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Reisen & Quarantäne – Antworten auf häufig gestellte Fragen

Hier informieren wir Sie zu:



(Urlaubs)Reisen in das Ausland

Generell ist festzustellen, dass Reisen in Zeiten einer weltweiten Pandemie nicht frei von Risiko sein können, auch dann nicht, wenn eine Region in Europa aufgrund der aktuellen Inzidenz-Zahlen nicht mehr als Risikogebiet eingestuft wird.
Ähnlich wie in Deutschland in der Vergangenheit beobachtbar, ist ein aktuell ruhiges Infektionsgeschehen kein Garant dafür, dass dieses sich auch so fortsetzt. Gerade in jetzt stark besuchten Urlaubsregionen treffen dort Menschen aus allen Teilen Deutschlands und anderen Teilen Europas zusammen, in denen teilweise ein hohes und teilweise sehr hohes Infektionsgeschehen oder die Ausbreitung der Delta-Variante festzustellen ist.

Insofern besteht nicht nur theoretisch, sondern rein praktisch eine erhöhte Gefahr sich in einem solchen Gebiet anzustecken. Die vor Ort ermittelte Inzidenz (als Grundlage der Einstufung zum Risikogebiet) zielt ja nicht auf die Touristen, sondern auf das Infektionsgeschehen der örtlichen Bevölkerung.
Eine einmalige Testung der Touristen bei der Einreise führt angesichts der potentiell längeren Infektionszeit nicht zu der notwendigen Sicherheit. Ein Test bei Einreise bildet stets nur den jeweils aktuellen Status ab. Eine Infektion wird gerade zu Beginn der Erkrankung durch den Test nicht sicher identifiziert. Für eine hinreichend sichere Identifikation von Covid-19-Erkrankungen ist eine Beobachtung über einen längeren Zeitraum in Quarantäne notwendig.
Eine Erkrankung an Covid-19 wird auch bei der Rückkehr ins Heimatland nicht immer sofort festgestellt werden. Bis zu 14 Tage nach einem negativen PCR Test kann es bei den Virusmutationen noch zu einer Ausprägung einer Covid-19-Infektion kommen.

Zu beachten ist dabei auch, dass die Einstufung zum Risikogebiet oder gar zum Virusmutationsgebiet auch während des Urlaubs erfolgen kann. Entscheidend für die daraus beispielsweise folgende Quarantäne ist dabei der Zeitpunkt Ihrer Rückkehr nach Niedersachsen und nicht der Umstand, dass Sie in ein (zum Zeitpunkt des Urlaubsantritts) „Nicht-Risikogebiet“ gereist sind.

Ebenfalls ist zu beachten, dass mögliche Reiseländer auch ihrerseits Regelungen für die Einreise von deutschen Touristen getroffen haben.

» Hier geht es zu mehr Informationen über Ihr mögliches Reiseziel.


Ein- bzw. Rückreise aus dem Ausland:

Quarantäneregelungen sowie Testpflicht bei Rück- und Einreise nach Niedersachsen

Die Einreise-Verordnung des Bundes vom 30.07.2021 regelt vollständig und abschließend den Rahmen bei der Ein- oder Rückreise in die Bundesrepublik Deutschland aus Risikogebieten.

+++ Aktueller Hinweis 30. Juli +++

Seitens der Bundesregierung ist die EinreiseVO angepasst worden und tritt am 1. August in Kraft.
Das Bundesgesundheitsministerium informiert hierzu wie folgt:

"Die Neufassung der Coronavirus-Einreiseverordnung tritt am 1. August 2021 in Kraft.
Ab dem 1. August 2021
gelten unter anderem die folgenden Neuerungen:

Bezüglich der Ausweisung von Risikogebieten:

Risikogebiete werden ab dem 1. August 2021 in zwei Kategorien ausgewiesen: Hochrisikogebiete und Virusvariantengebiete. Die Kategorie der „einfachen“ Risikogebiete entfällt.

Bezüglich der Nachweispflicht:

  • Ab dem 1. August 2021 sind alle Einreisenden – unabhängig davon, ob sie sich in einem Hochrisikogebiet oder Virusvariantengebiet aufgehalten haben oder nicht – verpflichtet, bei Einreise über einen Nachweis des Nichtvorliegens einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 (Impf-, Test-, Genesenennachweis) zu verfügen.
  • Hinweis: Die strenge Testpflicht für Einreisende nach Voraufenthalt in einem Virusvariantengebiet besteht fort.
  • Kinder unter 12 Jahren sind von der Nachweispflicht befreit.

Bezüglich der Einreisequarantäne:

  • Die Absonderungspflicht gilt nunmehr vorerst bis zum 30.09.2021.

  • Für Kinder unter 12 Jahren endet die Quarantäne nach Voraufenthalt in einem Hochrisikogebiet nach dem fünften Tag der Einreise automatisch.

Bezüglich der Einreise mit Kindern:

Kinder unter 12 Jahren sind von der Nachweispflicht befreit. Für sie endet die Quarantäne nach Voraufenthalt in einem Hochrisikogebiet nach dem fünften Tag der Einreise automatisch.

Information für Geimpfte und Genesene:

Impf- und Genesenennachweise können einen negativen Testnachweis ersetzen und von der Einreisequarantäne befreien. Dies gilt derzeit jeweils nicht bei Voraufenthalt in einem Virusvariantengebiet."


Auf der nachfolgende Seite der Bundesregierung finden Sie die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick:

https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/faq-reisen-1735032





WICHTIG:
Wir weisen darauf hin, dass sich die hier nachstehenden Grafiken und Erläuterungen zunächst auf die letzte Änderung der EinreiseVO von Mittwoch, den 28. Juli beziehen. Wir aktualisieren schnellstmöglich!


Für die Festlegung der Maßnahmen ist zunächst zwischen normalen Risikogebieten, Hochinzidenzgebieten und Virusvarianten-Gebieten zu unterscheiden:

  • (Normale) Risikogebiete sind Gebiete, die im Sinne des § 2 Nr.17 des Infektionsschutzgesetzes mit einem erhöhten Risiko für eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-als Risikogebiet eingestuft und durch das Robert Koch-Institut veröffentlicht worden sind.
  • Hochinzidenzgebiete sind Risikogebiete, in denen eine besonders hohe Inzidenz für die Verbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 besteht.
  • Virusvarianten-Gebiete sind Risikogebiete, in denen bestimmte Varianten des Coronavirus SARS-CoV-2 verbreitet aufgetreten sind.
Die jeweils aktuellen Listen aller drei Risikogebietstypen finden sich auf der RKI-Webseite:https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete_neu.html
Schaubild: Definition von Risikogebieten   Bildrechte: Stk
Urlaubsrückreise Flugreise  
Urlaubsrückreise Risikogebiet (normal)  
Urlaubsrückreise Hochinzidenzgebiet  
Urlaubsrückreise Virusvariantengebiet  

