Niedersächsische Staatskanzlei klar

Pressestatement der Vertreter des Landes Niedersachsen im Aufsichtsrat der Volkswagen AG zu den gestern in Wolfsburg vorgenommenen Weichenstellungen

Der Aufsichtsrat der Volkswagen AG hat gestern weitreichende Beschlüsse zur zukünftigen Steuerung des Konzerns gefasst. Die Vertreter des Landes Niedersachsen, Ministerpräsident Stephan Weil und Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann, unterstützen diese Entscheidungen nachdrücklich.

Ein wesentliches Element ist die Bildung von Markengruppen und deren enge Verzahnung mit dem Konzern. Vorteile dieser neuen Struktur sind die Beschleunigung von Entscheidungsprozessen durch eine konsequente Anwendung des Grundsatzes der Subsidiarität und die Nutzung von Synergien.

Ministerpräsident Stephan Weil unterstrich: „Der Konzernvorstand wird entlastet von Entscheidungen, die in den Markengruppen getroffen werden können. Er kann sich stärker auf übergeordnete Belange und die eigentliche Konzernleitung konzentrieren." Damit werde, so Weil, das Agieren der Führungskräfte auf allen Entscheidungsebenen effektiver und effizienter.

An der Konzernspitze geht der Staffelstab über von Matthias Müller an Herbert Diess. Für das Land Niedersachsen bedankte sich Stephan Weil bei Matthias Müller für sein Engagement zum Wohl des Volkswagenkonzerns. Weil: „Matthias Müller hat in einer besonders schwierigen Zeit Verantwortung übernommen. Die Aufarbeitung des Dieselskandals ist entscheidend vorangekommen, wenn auch noch nicht abgeschlossen. Herr Müller hat bei Volkswagen eine längst überfällige Zeitenwende eingeleitet hin zu alternativen Antrieben und hin zum immer stärker vernetzten und digital gesteuerten Fahrzeug."

Den eingeschlagenen Weg werde Herbert Diess auf der Basis der veränderten Strukturen fortsetzen, so Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann: „Ich bin sicher, dass er den Konzern klug und umsichtig führen und nach außen repräsentieren wird. Wir erwarten auch weiterhin richtige und mutige strategische Entscheidungen von Herbert Diess."

Beide Politiker betonten, für das Land gelte auch weiterhin, dass der VW-Konzern nur dann erfolgreich sein werde, wenn sich seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter engagiert auf die Herausforderungen und die Veränderungen in ihrer Arbeitswelt einlassen. Zu den wesentlichen Aufgaben des neuen Vorstandsvorsitzenden gehöre aber insbesondere, dass Volkswagen in den nächsten Jahren in Deutschland und auf den anderen Märkten durch gute Produkte, ein hohes Umweltbewusstsein und große Transparenz das Vertrauen der Kunden vollständig zurückgewinnen könne.

Die weiteren Personalentscheidungen bewirkten eine spürbare Verjüngung des Vorstands.

Insgesamt sei Volkswagen sich bewusst, dass der Dieselskandal nach wie vor nicht vollständig überwunden sei; der Konzern gehe jedoch zu Recht couragiert die nächste Entwicklungsstufe an, so der Wirtschaftsminister.

Ministerpräsident Weil sieht VW gut aufgestellt für die enormen Herausforderungen der nächsten Jahre. Volkswagen habe gute Chancen, die Zeitenwende in der Automobilindustrie erfolgreich zu bestehen, so Weil zuversichtlich.

Artikel-Informationen

13.04.2018

Ansprechpartner/in:
Pressestelle der Niedersächsischen Landesregierung

Nds. Staatskanzlei
Planckstraße 2
30169 Hannover
Tel: 0511/120-6946
Fax: 0511/120-6833

http://www.niedersachsen.de

zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln