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Lies: „Dethlinger Teich muss komplett saniert werden“

- Umweltminister setzt bei Kosten auf Einvernehmen mit dem Bund -


PI 158/2019

Der mit Kampfmitteln und Kampfstoffen verseuchte Dethlinger Teich im Landkreis Heidekreis muss und soll komplett saniert werden. „Wir können nicht einfach einen Deckel draufmachen und hoffen, dass nichts Schlimmes passiert“, so Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies. „Die Frage nach dem ,ob‘ stellt sich für mich gar nicht mehr. Mit Blick auf die Kosten der komplexen und komplizierten Sanierung stehen jetzt das ‚wie‘ und das ‚wer‘ im Fokus. Ich bin sicher, dass wir an diesem Punkt mit dem Bund zu einer guten und tragfähigen Lösung kommen. Denn klar ist: Der Umgang mit diesem Kampfmittelfund einzigartiger Dimension darf nicht am Geld scheitern.“

Eine aktuelle Machbarkeitsstudie des Umweltministeriums schätzt die Kosten für die Entsorgung der gefundenen Kampfmittel und -stoffe sowie des kontaminierten Bodens auf mindestens 50 Millionen Euro und würde mindestens drei Jahre dauern.

Zum Hintergrund:
Der Dethlinger Teich ist eine ehemalige Kieselgur-Grube, in die während und nach dem Zweiten Weltkrieg nicht abschätzbare Mengen an Kampfstoffen (Chemikalien) und schätzungsweise mehr als 100.000 Kampfmittel (Munition) des ehemaligen Deutschen Reichs versenkt wurden. Auch Beute-Kampfmittel der Alliierten, schätzungsweise mehr als 10.000 Granaten, wurden dort „entsorgt“. Über die Jahre sind Kampfstoffe aus den Kampfmitteln ausgetreten, nachgewiesen wurden die hautschädigenden Chemikalien S-Lost und Phosgen.


Artikel-Informationen

02.12.2019

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