»» DOWNLOAD: Grafiken zur Einreise - Download als PDF (Stand: 28.07.2021)


Wenn mein Reiseland den Status der Einstufung wechselt - welcher Zeitpunkt ist für die Festlegung der entsprechenden Maßnahme entscheidend?
Eine etwaige Quarantäne-, Test- oder Anmeldepflicht setzt eine Einstufung des fraglichen Aufenthaltsgebiets als Risikogebiet zum Zeitpunkt der Einreise nach Deutschland voraus.
Wird also das Gebiet vor der Einreise nach Deutschland von der Liste genommen, dann gelten keine Beschränkungsmaßnahmen.
Wird das Gebiet beispielsweise vor meiner Einreise nach Deutschland vom Hochinzidenz zum einfachen Risikogebiet umgestuft, so gelten die erforderlichen Regeln für das „einfache Risikogebiet“.
Umgekehrt gilt dies gleichermaßen – wird mein Reiseland vor der Einreise nach Deutschland vom Risikogebiet zu einem Virusvariantengebiet hochgestuft, dann gelten entsprechend die strengeren Regel für das Virusvariantengebiet.

Was ändert sich durch die Änderung der EinreiseVO zum 28. Juli?
Am grundsätzlichen Verfahren (Digitale Einreiseanmeldung, Nachweispflicht Test bzw. Impfung/Genesen sowie Quarantäne) und der unterschiedlichen Einstufung von betroffenen Ländern (einfaches Risikogebiet, Hochinzidenz- und Virusvariantengebiet) ändert sich nichts.

Die Änderung vom 28. Juli bezieht sich vorrangig auf den Zeitraum der Quarantäne bei Reisenden aus Virusvariantengebieten (14 Tage), sofern in dieser Zeit das Land „herabgestuft“ wird. Wird das betroffene Virusvariantengebiet noch während der Absonderungszeit in Deutschland herabgestuft (d.h. es wird als ein Hochinzidenzgebiet oder als ein einfaches Risikogebiet eingestuft), gelten dann für die Beendigung der Absonderung die Regelungen für Hochinzidenzgebiete bzw. einfache Risikogebiete.
Dies bedeutet beispielsweise, dass vollständige Geimpfte/Genesene mit der Übermittlung des entsprechenden Nachweises an das zuständige Gesundheitsamt die Quarantäne beenden können.

Generell endet die Pflicht zur Quarantäne automatisch, sobald das betroffene Gebiet nicht mehr unter www.rki.de/risikogebiete gelistet ist (sogenannte Entlistung).





Drei erforderliche Schritte bei der Ein- oder Rückreise nach Niedersachsen aus og. Risikogebieten

1 - Einreiseanmeldung | 2 - Testpflicht | 3 - Quarantäne


Schritt 1 – Digitale Einreiseanmeldung

Welche Einreiseanmeldung ist nach der Coronavirus-Einreiseverordnung erforderlich?
Einreisende, die sich in den letzten zehn Tagen vor Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten haben, müssen die elektronische Einreiseanmeldung (DEA) unter www.einreiseanmeldung.de nutzen. Es gibt die Möglichkeit einer Ersatzmitteilung, wenn die digitale Einreisanmeldung nicht möglich ist. Beförderungsunternehmen müssen den DEA-Nachweis kontrollieren. Es werden Regelungen für Einreisen aus dem Schengen-Raum und den Nicht-Schengen-Raum getroffen. Im Einzelnen muss sich der Reisende hiernach erkundigen. Dies kann er auf der Internetseite des Bundesgesundheitsministers, des Auswärtigen Amtes und des BMI finden.

· Es gibt Ausnahmen von der Anmeldepflicht für Einreisende aus Risikogebieten.

· Es gibt Ausnahmen für Einreisen aus Hochinzidenzgebieten

· Es gibt wenige Ausnahmen für Einreisen aus Virusvarianten Gebieten.

Welche Ausnahmen gibt es für die Einreiseanmeldung für Einreisen aus Risikogebieten?
Von der Anmeldepflicht werden Personen ausgenommen, die:

  1. durch ein Risikogebiet lediglich durchgereist sind und dort keinen Zwischenaufenthalt hatten,

  2. zur Durchreise in die Bundesrepublik Deutschland einreisen und die Bundesrepublik Deutschland auf schnellstem Wege wieder verlassen, um die Durchreise abzuschließen,

  3. bei Einhaltung angemessener Schutz- und Hygienekonzepte als Transportpersonal in die Bundesrepublik Deutschland einreisen,
    *** Virusvariantengebiet: Ausnahmen nur, wenn der Aufenthalt nicht mehr als 72 Stunden beträgt

  4. als Teil von offiziellen Delegationen über das Regierungsterminal des Flughafens Berlin Brandenburg oder über den Flughafen Köln/Bonn nach Deutschland zurückreisen und sich weniger als 72 Stunden in einem Risikogebiet aufgehalten haben,

  5. zum Zwecke einer Behandlung einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 in die Bundesrepublik Deutschland verbracht werden, weil eine stationäre Behandlung im Krankenhaus aufgrund einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 erforderlich ist und diese Behandlung vor Ort im Ausland nicht sichergestellt werden kann,

  6. sich im Rahmen des Grenzverkehrs weniger als 24 Stunden in einem Risikogebiet aufgehalten haben oder für bis zu 24 Stunden in die Bundesrepublik Deutschland einreisen,

  7. Grenzpendler oder Grenzgänger sind,
    *** Virusvariantengebiet: Ausnahme nur, sofern deren Tätigkeiten für die Aufrechterhaltung betrieblicher Abläufe dringend erforderlich und unabdingbar

  8. Polizeivollzugsbeamte sind, die aus dem Einsatz und aus einsatzgleichen Verpflichtungen aus dem Ausland zurückkehren,
    *** Virusvariantengebiet: keine Ausnahme

  9. vom Anwendungsbereich des § 54a Absatz 1 des Infektionsschutzgesetzes erfasst sind,
    *** Virusvariantengebiet: keine Ausnahme

  10. Angehörige ausländischer Streitkräfte sind,
    *** Virusvariantengebiet: keine Ausnahme

  11. bei Aufenthalten von weniger als 72 Stunden in der Bundesrepublik Deutschland oder in einem Risikogebiet

    a) aufgrund des Besuchs von Verwandten ersten Grades, des nicht dem gleichen Hausstand angehörigen Ehegatten oder Lebensgefährten oder eines geteilten Sorgerechts oder eines Umgangsrechts einreisen, oder
    b) hochrangige Mitglieder des diplomatischen oder konsularischen Dienstes, von Volksvertretungen oder Regierungen sind.
    *** Virusvariantengebiet: Keine Ausnahme

Gibt es Ausnahmen für die Einreiseanmeldung für vollständig geimpfte oder genesene Personen?

