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Modellkommunen gesucht – Land startet Präventionsprojekt für Seniorinnen und Senioren

Das neu initiierte Projekt der „Präventiven Hausbesuche“ soll dazu beitragen, dass Seniorinnen und Senioren lange gesund in ihrem Zuhause wohnen können. Prävention ist ein zentraler Punkt, wenn es darum geht, den wachsenden Herausforderungen in der Pflege zu begegnen: „Wir wollen die Menschen dabei unterstützen, so lange, so selbstbestimmt und so eigenständig wie möglich in den eigenen vier Wänden zu leben. Gut gelingen kann das, wenn es passende Hilfsangebote gibt und diese auch bekannt sind. Darüber hinaus sind soziale und kulturelle Teilhabeangebote im Wohnumfeld wichtige Faktoren. Doch oft kennen viele ältere Menschen diese Angebote vor der eigenen Haustür nicht. Präventive Hausbesuche sollen das ändern.“

Das Projekt wird in drei unterschiedlich großen niedersächsischen Modellkommunen

  1. groß: eine kreisfreie bzw. eine große selbstständige Stadt;
  2. mittelgroß: eine Kreisstadt;
  3. klein: eine kreisangehörige Stadt im ländlichen Raum mit mindestens 10.000 Einwohnerinnen und Einwohnern

durchgeführt und dabei wissenschaftlich begleitet werden.

Die „Präventiven Hausbesuche“ sind ein Angebot für alle ab 80 Jahren. Die Seniorinnen und Senioren werden in ihrer eigenen Wohnung besucht. Dabei soll es nicht nur eine Beratung zur alters- und seniorengerechten Ausstattung der Wohnung, sondern auch weitere Informationen geben. Die Besuchspersonen geben etwa Tipps über Hilfsangebote wie Mittagstische, Einkaufshilfen, Nachbarschaftsaktivitäten, Alltagsbegleitung, technische Unterstützungsmöglichkeiten oder Hausnotrufsysteme. Darüber hinaus können auch die gesundheitliche Situation, Ernährung, Bewegung und soziale Kontakte Thema sein.

Im Projekt werden die Erfahrungen in den Modellkommunen über die Umsetzung gesammelt. Darüber hinaus werden wichtige Erkenntnisse gewonnen, wie Seniorinnen und Senioren gut unterstützt werden können. Durchgeführt werden soll das Projekt ab Mitte des Jahres 2020 bei einer Laufzeit von drei Jahren.

Interessierte Kommunen können sich mit aussagekräftigen Projektvorstellungen zur Teilnahme bewerben. Die Abgabefrist für dieses Interessenbekundungsverfahren wurde aufgrund der Corona-Pandemie bis zum 3. Juni 2020 verlängert.


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