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Ministerpräsident Stephan Weil und Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann begrüßen die Ergebnisse der Planungsrunde für die Jahre 2020 bis 2024

Der Aufsichtsrat der Volkswagen AG hat in seiner Sitzung am (heutigen) Freitag in Wolfsburg die Ergebnisse der Planungsrunde 68 des Konzernvorstands bestätigt. Der Schwerpunkt der Investitionsplanung liegt weiterhin auf der Elektrifizierung und der Digitalisierung der Fahrzeuge und Werke. Knapp 60 Mrd. Euro gehen im Planungszeitraum 2020 bis 2024 in die Zukunftsthemen.

Nach der Aufsichtsratssitzung erklärte Ministerpräsident Stephan Weil: „Volkswagen geht mit der vorliegenden Planung sehr konsequent weiter auf dem Weg der Elektromobilität in Richtung CO2Neutralität und Klimaschutz.“ Durch die Verschärfung der CO2-Ziele in Brüssel sei der Konzern gezwungen gewesen, das ohnehin schon rasante Tempo in Richtung Transformation noch einmal zu beschleunigen. „Dies ist VW in der Planungsrunde 68 eindrucksvoll gelungen“. Auf Niedersachsen angesprochen, betonte Weil: „Besonders freue ich mich für den Standort Emden. Die Region hat gerade mit der Ankündigung des Stellenabbaus bei Enercon eine bittere Pille zu schlucken. Die zukünftige Produktion des ID.Next in Emden ist dagegen eine sehr gute Nachricht. Dieses Auto wird wahrscheinlich eines der wichtigsten Fahrzeuge der neuen Produktgeneration. Aber auch insgesamt hat der Konzern mit der vorliegenden Planung wieder einmal ein klares Bekenntnis zu seinen niedersächsischen Wurzeln abgegeben.“

Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann ergänzte: „VW investiert insgesamt über 16 Mrd. Euro in die Werke in Wolfsburg, Hannover, Braunschweig, Salzgitter, Osnabrück und Emden. Das ist eine gute Nachricht nicht nur für die sechs Standorte, sondern für ganz Niedersachsen. Volkswagen treibt die Transformation weiter voran und sichert langfristig den Automobilstandort Niedersachsen.“

Wichtig war Stephan Weil der Hinweis, dass neben der Automobilindustrie auch die Politik in der Pflicht sei, um einer klimaschonenden Mobilität den Weg zu ebnen. „Das schönste Elektroauto bringt uns umweltpolitisch nicht weiter, wenn seine Batterien mit Kohlestrom hergestellt und aufgeladen werden. Der Klimaschutz in Deutschland steht inmitten einer Bewährungsprobe: Ohne Windenergie werden die ambitionierten Ziele, die wir uns gesetzt haben, nicht erreichbar sein.“

Auch im Bereich Ladeinfrastruktur sehen Ministerpräsident und Wirtschaftsminister noch Handlungsbedarf. Hier sei allerdings, so Althusmann, mit dem kürzlich vom Bund vorgelegten Masterplan Ladesäuleninfrastruktur zumindest ein erster Schritt getan.


Hintergrundinformation

Nach Information von Volkswagen sind an den sechs niedersächsischen Standorten u.a. folgende Sachinvestitionen geplant:

  • Wolfsburg investiert weiter in die 8. Generation des Golf inklusive des Variant sowie den Tiguan. Auch der Bereich Forschung und Entwicklung am Standort wird weiter ausgebaut.
  • In Hannover wird in erster Linie die Produktion des vollelektrischen Bulli-Nachfolgers ID Buzz vorbereitet. In die Zukunftsfähigkeit des Standorts wird aber auch mit dem Neubau eines Aus- und Weiterbildungszentrums investiert.

  • Für den Standort Emden sieht die Planung die Fertigung des elektrischen A-SUV (ID.Next) vor. Außerdem wird in die künftige Produktion des Elektro-Passats Aero investiert.

  • In Salzgitter investiert Volkswagen neben dem Antriebsstrang für den „Modularen Elektrifizierungsbaukasten(MEB)“ in die Entwicklung innovativer und zukunftsfähiger Motorenkonzepte. Unabhängig von den Investitionen für den Motorenstandort wird in Salzgitter das Geschäftsfeld Batteriezelle aufgebaut und weiterentwickelt.

  • Im Braunschweiger Werk, in dem gerade der Startschuss für die Serienproduktion der Batteriesysteme für die MEB-Plattform gegeben wurde, fließen die Investitionen überwiegend in Komponenten für eben jenen MEB sowie für den „Modularen Querbaukasten (MQB)“. Auch in das Premium-Pendant zum MEB, die für E-Fahrzeuge der Marken Audi und Porsche entwickelte Plattform PPE, wird am Standort Braunschweig weiter investiert.
  • Auch am Standort Osnabrück ist durch die vorliegende Planung für die Sicherheit der Arbeitsplätze gesorgt. Das Werk bereitet sich insbesondere auf die Fertigung des T-Roc Cabrios vor.

Artikel-Informationen

15.11.2019

Ansprechpartner/in:
Pressestelle der Niedersächsischen Landesregierung

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30169 Hannover
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