Nein.


Schritt 2 – Testpflicht

Wenn Sie aus dem Ausland in die Bundesrepublik Deutschland einreisen und sich innerhalb von 10 Tagen vor der Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten haben, sind Sie verpflichtet, bis spätestens 48 Stunden nach Ihrer Einreise nachzuweisen, dass Sie nicht mit dem Coronavirus infiziert sind. Bei der Einreise auf dem Luftweg muss dieser Nachweis bereits BEI der Einreise (zum Abflug) vorliegen.

Die zuständige Behörde (in der Regel das Gesundheitsamt) kann die Vorlage eines Nachweises von Ihnen bis zu zehn Tagen nach Einreise verlangen. Testnachweise sind entweder ein Testergebnis oder ein ärztliches Zeugnis hinsichtlich des Nichtvorliegens einer Infektion mit dem Coronavirus.
Die Coronavirus-Einreiseverordnung stellt dabei genesene, geimpfte und getestete Personen grundsätzlich gleich. Wer bereits über einen Genesenen- oder Impfnachweis verfügt, muss daher kein negatives Testergebnis vorweisen können. Für einzelne Ausnahmen von der nachfolgenden Quarantäne (siehe Schritt 3 - § 6 Abs. 2) ist allerdings noch ein Testnachweis notwendig.

Wichtig: Bei Einreise aus einem Virusvariantengebiet sind Reisende ausnahmslos verpflichtet, bereits bei Einreise ein negatives Testergebnis vorzulegen - hier reicht der Impf- bzw. Genesenen-Nachweis nicht aus.



Erläuterung zum Nachweis: Genesen oder Geimpft

Der Nachweis einer vorherigen Infektion kann in deutscher, englischer, französischer, italienischer oder spanischer Sprache sowie in verkörperter oder digitaler Form erbracht werden. Erforderlich ist eine Testung durch eine Labordiagnostik mittels Nukleinsäurenachweis (PCR, PoC-PCR oder weitere Methoden der Nukleinsäureamplifikationstechnik). Diese muss mindestens 28 Tage sowie höchstens sechs Monate zurückliegen.

Der Nachweis einer vollständigen Schutzimpfung ist in deutscher, englischer, französischer, italienischer oder spanischer Sprache sowie in verkörperter oder digitaler Form möglich. Die Schutzimpfung muss mit einem oder mehreren vom Paul-Ehrlich-Institut unter https://www.pei.de/impfstoffe/covid-19 genannten Impfstoffen sowie vollständig erfolgt sein. Bei einer genesenen Person genügt eine Impfstoffdosis. Darüber hinaus müssen seit der letzten Einzelimpfung mindestens 14 Tage vergangen sein.



Wie kann die Testpflicht erfüllt werden?
Zur Erfüllung der Testpflicht nach der Coronavirus-Einreiseverordnung des Bundes genügt es, dass das ärztliche Zeugnis oder Testergebnis über das Nichtvorliegen einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 spätestens 48 Stunden nach der Einreise aus einem (normalen) Risikogebiet vorliegt. Das ist auch vertretbar, weil die Einreisenden sich dann ja ohnehin zunächst in Quarantäne begeben müssen.

Der Testpflicht kann bei einer Einreise durch eine Testung binnen 48 Stunden vor Anreise oder durch eine Testung unmittelbar nach der Einreise nachgekommen werden.

Wichtige Ausnahme hiervon:
Hochinzidenzgebiet und Virusvariantengebiet - hier sind Reisende verpflichtet, bereits bei der Einreise ein negatives Testergebnis vorzulegen. Und generell ist bei der Einreise auf dem Luftweg ein negatives Testergebnis vorzulegen.

Was kann ich über die rechtlichen Pflichten hinaus noch tun, um das Virus nach meinem Urlaub nicht unbeabsichtigt weiterzutragen?

Eine negative Testung kurz vor der Einreise stellt in der Tat immer nur eine Momentaufnahme dar. Wir empfehlen deshalb 5 bis 7 Tagen nach Ihrer Einreise eine Wiederholungstestung vorzunehmen und bis dahin auf ihre Kontakte zu achten, auch wenn derzeit dazu keine rechtliche Verpflichtung besteht.

Gerade in jetzt stark besuchten Urlaubsregionen treffen Menschen aus allen Teilen Europas zusammen, in denen teilweise ein hohes Infektionsgeschehen oder Virusvarianten festzustellen sind. Insofern besteht nicht nur theoretisch, sondern rein praktisch eine erhöhte Gefahr sich in einem solchen Gebiet anzustecken. Auch können frische Infektionen mit dem Einreisetest vielleicht noch nicht abgebildet werden oder man infiziert sich zwischen dem Test und der Einreise. Und bitte beachten Sie dabei: Auch Geimpfte und Genesene können sich noch infizieren und das Virus weitergeben.

Mit einem Wiederholungstest ein paar Tage (5 bis 7) nach Ihrer Einreise schützen Sie sich selbst, Ihre Familie sowie Ihr Umfeld am besten.

Schritt 3 – Pflicht zur Absonderung (Quarantäne)

Im Grundsatz gilt mit der neu gefassten Coronavirus-Einreiseverordnung bundeseinheitlich die Pflicht zur Absonderung (Quarantäne) für Einreisende, die sich in den letzten zehn Tagen vor der Einreise nach Deutschland in einem Risikogebiet aufgehalten haben.

Die Pflicht zur Absonderung bei Einreise aus normalen Risikogebieten für getestete, geimpfte und genesene Personen entfällt bzw. endet, wenn diese über das Einreiseportal www.einreiseanmeldung.de an die zuständige Behörde einen entsprechenden negativen Testnachweis übermitteln.

Ausnahme hiervon in:

  • Hochinzidenzgebiet:
    hier ist eine Testung zur frühzeitigen Beendigung der Absonderung erst fünf Tage nach der Einreise möglich.
  • Virusvariantengebiet:
    hier sind keine Ausnahmen von der Qurantäne für Geimpfte, Genesene oder negativ getestete Personen zulässig


Gibt es andere Ausnahmen von der Quarantänepflicht für Einreisen aus Risikogebieten?
Die Pflicht zur Absonderung besteht nicht für Personen, die:

  1. durch ein Risikogebiet lediglich durchgereist sind und dort keinen Zwischenaufenthalt hatten,

  2. zur Durchreise in die Bundesrepublik Deutschland einreisen und die Bundesrepublik Deutschland auf schnellstem Wege wieder verlassen, um die Durchreise abzuschließen,

  3. bei Einhaltung angemessener Schutz- und Hygienekonzepte als Transportpersonal in die Bundesrepublik Deutschland einreisen,
    *** Virusvariantengebiet: Ausnahmen nur, wenn der Aufenthalt nicht mehr als 72 Stunden beträgt

