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Werkstatt für behinderte Menschen - Bereiche

Die Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) ist grundsätzlich in drei Organisationseinheiten gegliedert. Es handelt sich um

  • das Eingangsverfahren,
  • den Berufsbildungsbereich und
  • den Arbeitsbereich.

Für die Leistungen im Eingangsverfahren und Berufsbildungsbereich ist grundsätzlich die Bundesagentur für Arbeit zuständig (§ 63 Abs. 1 SGB IX) .

Es sei denn, es besteht eine vorrangige Zuständigkeit eines anderen Rehabilitationsträger, wie z.B. des Trägers der Unfallversicherung, der Rentenversicherung oder der Kriegsopferfürsorge.

Die Leistungen im Arbeitsbereich werden von dem zuständigen Rehabilitationsträger im Rahmen ihrer Leistungsgesetze erbracht § 63 Abs. 2 SGB IX.

Die Zuständigkeit des Rehabilitationsträgers ist in jedem Einzelfall gesondert zu überprüfen.


Eingangsverfahren

Im Eingangsverfahren soll festgestellt werden,

  • ob die Werkstatt die geeignete Einrichtung zur Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben und zur Eingliederung in das Arbeitsleben darstellt

    sowie
  • welche Bereiche der Werkstatt und

  • welche Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben und ergänzende Leistungen oder Leistungen zur Eingliederung in das Arbeitsleben in Betracht kommen.


Das Eingangsverfahren dauert drei Monate. Es kann auf eine Dauer von bis zu vier Wochen verkürzt werden, wenn während des Eingangsverfahrens im Einzelfall festgestellt wird, dass eine kürzere Dauer ausreichend ist. In dieser Zeit ist von der Werkstatt ein Eingliederungsplan zu erstellen.


Berufsbildungsbereich

Im Berufsbildungsbereich soll der behinderte Mensch so gefördert werden, dass er spätestens nach der Teilnahme an den Maßnahmen im Berufsbildungsbereich in der Lage ist, wenigstens ein Mindestmaß wirtschaftlich verwertbarer Arbeitsleistung zu erbringen.

Die Maßnahmen im Berufsbildungsbereich werden in der Regel in Lehrgängen erbracht, die in einen Grund- und einen Aufbaukurs gegliedert sind und regelmäßig jeweils zwölf Monate dauern. Sie können aber auch als Einzelmaßnahmen erbracht werden, sofern dieses im Einzelfall angezeigt ist. Der Berufsbildungsbereich dauert im Regelfall also zwei Jahre.


Arbeitsbereich

Im Arbeitsbereich soll der behinderte Mensch entsprechend seiner Eignung und Neigung zu einem angemessenen Arbeitsentgelt beschäftigt werden. Die Arbeitsplätze orientieren sich in ihrer Ausstattung am allgemeinen Arbeitsmarkt, berücksichtigen aber soweit wie möglich auch die besonderen Bedürfnisse des behinderten Menschen, um ihn in die Lage zu versetzen, wirtschaftlich verwertbare Arbeitsleistungen zu erbringen.

Der Übergang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt stellt dabei ein Ziel dar, das mit geeigneten Maßnahmen (z. B. Einrichtung einer Übergangsgruppe mit besonderen Förderangeboten, Entwicklung individueller Förderpläne sowie Ermöglichung von Trainingsmaßnahmen, Betriebspraktika und durch eine zeitweise Beschäftigung auf ausgelagerten Arbeitsplätzen) gefördert wird.



Mann an einem technischen Gerät   Bildrechte: © jörn buchheim, fotolia.com
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