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Hospizarbeit und Palliativversorgung

In der Hospizarbeit und Palliativversorgung wirken der ehrenamtlich geprägte Bereich der Hospizarbeit sowie die professionell geprägten Bereiche der Palliativpflege und Palliativmedizin gemeinsam. Diese vernetzte Versorgung ermöglicht schwerkranken und sterbenden Menschen ein weitgehend schmerzfreies Leben und in der letzten Lebensphase ein begleitetes und würdevolles Abschiednehmen. Auch die An- und Zugehörigen erfahren in dieser schwierigen Zeit Unterstützung. Unsere Gesellschaft braucht dieses umfassende Angebot als Ausdruck einer menschlichen Sterbebegleitung.

In den vergangenen Jahren haben in Niedersachsen die Hospizarbeit und Palliativversorgung stark an Bedeutung gewonnen. In der Hospizbewegung mit den ambulanten Hospizdiensten und stationären Hospizen, in der Ärzteschaft, unter den Pflegediensten, in den stationären Pflegeeinrichtungen und bei den Krankenhäusern ist die Erkenntnis gewachsen, dass schwerkranke und sterbende Menschen einer umfassenden Versorgung und Begleitung bedürfen.

Die Unterstützung der Hospizarbeit und Palliativversorgung ist auch ein wichtiges Anliegen der Niedersächsischen Landesregierung.

Mit dem Ziel, landesweit eine nachhaltige vernetzte Beratungs-, Informations- und Qualifizierungsstruktur mit dem Schwerpunkt im ehrenamtlichen Bereich aufzubauen, hat am 24. Februar 2016 - gefördert aus Landesmitteln - der Landesstützpunkt Hospizarbeit und Palliativversorgung Niedersachsen (LSHPN) seine Arbeit aufgenommen.


Auf seinen Internetseiten unter www.hospiz-palliativ-nds.de informiert der LSHPN umfassend über die verschiedenen Leistungen und das Versorgungsangebot in Niedersachsen im Bereich der Hospizarbeit und Palliativversorgung.


Ansprechpartnerin beim LSHPN ist Frau Rosemarie Fischer.

Der LSHPN hat seinen Sitz in der

Fritzenwiese 117
29221 Celle
Tel.: 05141/2196986

Mail: info@hospiz-palliativ-nds.de
Website:
www.hospiz-palliativ-nds.de.


Der LSHPN hat insbesondere folgende Aufgaben:

  • Ansprechstelle zu Themen der Hospizarbeit und Palliativversorgung in Niedersachsen für Bürgerinnen und Bürger, Leistungsanbieter und Akteure in diesem Bereich sowie für Verwaltung und Politik,

  • Information und Beratung beim Aufbau neuer Institutionen, bei der Netzwerkbildung und dem planvollen Ausbau der Versorgungsstrukturen in der niedersächsischen Hospizarbeit und Palliativversorgung,

  • Vermittlung und Schaffung von Angeboten für Fort- und Weiterbildung,

  • Impulsgeber im Bereich der Qualitätssicherung und der wissenschaftlichen Begleitforschung

Mit zahlreichen weiteren Maßnahmen hat das Land zur Aufwertung und zum Ausbau der Hospizarbeit und Palliativversorgung in Niedersachsen beigetragen:

  • das von der Landesregierung mit in Auftrag gegebene Gutachten zur Situation der Palliativversorgung in Niedersachsen aus dem Oktober 2004,

  • eine vom Land ins Leben gerufene Fachtagung zur Diskussion über die Ergebnisse dieses Gutachtens im Juli 2005,

  • das von der Landesregierung im Zusammenarbeit mit Experten erarbeitete Rahmenkonzept zur Weiterentwicklung der Palliativversorgung in Niedersachsen vom März 2006,

  • die Einrichtung der „Niedersächsischen Koordinierungs- und Beratungsstelle für Hospizarbeit und Palliativversorgung" im Januar 2009 (die Aufgaben hat zwischenzeitlich der LSHPN übernommen),

  • die finanzielle Landesförderung von Palliativstützpunkten von Mitte 2006 bis Ende 2016, über die 37 Stützpunkte entstanden sind,

  • der Beitritt zur „Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen“ im Februar 2011,

  • die Förderung von Projekten, die z.B. der Hospiz- und PalliativVerband Niedersachsen oder die Koordinierungsstelle in Kooperation mit weiteren Einrichtungen aus diesem Bereich durchgeführt haben (z.B. „Gütesiegel stationäre Hospize“ oder „Qualifizierung Ehrenamt“),

  • die Fortschreibung des Landes-Rahmenkonzeptes im Juli 2013 und

  • die Mittragung der Handlungsempfehlungen im Rahmen einer nationalen Strategie der „Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland“ im Juli 2017.



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