  4. als Teil von offiziellen Delegationen über das Regierungsterminal des Flughafens Berlin Brandenburg oder über den Flughafen Köln/Bonn nach Deutschland zurückreisen und sich weniger als 72 Stunden in einem Risikogebiet aufgehalten haben,

  5. zum Zwecke einer Behandlung einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 in die Bundesrepublik Deutschland verbracht werden, weil eine stationäre Behandlung im Krankenhaus aufgrund einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 erforderlich ist und diese Behandlung vor Ort im Ausland nicht sichergestellt werden kann,

  6. sich im Rahmen des Grenzverkehrs weniger als 24 Stunden in einem Risikogebiet aufgehalten haben oder für bis zu 24 Stunden in die Bundesrepublik Deutschland einreisen,

  7. Grenzpendler oder Grenzgänger sind,
    *** Virusvariantengebiet: Ausnahme nur, sofern deren Tätigkeiten für die Aufrechterhaltung betrieblicher Abläufe dringend erforderlich und unabdingbar

  8. Polizeivollzugsbeamte sind, die aus dem Einsatz und aus einsatzgleichen Verpflichtungen aus dem Ausland zurückkehren,
    *** Virusvariantengebiet: keine Ausnahme

  9. vom Anwendungsbereich des § 54a Absatz 1 des Infektionsschutzgesetzes erfasst sind,
    *** Virusvariantengebiet: keine Ausnahme

  10. Angehörige ausländischer Streitkräfte sind,
    *** Virusvariantengebiet: keine Ausnahme

  11. bei Aufenthalten von weniger als 72 Stunden in der Bundesrepublik Deutschland oder in einem Risikogebiet

    a) aufgrund des Besuchs von Verwandten ersten Grades, des nicht dem gleichen Hausstand angehörigen Ehegatten oder Lebensgefährten oder eines geteilten Sorgerechts oder eines Umgangsrechts einreisen, oder
    b) hochrangige Mitglieder des diplomatischen oder konsularischen Dienstes, von Volksvertretungen oder Regierungen sind.
    *** Virusvariantengebiet: Keine Ausnahme


Müssen Kinder (unter 6 Jahren) ebenfalls in die Quarantäne?
Kinder (bis einschließlich 5 Jahre) müssen in Quarantäne, sofern die Rückreise aus einem Hochinzidenz- bzw. Virusvariantengebiet erfolgt und unterliegen somit den gleichen Rahmenbedingungen wie erwachsene (ungeimpfte) Personen. Eine Freitestung nach 5 Tagen Quarantäne (bei Hochinzidenzgebieten) entfällt bei Kindern unter 6 Jahren, die Quarantäne endet somit 5 Tage nach der Einreise.
Die Quarantäne entfällt auch, wenn das Kind als genesene Person gilt. Genesene Kinder können dabei nur in dem maßgeblichen halben Jahr nach der Infektion vollständig freigestellt sein.

Zwei Beispiele:

  • Geimpftes Großelternpaar kommt mit Enkelkind (5 Jahre alt) aus Spanien (28.7. = Hochinzidenzgebiet) zurück:
    Großeltern sind vollständig geimpft und müssen nicht in Quarantäne, das fünfjährige Kind allerdings schon. Die Quarantäne endet nach fünf Tagen automatisch, ohne einen Test.

  • Familie kehrt mit zwei Kinder (2 und 5 Jahre alt) aus Dänemark (28.7. = Risikogebiet) zurück:
    Eltern sind negativ getestet = keine Quarantäne, die beiden Kinder (1 und 4 Jahre alt) ohne Pflicht zur Testung auch nicht, weil sie bereits nach § 2 Abs. 6 SchAusnahmV als getestete Person ohne Symptome gelten.

Gibt es darüber hinaus Ausnahmen von der Quarantäne, wenn ich einen negativen Test vorlegen kann?
Ja, für Personen, die über einen negativen Testnachweis verfügen UND

  • deren Tätigkeit unabdingbar ist für die Aufrechterhaltung

    aa) der Funktionsfähigkeit des Gesundheitswesens, insbesondere Ärzte, Pflegekräfte, unterstützendes medizinisches Personal und Betreuungspersonal,

    bb) der öffentlichen Sicherheit und Ordnung,

    cc) der Pflege diplomatischer und konsularischer Beziehungen,

    dd) der Funktionsfähigkeit der Rechtspflege,

    ee) der Funktionsfähigkeit von Volksvertretung, Regierung und Verwaltung des Bundes, der Länder und der Kommunen, oder

    ff) der Funktionsfähigkeit der Organe der Europäischen Union und von internationalen Organisationen,

  • einreisen aufgrund

    aa) des Besuchs von Verwandten ersten oder zweiten Grades, des nicht dem gleichen Hausstand angehörigen Ehegatten oder Lebensgefährten oder eines geteilten Sorgerechts oder eines Umgangsrechts,

    bb) einer dringenden medizinischen Behandlung, oder

    cc) des Beistands oder zur Pflege schutz- oder hilfebedürftiger Personen,

  • sich für bis zu fünf Tage zwingend notwendig und unaufschiebbar beruflich veranlasst, wegen ihrer Ausbildung oder ihres Studiums in einem Risikogebiet aufgehalten haben oder in die Bundesrepublik Deutschland einreisen,

  • zur Vorbereitung, Teilnahme, Durchführung und Nachbereitung internationaler Sportveranstaltungen durch das jeweilige Organisationskomitee akkreditiert werden oder von einem Bundessportfachverband zur Teilnahme an Trainings- und Lehrgangsmaßnahmen eingeladen sind,

  • zum Zwecke einer mindestens dreiwöchigen Arbeitsaufnahme in die Bundesrepublik Deutschland einreisen, wenn

    aa) am Ort ihrer Unterbringung und ihrer Tätigkeit in den ersten zehn Tagen nach ihrer Einreise gruppenbezogen betriebliche Hygienemaßnahmen und Vorkehrungen zur Kontaktvermeidung außerhalb der Arbeitsgruppe ergriffen werden, die einer Absonderung vergleichbar sind,

    bb) das Verlassen der Unterbringung nur zur Ausübung ihrer Tätigkeit gestattet ist, und

    cc) der Arbeitgeber die Arbeitsaufnahme vor ihrem Beginn bei der zuständigen Behörde anzeigt und die ergriffenen Maßnahmen nach den Buchstaben aa und bb dokumentiert.


Wie ist das bei einer Rückkehr aus dem Urlaub aus einem einfachen Risikogebiet – muss ich noch in Quarantäne?

Die häusliche Quarantäne kann vorzeitig beendet werden,
wenn ein Impf- bzw. Genesenen-Nachweis über das Einreiseportal der Bundesrepublik unter https://einreiseanmeldung.de übermittelt wird.


