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Der 25. Grundwasser-Workshop 2020 online fand am 2. Dezember statt.

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Bei der diesjährigen Veranstaltung standen Anpassungsstrategien an den Klimawandel im Fokus.

Wie künftige Bewirtschaftungsstrategien konkret aussehen könnten, diskutierten die 200 zugeschalteten Akteure im Rahmen von Fachbeiträgen und in virtuellen Themenräumen. Gezielt wurde auf die unterschiedlichen Herausforderungen für Behörden, Versorger, Verbände und Landwirte eingegangen. So rückten neben Fragen der Trinkwasserversorgung auch Strategien für eine zukunftsfähige Bewässerung landwirtschaftlicher Flächen in den Blick.

In seinem Grußwort machte Umweltminister Olaf Lies deutlich, dass die öffentliche Wasserversorgung auch weiterhin Vorrang vor anderen Nutzungen haben müsse. Mit Blick auf ein nachhaltiges Wasserressourcen-management erläuterte er, dass derzeit unter Federführung des Umweltministeriums an einem Wasserversorgungskonzept gearbeitet wird. Als zentralen Meilenstein weist Minister Lies auf das niedersächsische Klimagesetz hin, welches in Kürze im Landtag verabschiedet wird. Damit wird Klimaschutz in der Landesverfassung verankert und Niedersachsen bis 2050 zur Klimaneutralität verpflichtet.

Die Trockenjahre 2018 und 2019 haben in der Kombination zu den tiefsten Grundwasserständen der letzten 32 Jahre geführt. In 2020 blieben die Grundwasserstände bei etwas günstigeren Witterungsverhältnissen auf einem tiefen Niveau. Nach Experteneinschätzung ist künftig eine jahreszeitliche Verschiebung der Niederschläge und der Grundwasserneubildung zu erwarten.

Neben dem landesweiten Wasserversorgungskonzept bedarf es eines integralen Wassermanagements auf regionaler Ebene, um den Anforderungen der Trinkwasserversorgung, aber auch der Feldberegnung und anderer Nutzungen gerecht zu werden. Generell geht es darum, klimaresiliente Strukturen aufzubauen und bestehende Netzwerke der unterschiedlichen Akteure weiter auszubauen. Mit Blick auf das Wasserressourcenmanagement gilt es u.a. auch, den Landschaftswasserhaushalt, z. B. durch Wasserrückhalt in der Fläche, zu stabilisieren.

Den Teilnehmern der Veranstaltung bot sich ein breites Spektrum an fachlichen Erkenntnissen und zukunftweisenden Konzepten, die sich auf verschiedenen Ebenen mit den Folgen des Klimawandels und konkreten Maßnahmen beschäftigen. Die relevanten Akteure auf Bundes- und auf Landesebene sind auf einem guten Weg, resümierte der Moderator des Grundwasser-Workshops Hubertus Schültken.


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