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Auf den Spuren der Erdgeschichte am 20. September: LBEG koordiniert landesweit Aktionen zum Tag des Geotops

Wo haben Dinosaurier ihre Spuren hinterlassen? Warum finden sich Korallen im Harz? Was lässt sich Spannendes auf dem Moor-Energie-Erlebnispfad entdecken? Welche Tiere lebten im Urmeer der Jurazeit? Antworten auf diese und viele weitere Fragen erhalten Besucher am „Tag des Geotops“ am kommenden Sonntag, 20. September.

„Geotope sind Fenster der Erdgeschichte“, sagt Roberto Pierau. Bei dem Geologen laufen innerhalb des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) alle Fäden für den „Tag des Geotops“ zusammen. Das LBEG koordiniert als Geologischer Dienst für Niedersachsen landesweit alle Aktionen an diesem Veranstaltungstag. Geotope prägen das Kultur- und Landschaftsbild einer Region. Sie sind häufig im Bewusstsein der Menschen durch alte Sagen, Legenden und Mythen verankert. So kann es sich genauso gut um imposante Felsformationen, versteinerte Saurierspuren, riesige Findlinge oder auch um verwinkelte Höhlen oder bedeutende Bergwerke handeln.

Vor 153 Millionen Jahren hinterließen Dinosaurier ihre Fußabdrücke, die heute in einem Steinbruch bei Bad Essen bestaunt werden können. Interessierte können sich am kommenden Sonntag auf eine spannende Zeitreise in die Lebenswelt der Urzeitgiganten begeben, bei der ein erfahrener Guide die Teilnehmer in die Geheimnisse der Urzeitgiganten einweiht.

Einstmals ein Korallenriff erhebt sich heute das Kalkmassiv des Ibergs hoch über Bad Grund. Ausgerüstet mit festem Schuhwerk und Regenschutz folgen die Teilnehmer der geführten Exkursion und erfahren mehr zur bewegten Geschichte des Ibergs, wie seine Höhlen entstanden sind und entdecken Spuren des frühen Bergbaus im Harz.

Sportlich geht es mit dem Rad zu einer Tour auf dem Moor-Energie-Erlebnispfad vom Startpunkt Geeste rund um und durch das Dalum-Wietmarscher Moor. Der Naturparkführer und Moorexperte Bernhard Kramer erläutert die Eigenarten dieses außergewöhnlichen Lebensraums. Nach einer Stärkung kann die Tour in das größte Erdöl-Fördergebiet auf deutschem Festland fortgesetzt werden, bei der alles Wissenswerte rund um den Energierohstoff vermittelt wird.

Ein weiterer Schwerpunkt der niedersächsischen Veranstaltungen finden sich im UNESCO-Geopark „Harz. Braunschweiger Land. Ostfalen“. Die Organisation vor Ort erfolgt dezentral u.a. durch Privatpersonen, Vereine, Museen, Kommunen, Rohstoffbetriebe oder Universitäten.

Im vergangenen Jahr besuchten bundesweit mehrere zehntausend Menschen mehr als 300 Veranstaltungen. Trotz Corona werden auch dieses Mal wieder viele Veranstaltungen angeboten, wenn auch in etwas geringerem Umfang und unter besonderen Rahmenbedingungen. Seit dem Jahr der Geowissenschaften 2002 gibt es den Tag des Geotops. Er findet alljährlich deutschlandweit immer am dritten Sonntag im September statt.

Hübichenstein und Iberg bei Bad Grund im Harz.   Bildrechte: LBEG/Eike Bruns
Entstanden als Korallenriff erheben sich der Hübichenstein und der Iberg (im Hintergrund) hoch über Bad Grund im Harz. Sie sind Ziel der geführten Exkursion, die zum Tag des Geotops 2020 am Sonntag, 20. September, angeboten wird.

Zu den Veranstaltungen:

http://www.tag-des-geotops.de/

Pressekontakt: Eike Bruns, Tel.: 0511 643 2274, Björn Völlmar, Tel.: 0511 643 3086,

E-Mail: presse@lbeg.niedersachsen.de, Internet: http://www.lbeg.niedersachsen.de

Artikel-Informationen

erstellt am:
15.09.2020
zuletzt aktualisiert am:
16.09.2020

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