Verfügen Sie nicht über einen Impf- bzw. Genesen-Nachweis, kann die häusliche Quarantäne vorzeitig beendet werden,
wenn ein negativer Testnachweis über das Einreiseportal der Bundesrepublik unter https://einreiseanmeldung.de übermittelt wird.


Die Quarantäne kann ab dem Zeitpunkt der Übermittlung des jeweiligen Nachweises beendet werden.
Dabei gilt, dass ein Testnachweis max. 48 Stunden vor der Übermittlung bzw. der Einreise zurückliegen darf. Wird ein Testnachweis erst nach der Einreise übermittelt, müssen Sie in der Zwischenzeit, also zwischen der Einreise und der Übermittlung des jeweiligen Nachweises, in die Absonderung gehen.

Wichtig: Wird der jeweilige Nachweis bereits vor Einreise übermittelt (z.B. bei einer Flugreise), so ist keine Quarantäne erforderlich.

Bitte beachten Sie, dass bei allen Flugreisen ein Testnachweis bei einem Rückflug obligatorisch vorliegen muss, da die Fluggesellschaft Sie sonst nicht befördern darf. Dieser Testnachweis darf max. 48 Stunden vor der Einreise durchgeführt worden sein und muss bei der Einreise vorliegen. Alle Personen, die per Flugzeug in die Bundesrepublik einreisen, müssen vor dem Abflug dem Beförderer ein negatives Testergebnis, einen Impf- bzw. Genesenen-Nachweis vorlegen. Diese Nachweispflicht gilt für alle Einreisen per Flugzeug aus dem Ausland unabhängig davon, ob Sie sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben.

Erfolgt die Rückreise nicht per Flugzeug reicht es aus, wenn Sie über den entsprechenden Nachweis spätestens 48 Stunden nach Ihrer Einreise verfügen und über das Einreiseportal übermitteln.

Es reicht somit bei Einreisen aus einfachen Risikogebieten aus, wenn ein Genesenen-Nachweis, ein Impfnachweis oder ein Testnachweis mit negativem Testergebnis innerhalb von 48 Stunden vor der Einreise durchgeführt und mit der Einreiseanmeldung übermittelt wird, um alle Nachweispflichten und Übermittlungspflichten zu erfüllen und zugleich eine Quarantäne vorzeitig zu beenden bzw. ganz zu vermeiden.


Auf welchem Weg, kann ich meinen negativen Test oder meinen Impf- bzw. Genesen-Nachweis an das Gesundheitsamt übermitteln?
Abfotografierte verkörperte Nachweise gelten nicht als in digitaler Form vorliegende Nachweise. Dadurch sollen Manipulationen und damit missbräuchliche Verwendungen (insbesondere beim Impfnachweis) ausgeschlossen werden. Nachweise in digitaler Form sollten vom berechtigten Aussteller digital ausgestellt und digital dem Berechtigten übermittelt worden sein.
Bis zu der Einführung des europäischen digitalen Impfausweises können Sie das per Mail (mit eingescannter Datei ihres Nachweises) oder postalisch mit einer Kopie des Test-, Impf- bzw. Genesenen-Nachweis übermitteln.


Muss ich dann auf eine Bestätigung des Gesundheitsamtes warten und solange in Quarantäne bleiben?
Nein, die Übersendung reicht hier aus.


Was kann ich über die rechtlichen Pflichten hinaus noch tun, um das Virus nach meinem Urlaub nicht unbeabsichtigt weiterzutragen?

Eine negative Testung kurz vor der Einreise stellt in der Tat immer nur eine Momentaufnahme dar. Wir empfehlen deshalb 5 bis 7 Tagen nach Ihrer Einreise eine Wiederholungstestung vorzunehmen und bis dahin auf ihre Kontakte zu achten, auch wenn derzeit dazu keine rechtliche Verpflichtung besteht.

Gerade in jetzt stark besuchten Urlaubsregionen treffen Menschen aus allen Teilen Europas zusammen, in denen teilweise ein hohes Infektionsgeschehen oder Virusvarianten festzustellen sind. Insofern besteht nicht nur theoretisch, sondern rein praktisch eine erhöhte Gefahr sich in einem solchen Gebiet anzustecken. Auch können frische Infektionen mit dem Einreisetest vielleicht noch nicht abgebildet werden oder man infiziert sich zwischen dem Test und der Einreise.

Und bitte beachten Sie dabei: Auch Geimpfte und Genesene können sich noch infizieren und das Virus weitergeben.

Mit einem (Wiederholungs)Test ein paar Tage (3 bis 5) nach Ihrer Einreise schützen Sie sich selbst, Ihre Familie sowie Ihr Umfeld am besten.

Ich bin für viele Woche für einen Urlaub in Portugal – bei meiner Einreise nach Lissabon war dies nur ein einfaches Risikogebiet, dann war es ein Virusvariantengebiet und jetzt Hochinzidenzgebiet.

Welche Regel gilt für mich, wenn ich jetzt zurückkehre?
Entscheidend für alle Einreiseregelungen ist der Zeitpunkt Ihrer Rückkehr nach Deutschland/Niedersachsen und die Einstufung Ihres Urlaubslandes zu diesem Zeitpunkt.


Und was ist, wenn mein Urlaubsland bei meiner Rückkehr nach Niedersachsen ein Hochinzidenzgebiet ist?
Einreisende nach Voraufenthalt in einem Hochinzidenzgebiet können die häusliche Quarantäne vorzeitig beenden, wenn sie einen Impf- oder Genesenennachweis über das Einreiseportal übermitteln, alternativ besteht ab dem fünften Tag auch die Möglichkeit der „Freitestung“ durch Übermittlung eines negativen Testnachweises. Die Quarantäne kann jeweils ab dem Zeitpunkt der Übermittlung beendet werden.


Was gilt für Verwandtenbesuche?
Bei normalen Risikogebieten gilt für kurze Besuche von

  • Verwandten 1. Grades (Vater, Mutter, Kind sowie Ehepartner*innen, Lebensgefährten, Lebensgefährtin sowie im Rahmen eines Sorge- oder Umgangsrechts), wenn der Besuch kürzer als 72 Stunden ist,

dass weder die Anmeldung, noch ein Test oder die Quarantäne durchzuführen ist.


Bei längeren Aufenthalten (über 72 Stunden) besteht die Ausnahme von der Quarantäne (allerdings dann mit Anmeldung und Test) für Besuche von

  • Verwandten 1. oder 2. Grades (Vater, Mutter, Kind, Großeltern, Enkel, Geschwister) sowie Ehepartner*innen, Lebensgefährten, Lebensgefährtin sowie im Rahmen eines Sorge- oder Umgangsrechts
Diese Ausnahme gilt für den Besuch von Verwandten in Niedersachsen aus einem (normalen) Risikogebiet bzw. Hochinzidenzgebiet.
Umgekehrt gilt das auch, wenn ich von einem Verwandtenbesuch aus einem Risikogebiet zurückkehre. Habe ich also nach dem Besuch meiner Großmutter z.B. in den Niederlanden einen Negativtest, muss ich nach der Rückkehr nicht in die Quarantäne.


