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Naturschutzgebiet "Schwarzes Moor bei Resse"

Kennzeichen: NSG HA 162


Das Schwarze Moor bei Resse wurde bereits im 19. Jahrhundert durch Gräben entwässert und im bäuerlichen Handtorfstichverfahren abgebaut. Über die vergangenen Jahrzehnte ist der Torfkörper zunehmend mineralisiert, sodass das Schwarze Moor geologisch gesehen in Teilen nicht mehr als Moor anzusprechen ist. Trotz geringer Resttorfauflagen sind allerdings vielfaltige Moorbiotope erhalten geblieben: im Nordwesten Moorheidevegetation im Wechsel mit Wollgrasrasen, Schnabelried-Vegetation, feuchterem Pfeifengras-Moorstadium und Birkenbruch, am Moorrand feuchtere Pfeifengras-Moorstadien mit Schnabelried-Vegetation und Mittlerem Sonnentau (Drosera intermedia). Einen Großteil der Flache des Moores nehmen Kiefern-Birken-Moorwälder ein.

Im Osten gibt es entkusselte Bereiche, in denen Feuchtheiden mit Schnabelriedvegetation vorkommen. Im Südwesten saumt ein etwa 100 m breiter Randsumpf das Moor, ganz im Süden ein extensiv genutzter Grünlandgürtel.

Der Kranich brütet regelmäßig im Südteil des Moores. Die Moorwälder werden von Kolkrabe, Schwarzspecht, Kleinspecht und Pirol als Bruthabitat genutzt. Das Grünland im Süden ist Lebensraum u. a. für Feldlerche, Schwarzkehlchen, Braunkehlchen, Neuntöter und Kiebitz. Waldeidechse, Blindschleiche, Ringelnatter und Kreuzotter kommen im Gebiet ebenso vor wie Moorfrosch und Kleiner Wasserfrosch.

Unter den moortypischen Libellen haben Nordische Moosjungfer (Leucorrhinia rubicunda), Kleine Moosjungfer (Leucorrhinia dubia), Späte Adonislibelle (Ceriagrion tenellum), Kleine Binsenjungfer (Lestes virens) und Speer-Azurjungfer (Coenagrion hastulatum) die höchste Stetigkeit. Weitere moortypische Vertreter sind Hochmoor-Mosaikjungfer (Aeshna subarctica) und Große Moosjungfer (Leucorrhinia pectoralis). Die vom Aussterben bedrohten Schmetterlingsarten Hochmoor-Bläuling (Plebeius optilete) und Hochmoor-Perlmutterfalter (Boloria aquilonaris) sowie das stark gefährdete Große Wiesenvögelchen (Coenonympha tullia) sind ebenfalls nachgewiesen.

Das Gebiet dient dem Schutz des FFH-Gebietes 95 "Helstorfer, Otternhagener und Schwarzes Moor".

Zuständig ist die Region Hannover als untere Naturschutzbehörde.

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Übersichtskarte des Schutzgebietes   Bildrechte: NLWKN

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Verbindlich sind für alle Schutzgebiete die im Amtsblatt veröffentlichten Verordnungen bzw. Karten.

NSG-Schild Bildrechte: NLWKN

Naturschutzgebiet "Schwarzes Moor bei Resse"

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Artikel-Informationen

Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz
Göttinger Chaussee 76 A
D-30453 Hannover

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