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Gottesdienste in Coronazeiten

Was ist erlaubt? - die wichtigsten Fragen (FAQ) und Antworten



Corona beeinträchtigt alle Lebensbereiche - auch die Ausübung des Glaubens und Zusammenkünfte zur Religionsausübung. Sind Gottesdienste und ähnliche Veranstaltungen erlaubt? Die wichtigsten Fragen und Antworten (FAQ) gibt es hier (Stand: 25.08.2021).

FAQ – Regelungen für Zusammenkünfte zur Religionsausübung

Sind in Niedersachsen Zusammenkünfte zur Religionsausübung erlaubt?

Ja, trotz der wieder steigenden Infektionszahlen erlaubt die Landesregierung Zusammenkünfte zur Religionsausübung in Niedersachsen mit Rücksicht auf die verfassungsrechtlich garantierte Religionsfreiheit. Es ist jedoch unbedingt notwendig, Maßnahmen aufgrund eines Hygienekonzeptes zu treffen.

Wie viele Besucherinnen und Besucher einer religiösen Veranstaltung sind erlaubt?

Es dürfen nur so viele Menschen in eine Kirche, eine Synagoge, eine Moschee, ein Cemhaus oder einen anderen Raum eingelassen werden, dass die Gläubigen jeweils 1,5 Meter Abstand voneinander einhalten können (Abstandsgebot).

Muss bei einer religiösen Zeremonie eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden?

Wie in allen geschlossenen Räumen, die öffentlich oder im Rahmen eines Besuchs zugänglich sind, ist auch bei religiösen Veranstaltungen eine medizinische Maske als Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

Abweichend davon darf während einer Veranstaltung, an der die Besucherinnen und Besucher sitzend teilnehmen, die Mund-Nasen-Bedeckung abgenommen werden, soweit und solange die Person einen Sitzplatz eingenommen hat.

Gibt es bei Gottesdiensten Beschränkungen auf Geimpfte, Genesene und Getestete?

Nein. Während in Landkreisen und kreisfreien Städten, in denen mindestens die Warnstufe 1 festgestellt ist oder der Leitindikator „Neuinfizierte“ mehr als 50 beträgt, der Zutritt zu einer Sitzung, Zusammenkunft in geschlossenen Räumen mit mehr als 25 bis zu 1 000 gleichzeitig anwesenden Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf geimpfte, genesene und getestete Personen beschränkt wird (also auch bei Veranstaltungen in Theatern, Kinos und ähnlichen Kultureinrichtungen), gilt dies ausdrücklich nicht für religiöse Veranstaltungen.

Wie muss ein Hygienekonzept für Zusammenkünfte zur Religionsausübung aussehen?

Die Hygienekonzepte für Zusammenkünfte zur Religionsausübung müssen die Grundregeln Abstand – Hygiene – Alltagsmasken berücksichtigen.

In dem Hygienekonzept sind insbesondere Maßnahmen zum Schutz vor Infektionen mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2 vorzusehen, die

1. die Zahl von Personen auf der Grundlage der jeweiligen räumlichen Kapazitäten begrenzen und steuern,

2. der Wahrung der Abstände dienen, auch durch entsprechende Hinweise,

3. das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen in Situationen, in denen einander unbekannte Personen nicht einen Mindestabstand von 1,5 Meter einhalten können, regeln,

4. Personenströme einschließlich Zu- und Abfahrten steuern und der Vermeidung von Warteschlangen dienen,

5. die Nutzung sanitärer Anlagen regeln,

6. das Reinigen von Oberflächen und Gegenständen, die häufig von Personen berührt werden, und von Sanitäranlagen sicherstellen und

7. sicherstellen, dass Räume möglichst durch die Zufuhr von Frischluft gelüftet werden.

Müssen Daten beim Gottesdienstbesuch erhoben und dokumentiert werden?

Bei allen Veranstaltungen mit mehr als 25 bis zu 1 000 gleichzeitig anwesenden Teilnehmerinnen und Teilnehmern, sind personenbezogene Daten der besuchenden oder teilnehmenden Personen zu erheben und bei begründeten Zweifeln auf Plausibilität zu überprüfen, zum Beispiel durch Vorlage eines Personalausweises. Es sind der Familienname, der Vorname, die vollständige Anschrift und eine Telefonnummer (Kontaktdaten) der jeweiligen Person sowie das Erhebungsdatum und die Erhebungsuhrzeit zu dokumentieren. Die Kontaktdaten sind für die Dauer von drei Wochen nach der Erhebung aufzubewahren.

Darf im Gottesdienst gesungen werden?

Die neue Corona-Verordnung enthält keine Regelungen zur Einschränkung des Gemeindegesangs mehr.

Besteht auch die Möglichkeit, Zusammenkünfte zur Religionsausübung unter freiem Himmel auszurichten?

Es ist möglich und im Hinblick auf die Vermeidung von Infektionsgefahren auch sinnvoll, religiöse Zusammenkünfte auch unter freiem Himmel durchzuführen. Es ist jedoch auch für eine solche Zusammenkunft ein Hygienekonzept aufstellen und es sind die Abstandsregeln einzuhalten.
Foto zeicht menschen mit Abstand in Kirche auf Bänke sitzend   Bildrechte: dpa/picture alliance

Gottesdienst in Corona-Zeiten - mit Abstand

Artikel-Informationen

erstellt am:
12.10.2020
zuletzt aktualisiert am:
25.08.2021

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