Habe ich Anspruch darauf, dass mich der Arbeitgeber testen lässt, wenn ich von einem Verwandtenbesuch aus einem Risikogebiet zurückkomme?
Der Arbeitgeber ist nicht verpflichtet, einen Test durchzuführen oder durchführen zu lassen. Der Arbeitgeber kann vielmehr in den genannten Fällen des Verwandtenbesuchs mittels eines Test vor der Wiederaufnahme der Tätigkeit die Quarantänepflicht beenden, damit der Arbeitnehmer wieder zur Verfügung steht. Der Arbeitnehmer muss in Niedersachsen seinen Wohnsitz haben und natürlich ein Arbeitsverhältnis. Es geht dabei um die Fälle, in denen der Arbeitnehmer oder die Arbeitnehmerin Verwandte ersten Grades, den Ehegatten oder der die Ehegattin, den Lebensgefährten oder die Lebensgefährtin im Ausland (Risikogebiet oder Hochinzidenzgebiet) besucht hat und nun zur Arbeitsaufnahme zurückkommt.


Wozu ist der Arbeitgeber verpflichtet?
Der Arbeitgeber muss sich vergewissern, dass vor der Arbeitsaufnahme ein Negativtest vorliegt, weil ansonsten die Tätigkeit nicht wieder aufgenommen werden darf. Bis ein Negativtest vorliegt, muss die Person sich in die Quarantäne begeben.


Wenn ich schon bei der Einreise über einen negativen Test verfüge und ich deshalb nicht in die Quarantäne gehen muss (z.B. nach dem Besuch bei der Ehefrau oder dem Lebenspartner), brauche ich dann noch einen weiteren Test vor der Wiederaufnahme der Arbeit?
Nein. In vielen Fällen bringen die Beschäftigten schon den bei der Einreise oder binnen 48 Stunden eingeholten Test mit.

Denn nach Besuchen von Verwandten kann eine Quarantäne vermieden werden, wenn bei der Einreise ein Negativtest vorliegt.

Diesen Negativ-Test bei Einreise kann sich der Arbeitgeber zu eigen machen, der höchstens 48 Stunden vor der Einreise vorgenommen worden sein muss (maßgeblich ist der Zeitpunkt der Abstrichnahme). Es muss also nicht zweimal getestet werden, um eine Ausnahme von der Absonderungspflicht zu erhalten. Liegt ein solcher (Negativ-) Test bei Einreise vor, gilt die Absonderungspflicht ja bereits nicht mehr, wenn eine Ausnahme, z.B. bei der Rückkehr von Verwandtenbesuchen, gilt.

Gänzlich unabhängig davon ist es den Betrieben natürlich unbenommen, eine eigene Teststrategie zu organisieren und ihre Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen vor der Wiederaufnahme der Tätigkeit zu testen.


Warum brauche ich noch die Ausnahme mit der Testung vor der Wiederaufnahme der Arbeit? Es gibt doch schon die Ausnahme nach der Rückkehr von Verwandtenbesuchen?
Diese Privilegierung, zusätzlich einen Ausnahmetatbestand im Zusammenhang mit der Arbeitsaufnahme zu haben, ist beschränkt auf die dort genannten Verwandtenbesuche. Die Regelung zielt vor allem auf Personen ab, die oft ausschließlich deshalb nach Niedersachsen kommen, um hier zu arbeiten und sich für diese Zwecke meist auch nur zeitweise in Niedersachsen aufhalten, z.B. Saisonarbeiter, oder „Montage“-Tätigkeiten, während sich ihr privater Lebensmittelpunkt weiterhin im Ausland befindet. Aus diesem Grund werden zuweilen die Testpflichten bei der Wiedereinreise nach den Verwandtenbesuchen nicht erkannt und werden nicht wahrgenommen. Daher soll in diesen überwiegend der Arbeitswahrnehmung geschuldeten Aufenthalten der Arbeitgeber (als „Dritter“) in der Verantwortung sein, dass nicht ungetestete Personen ihre Arbeit aufnehmen und dadurch im Arbeitsumfeld das Corona-Virus verbreiten. Eine „Nachholung“ eines fehlenden Tests wird dann eröffnet, damit die Arbeitnehmer nicht unnötig lange im Betrieb fehlen. Ansonsten gilt die Verkürzungsmöglichkeit (5 Tage nach Einreise).

Wer muss den Test bezahlen, wenn er vor der Wiederaufnahme der Arbeit gemacht wird?
Wer die Kosten in diesem Fall zu tragen hat, regelt die Einreise-Verordnung nicht. Hier könnte das Veranlasserprinzip gelten oder eine Vereinbarung zwischen dem Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer.

Grundsätzlich gilt: Einreisende nach Aufenthalt in einem Risikogebiet, Hochinzidenz- oder Virusvarianten-Gebiet tragen die Kosten der Tests selbst. Dies gilt sowohl für den verpflichtenden Test im Zusammenhang mit der Einreise als auch den freiwilligen Test zur vorzeitigen Beendigung der Quarantäne.

Für welche Risikogebiete gilt die Ausnahme und Testmöglichkeit durch den Arbeitgeber?
Die Ausnahme gilt für die Rückkehr von Verwandtenbesuchen aus Risikogebieten und Hochinzidenzgebieten. Für Virusvariantengebiete gilt diese Ausnahme nicht.




Reisen und Urlaub in Niedersachsen

Strandkorb mit Möwe © Kurverwaltung Langeoog   Bildrechte: Kurverwaltung Langeoog

Was gilt für den Urlaub in Niedersachsen – benötigt man auch bei einer Inzidenz unter 35 weiterhin einen Test?
Ja und Nein - bei einer Inzidenz zwischen 10 und 35 bleibt es dabei, dass bei der Anreise und zweimal wöchentlich getestet werden muss. Dies gilt nicht für Menschen, die bereits vollständig geimpft oder genesen sind und nicht für Eigentümerinnen und Eigentümer von Ferienhäusern und -wohnungen.

Bei einer Inzidenz bis 10 besteht nur noch bei der Anreise die Testpflicht.

Hinweis: Kinder bis einschließlich 14 Jahren sind generell von einer Testpflicht ausgenommen.


