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Schwangerschaftskonfliktberatung und Schwangerschaftsabbrüche

Egal ob gewollt schwanger oder nicht, ob alt oder jung, ob es das erste Kind ist oder nicht – mit der Frage, ob man die eigene Schwangerschaft fortführt oder abbricht, kann jede schwangere Person konfrontiert sein. Für einige ist die Entscheidung sehr schnell klar, für andere steht sie am Ende eines langen Prozesses. Alle Schwangeren haben ein Recht auf kostenlose und vertrauliche Beratung. Der Beratungsinhalt richtet sich dabei nach den Bedürfnissen der Person (z.B. Hilfs- und Unterstützungsmöglichkeiten für werdende Eltern und/oder Möglichkeiten und Rahmenbedingungen eines Schwangerschaftsabbruchs). In Niedersachsen gibt es ein flächendeckendes Netz von staatlich anerkannten Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen, die Schwangeren in einer Konfliktsituation umfassende und kostenfreie Beratung anbieten. In vielen Fällen können Konflikte und Probleme, die zunächst als unüberwindbarer Berg erscheinen, mit Hilfe der kompetenten Beratungskräfte gemeistert werden. Die Beratungsstellen klären auch über die vielseitigen Hilfs- und Unterstützungsmöglichkeiten für schwangere Frauen und Mütter – wie zum Beispiel über die Bundesstiftung „Mutter und Kind – Schutz des ungeborenen Lebens“ oder die Landesstiftung „Familie in Not“ – auf.

In den grau markierten Spalten sind die Adressen der Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen, ein Ratgeber für Frauen bei ungewollter Schwangerschaft und Hinweise auf weitere Internetseite mit hilfreichen Erläuterungen zu finden. Der Ratgeber erläutert die Voraussetzungen, unter denen ein straffreier Schwangerschaftsabbruch nach der sogenannten Beratungsregelung möglich ist und die einzelnen Schritte, die im Falle der Entscheidung für einen Schwangerschaftsabbruch zu unternehmen sind. Darüber hinaus werden auch die Voraussetzungen für Schwangerschaftsabbrüche bei medizinischen und kriminologischen Indikationen beschrieben. Der Flyer/das Informationsheft § 218 klärt in verkürzter Form und in mehreren Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch, Türkisch, Polnisch und Russisch) auf. Der Ratgeber in deutscher Sprache und der/das mehrsprachige Flyer/Informationsheft sind aktuell. Sie stehen wieder in Papierform zur Verfügung und können bestellt werden bei dem

Niedersächsischen Landesamt für Soziales, Jugend und Familie, Team 3SL1, Domhof 1, 31134 Hildesheim oder über die zentrale Telefonnummer: 05121/304-0 oder über die zentrale E-Mail-Adresse: poststelleLSHildesheim@ls.niedersachsen.de.

Auf dieser Internetseite ist auch ein Verzeichnis mit Ärztinnen und Ärzten vorhanden, die Schwangerschaftsabbrüche in Niedersachsen vornehmen. Die von den Ärztinnen/Ärzten zur Veröffentlichung freigegebenen Daten sind dort eingetragen. Kliniken und Krankenhäuser in Niedersachsen, die über eine Abteilung der Frauenheilkunde, Geburtshilfe oder Frauenheilkunde und Geburtshilfe verfügen, sind grundsätzlich berechtigt Schwangerschaftsabbrüche vorzunehmen. Sie sind in dem Krankenhausplan des Landes Niedersachsen enthalten, der auf folgender Internetseite veröffentlicht ist: https://www.ms.niedersachsen.de/startseite/gesundheit_pflege/gesundheit/krankenhauser/krankenhausplanung/krankenhausplanung-14156.html.

Ferner hat die Bundesärztekammer eine Liste aller Ärztinnen und Ärzte zuzüglich der Krankenhäuser und Einrichtungen zu führen, die ihr mitgeteilt haben, dass sie Schwangerschaftsabbrüche durchführen. Die bundesweite Liste enthält auch Angaben über die jeweils angewendeten Methoden zur Durchführung eines Schwangerschaftsabbruchs, soweit diese mitgeteilt wurden. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat diese Liste mit weiteren Informationen zum Schwangerschaftsabbruch zu veröffentlichen. Diese Liste wird zur Verfügung gestellt unter https://www.bundesaerztekammer.de/ und https://www.familienplanung.de/beratung/schwangerschaftsabbruch/praxen-kliniken-und-einrichtungen/.

Ein Hinweis zu den Informationen auf anderen Internetseiten: Die elektronischen Verweise (Hyperlinks) können sich jederzeit ändern, so dass sie unter Umständen nicht immer aktuell sind.


Statistische Daten zu Schwangerschaftsabbrüchen (Anzahl, Methoden etc.) sind unter www.destatis.de abrufbar.


ungewollt schwanger Bildrechte: ingimage

Foto: Frau steht vor einer Wand und guckt auf den Boden.

Informationsheft § 218 und Ratgeber für Frauen bei ungewollter Schwangerschaft

Ein Hinweis zu den Ratgebern:

Für die Kostenübernahme bei Schwangerschaftsabbrüchen nach der Beratungsregelung gelten ab dem 01.07.2020 höhere Beträge wie folgt: 1. Die Einkommensgrenze beträgt 1.258 Euro. 2. Der Zuschlag für die Kinder beträgt 258 Euro. 3. Bei den Kosten der Unterkunft wird ein 368 Euro übersteigender Mehrbetrag bis zur Höhe von 368 Euro berücksichtigt.

 Flyer/ Informationsheft mehrsprachig „§ 218“ (Deutsch, Englisch, Französisch, Türkisch, Polnisch und Russisch; Stand: 2021)
(0,54 MB)

 Ratgeber für Frauen bei ungewollter Schwangerschaft (Deutsch; Stand: 2021)
(3,24 MB)

 Ratgeber für Frauen bei ungewollter Schwangerschaft (Englisch; Stand: 2016)
(0,75 MB)

 Ratgeber für Frauen bei ungewollter Schwangerschaft (Französisch; Stand: 2016)
(1,12 MB)

 Ratgeber für Frauen bei ungewollter Schwangerschaft (Arabisch; Stand: 2016)
(0,33 MB)

 Ratgeber für Frauen bei ungewollter Schwangerschaft (Farsi; Stand: 2016)
(0,34 MB)

 Ratgeber für Frauen bei ungewollter Schwangerschaft (Kurmandschi; Stand: 2016)
(0,30 MB)

 Ratgeber für Frauen bei ungewollter Schwangerschaft (Polnisch; Stand: 2016)
(0,77 MB)

 Ratgeber für Frauen bei ungewollter Schwangerschaft (Russisch; Stand: 2016)
(0,77 MB)

 Ratgeber für Frauen bei ungewollter Schwangerschaft (Somali; Stand: 2016)
(0,30 MB)

 Ratgeber für Frauen bei ungewollter Schwangerschaft (Türkisch; Stand: 2016)
(4,22 MB)

Verzeichnis der Ärztinnen und Ärzte, die Schwangerschaftsabbrüche vornehmen

 Ärztinnen und Ärzte in Niedersachsen, die Schwangerschaftsabbrüche vornehmen

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend stellt Informationen über das Schwangerschaftskonfliktgesetz und gesetzliche Regelungen im Kontext des §218 Strafgesetzbuch, Stand: Dezember 2019.

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