, die vor dem Hintergrund des digitalen und demographischen Strukturwandels eine wichtige Rolle spielt, ausgebaut: Mit dem Qualifizierungschancengesetz kann sie Beschäftigte und deren Arbeitgeber noch umfangreicher bei Qualifizierungsmaßnahmen finanziell unterstützen und mit ihrer Arbeitsmarkt- und Weiterbildungsberatung begleiten. Außerdem beteiligt sich die Bundesagentur für Arbeit an den Lohnfortzahlungen für diejenigen, die sich für eine Weiterbildung entscheiden.

Außerdem wird der Zugang zum Anspruch auf Arbeitslosengeld für Kurzzeitbeschäftigte erleichtert. Darüber hinaus werden alle Beitragszahlenden durch die Senkung des Beitrages zur Arbeitslosenversicherung entlastet.

Der Ausbau der Förderung richtet sich auch an diejenigen, die eine Weiterbildung in einem Engpassberuf anstreben. Darüber hinaus werden die Förderleistungen verbessert: Neben der Zahlung von Weiterbildungskosten werden die Möglichkeiten für Zuschüsse zum Arbeitsentgelt bei Weiterbildung erweitert. Beides ist grundsätzlich an eine Kofinanzierung durch den Arbeitgeber gebunden und in der Höhe abhängig von der Unternehmensgröße.

Weitere Informationen zum QCG finden Sie auf den Internetseiten des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales und der Bundesagentur für Arbeit.



Qualifizierung von Beschäftigten
weitere Informationen zum Förderprogramm des Landes

weitere Informationen zum "Aufstiegs-BaföG"

weitere Informationen zum "Qualifizierungschancengesetz"

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