Gilt die Testpflicht also nicht für uns, mit Eigentumswohnung an der Nordsee?
Genau, sofern Sie als Eigentümer Ihre Wohnung oder Ihr Haus selbst nutzen, trifft Sie die Testpflicht nicht. Dennoch wäre eine Testung bei Anreise oder zwischendurch zu empfehlen. Grund ist, dass sich die Zahl der Urlauber in den Tourismusorten jetzt doch schrittweise erhöhen wird. Damit steigt auch die Gefahr, sich mit dem COVID-19-Virus zu infizieren.


Müssen sich Dauercamper bei Anreise und (bei Inzidenz 10 bis 35) zweimal wöchentlich testen lassen?
Ja, so ist es, auch diese Personen müssen sich bei der Anreise und zweimal wöchentlich testen lassen. Dies hat auch das Nds. OVG am 19. Mai 2021 im vorläufigen Rechtsschutz bestätigt. In der Entscheidungsbegründung hat das Gericht betont: „Ein sog. Dauercamper nutzt mithin nicht alleine sein Wohnmobil, sondern zugleich auch den Campingplatz bzw. die Stellplatzanlage für Wohnmobile und nimmt damit ein Übernachtungsangebot wahr.“ (Seite 8) Vor diesem Hintergrund sei die Testpflicht angemessen, denn: „Die Testobliegenheit reduziert die Wahrscheinlichkeit ganz erheblich, dass mit SARS-CoV-2 infizierte Personen überhaupt den jeweiligen Beherbergungsbetrieb betreten bzw. sich dort längerfristig aufhalten können und sich das Virus in dieser Einrichtung ausbreiten kann.“ (Seite 11)


Wo kann/darf ich mich im Urlaub testen lassen? Wie wird der Test bestätigt und wer zahlt das?

Sie können sich im Urlaub in einem der kostenlose Bürgertests anbietenden Testzentren, in Apotheken, Arztpraxen etc. testen lassen. Benötigt wird immer ein schriftlicher oder digitaler Nachweis über einen negativen PCR-Test oder einen negativen Antigen-Schnelltest. Dieser darf nicht älter als 24 Stunden sein. Kostenlose Bürgertests können gerne mehrmals pro Woche, bei Bedarf auch täglich in Anspruch genommen werden.
Es ist grundsätzlich auch möglich, dass Sie in einem Geschäft/Hotel/einer Einrichtung unter Aufsicht einen Antigen-Selbsttest durchführen und Sie sich das Ergebnis dort digital oder schriftlich bescheinigen lassen. Auch wenn Sie bei Ihrer Arbeitsstätte einen Antigen-Test unter Aufsicht durchgeführt haben, kann Ihre Arbeitgeberin oder Ihr Arbeitgeber dies bescheinigen. Die Bescheinigung muss dabei immer den Vor- und Nachnamen, das Geburtsdatum, die Adresse der getesteten Person sowie den Namen und Hersteller des Tests, das Testdatum, die Testuhrzeit sowie den Namen und die Firma der beaufsichtigenden Person und schließlich die Testart und das Testergebnis enthalten.


Was muss ich tun, wenn ich oder ein Familienmitglied im Urlaub positiv auf das Coronavirus getestet wird?
Positive Testergebnisse müssen nach dem Infektionsschutzgesetz gemeldet werden. Es muss dann sehr schnell zur Abklärung ein PCR-Test gemacht werden und Sie müssen sich absondern. Stimmen Sie bitte dann das weitere Vorgehen mit dem zuständigen Gesundheitsamt ab.


Tourismus und Gastronomie (Inzidenz bis 10)


Was ist im Urlaubsort der unter 10 liegt, in der Gastronomie noch zu beachten?
Nicht mehr viel, gleichwohl gibt es noch einige wenige Punkte die weiter zu beachten sind.
Eine Testpflicht besteht nicht mehr in gastronomischen Betrieben, die Maske muss allerdings im Innenbereich weiter aufgesetzt werden, wenn man nicht an seinem Platz sitzt.
Sie unterstützen die Gastronomen übrigens nicht nur mit Ihrem Besuch, sondern auch damit, wenn Sie das jeweilige Hygienekonzept des gastronomischen Betriebs beachten.


Wir würden gerne eine touristische Busreise durch die Lüneburger Heide machen – geht das und welche Bedingungen erwarten uns dazu?
Ja, touristische Busreisen sind ohne Test wieder möglich. Bitte beachten Sie das Hygienekonzept, insbesondere wann und wo eine Maske zu tragen ist.


Welche regionale Inzidenzstufe ist für unsere Busreise eigentlich maßgeblich?
In der Regel gibt es auch bei touristischen Busreisen einen Startpunkt der Reise (auch wenn diese über mehrere Tage geht) und damit ist der Ort des Starts (mit der jeweiligen Inzidenzstufe) maßgeblich.

Beginnt die Reise außerhalb von Niedersachsen, beispielhaft in Nordrhein-Westfalen, dann gelten die Regelungen aus NRW.


Was ist mit Freibädern oder Schwimmbädern allgemein?
Freibäder, Hallenbäder, Thermen oder auch Spaßbäder können mit Hygienekonzept geöffnet werden.
Eine Testpflicht besteht dabei nicht mehr.


Was ist erforderlich, wenn wir mit dem Wattwagen (Kutsche) nach Neuwerk fahren und/oder eine Schiffstour zu den Robbenbänken machen wollen?
Beides ist möglich, ein Testnachweis ist nicht erforderlich. Die medizinische Maske wird allerdings sowohl in der Kutsche als auch auf dem Schiff zu tragen sein.


Wir wollen mit einem Harz-Ranger die Umgebung des Brockens erkunden – brauchen wir einen Test?
Nein, Führung durch die Natur, Freilichtmuseen, Parks etc. oder auch Stadtführungen sind ohne Test und ohne Maske möglich.


Muss ich mich noch testen lassen, wenn ich mit meiner Familie in den Zoo gehen will?
Nein, zoologische und botanische Gärten können ohne Test besucht werden.


Brauche ich noch einen negativen Testnachweis, wenn ich ins Museum will?
Nein.


Was ist mit Theater oder Kino?
Kinos, Theater, Konzerthäuser oder ähnliche Einrichtungen können wieder ohne Test besucht werden.
Die Maske bis zum Sitzplatz gehört aber weiter dazu.


Tourismus und Gastronomie (Inzidenz 10 bis 35)


Was gilt am Urlaubsort für die Übernachtung, wenn die Inzidenz ÜBER 10 liegt – benötigt man auch bei einer Inzidenz unter 35 weiterhin einen Test?
Ja, ab einer Inzidenz über 10 bleibt es dabei, dass bei der Anreise und zweimal wöchentlich getestet werden muss. Dies gilt nicht für Menschen, die bereits vollständig geimpft oder genesen sind und nicht für Eigentümerinnen und Eigentümer von Ferienhäusern und -wohnungen.


