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Modellvorhaben zur Qualitätsentwicklung der Jugendarbeit im Rahmen der Landesjugendhilfeplanung

Ende des letzten Jahres wurde nach qualifizierter Vorbereitung, Erprobungsmodulen und Abstimmungen ein Projekt zur Qualitätsentwicklung der Jugendarbeit gestartet. Bezogen auf die aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen – der Zuwanderung einer hohen Zahl junger Menschen, dem demographischen Wandel, der Notwendigkeit einer jugendgerechten Gesellschaft und des Bedarfs der politischen Bildung und Demokratisierung, wird die Rolle der Jugendarbeit neu beschrieben.

Ziel des Projekts ist es, einen Qualitätsdialog aller Träger der Jugendarbeit zu institutionalisieren und in einem dialogischen Prozess zu beschreiben, wie bedarfsgerechte und qualifizierte Jugendarbeit als Infrastruktur gestaltet werden kann. Weiterhin ist es das Ziel, qualitative Wirkungen, Effekte und Zusammenhänge beschreiben zu können und unterschiedliche Formen der Jugendarbeit aufzuzeigen und in Bezug zu den Bedarfen der Jugendlichen zu setzen. Außerdem sollen Empfehlungen für Rahmenbedingungen einer bedarfsgerechten und qualifizierten Jugendarbeit als Infrastruktur in den Kommunen und im Land entwickelt werden. Zu diesem Zweck soll auch ein Ziel- und Kennzahlensystem erstellt werden, das qualifizierte Jugendarbeit so weit wie möglich auf der Basis gesetzlicher und pädagogischer Anforderungen beschreibt. Nach Abschluss der Projektphase ist es das Ziel, das Projekt als einen Teil der Qualitätsentwicklung der Integrierten Berichterstattung Niedersachsen (IBN) - als langfristiges Qualitätsentwicklungsinstrument für die Jugendarbeit - zu verstetigen.

Die Jugendämter werden die freien und öffentlichen Träger der Jugendarbeit in ihrem Zuständigkeitsbereich in den Qualitätsentwicklungsprozess einbeziehen. In gleicher Weise sollen Jugendinitiativen und Migrantenorganisationen einbezogen werden, damit auch die Bedarfe der Jugendlichen jenseits der etablierten Strukturen – die bisher nicht erreichten Zielgruppen – berücksichtigt werden können. Auch die Jugendlichen als Adressaten der Jugendarbeit sollen i. S. der Förderung und des Ausbaus der Partizipation junger Menschen in Niedersachsen in jugendgerechter Form beteiligt werden.

An der Umsetzung des Modellvorhabens ist die Universität Hildesheim, Institut für Sozial- und Organisationspädagogik, Prof.Dr. Wolfgang Schröer und die GEBIT Münster, Dr. Friedrich-Wilhelm Meyer, beteiligt.

Die Ausschreibung erfolgt voraussichtlich vor den Sommerferien. Weitere Informationen folgen.


Ansprechpartnerin:

Andrea Berger-Nowak

Email: andrea.berger-nowak@ls.niedersachsen.de

Tel.: 0511/ 106 - 7423



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