Gilt die Testpflicht also nicht für uns, mit Eigentumswohnung an der Nordsee?
Genau, sofern Sie als Eigentümer Ihre Wohnung oder Ihr Haus selbst nutzen, trifft Sie die Testpflicht nicht. Dennoch wäre eine Testung bei Anreise und zweimal wöchentlich zu empfehlen. Grund ist, dass sich die Zahl der Urlauber in den Tourismusorten jetzt doch schrittweise erhöhen wird. Damit steigt auch die Gefahr, sich mit dem COVID-19-Virus zu infizieren.


Müssen sich Dauercamper bei Anreise und zweimal wöchentlich testen lassen?
Ja, so ist es, auch diese Personen müssen sich bei der Anreise und zweimal wöchentlich testen lassen. Dies hat auch das Nds. OVG am 19. Mai 2021 im vorläufigen Rechtsschutz bestätigt. In der Entscheidungsbegründung hat das Gericht betont: „Ein sog. Dauercamper nutzt mithin nicht alleine sein Wohnmobil, sondern zugleich auch den Campingplatz bzw. die Stellplatzanlage für Wohnmobile und nimmt damit ein Übernachtungsangebot wahr.“ (Seite 8) Vor diesem Hintergrund sei die Testpflicht angemessen, denn: „Die Testobliegenheit reduziert die Wahrscheinlichkeit ganz erheblich, dass mit SARS-CoV-2 infizierte Personen überhaupt den jeweiligen Beherbergungsbetrieb betreten bzw. sich dort längerfristig aufhalten können und sich das Virus in dieser Einrichtung ausbreiten kann.“ (Seite 11)


Welche Testpflicht gilt während des Aufenthaltes in einem Beherbergungsbetrieb, wenn der Gast keine volle Woche bleibt, also zum Beispiel nur drei Tage?
Zunächst ist ein Test bei der Anreise zu machen, dann ein weiterer nach Ablauf von 48 Stunden. Auf den nächsten Test kann dann verzichtet werden, wenn der Aufenthalt nicht über 5 oder mehr Tage dauert.
Im Sinne der Überwachung des Infektionsgeschehens in einer Region ist es im Interesse aller, wenn die zwei Tests gleichmäßig auf die Zeit des Aufenthalts verteilt werden und möglichst keine längeren Zeiträume im ungetesteten Zustand bleiben. Die Gäste sollten hier verantwortlich und nicht nur für sich, sondern auch für die anderen Gäste und Einwohner des jeweiligen Feriengebiets handeln.


Wo kann/darf ich mich im Urlaub testen lassen? Wie wird der Test bestätigt und wer zahlt das?
Sie können sich im Urlaub in einem der kostenlose Bürgertests anbietenden Testzentren, in Apotheken, Arztpraxen etc. testen lassen. Benötigt wird immer ein schriftlicher oder digitaler Nachweis über einen negativen PCR-Test oder einen negativen Antigen-Schnelltest. Dieser darf nicht älter als 24 Stunden sein. Kostenlose Bürgertests können gerne mehrmals pro Woche, bei Bedarf auch täglich in Anspruch genommen werden.

Es ist grundsätzlich auch möglich, dass Sie in einem Geschäft/Hotel/einer Einrichtung unter Aufsicht einen Antigen-Selbsttest durchführen und Sie sich das Ergebnis dort digital oder schriftlich bescheinigen lassen. Auch wenn Sie bei Ihrer Arbeitsstätte einen Antigen-Test unter Aufsicht durchgeführt haben, kann Ihre Arbeitgeberin oder Ihr Arbeitgeber dies bescheinigen. Die Bescheinigung muss dabei immer den Vor- und Nachnamen, das Geburtsdatum, die Adresse der getesteten Person sowie den Namen und Hersteller des Tests, das Testdatum, die Testuhrzeit sowie den Namen und die Firma der beaufsichtigenden Person und schließlich die Testart und das Testergebnis enthalten.


Was gilt am Urlaubsort in der Gastronomie, wenn die Inzidenz zwischen 10 und 35 ist?
Es gibt auch hier einige Punkte die weiter zu beachten sind.
Eine Testpflicht besteht nicht mehr in gastronomischen Betrieben, die Maske muss allerdings im Innenbereich weiter aufgesetzt werden, wenn man nicht an seinem Platz sitzt. Und selbstverständlich kann man sich gerne auch weiterhin freiwillig testen lassen, bevor man ein Restaurant oder ein Café betritt.
Sie unterstützen die Gastronomen übrigens nicht nur mit Ihrem Besuch, sondern auch damit, wenn Sie das jeweilige Hygienekonzept des gastronomischen Betriebs beachten.
Eine rechtliche Auflage ist dabei die Dokumentation Ihrer Kontaktdaten, die vorzugsweise digital oder alternativ in Papierform erfolgen muss.

Ist es richtig, dass Bars, Clubs und Diskotheken geöffnet sind?
Jein, die Bars können weiter öffnen.

Clubs, Diskotheken sowie Shisha-Lokale können hingegen nur bei einer Inzidenz UNTER 10 öffnen.

Vor dem Hintergrund, dass insbesondere Diskotheken und Clubs sowie Einrichtungen zum Konsum von Shisha-Pfeifen vielerorts im Land zu einem Anstieg der Infektionen beigetragen und teilweise auch die Verfolgung von Infektionsketten erschwert haben, verzichten Sie bitte daher auf Club-Ausflüge in die Nachbarregion, wo diese noch geöffnet haben.


Was ist mit Freibädern oder Schwimmbädern allgemein?
Freibäder, Hallenbäder, Thermen oder auch Spaßbäder können mit Hygienekonzept geöffnet werden.
Eine Testpflicht besteht dabei nicht mehr.


Wir würden gerne eine touristische Busreise durch die Lüneburger Heide machen – geht das und welche Bedingungen erwarten uns dazu?
Ja, touristische Busreisen sind wieder möglich. Neben dem Hygienekonzept ist zu beachten, dass für die Teilnahme ein negativer Test oder ein Impf- bzw. Genesenen-Nachweis erforderlich ist.
Und während des gesamtes Aufenthalts im Bus (auch am Platz) ist das Tragen einer medizinischen Maske notwendig.


Was ist erforderlich, wenn wir mit dem Wattwagen (Kutsche) nach Neuwerk fahren und/oder eine Schiffstour zu den Robbenbänken machen wollen?
Beides ist möglich, ein Testnachweis ist nicht erforderlich. Die medizinische Maske wird allerdings sowohl in der Kutsche als auch auf dem Schiff zu tragen sein.


Wir wollen mit einem Harz-Ranger die Umgebung des Brockens erkunden – brauchen wir einen Test?
Nein, Führung durch die Natur, Freilichtmuseen, Parks etc. oder auch Stadtführungen sind ohne Test und ohne Maske möglich, der Abstand (zu anderen Personen, die nicht zu Ihrer engen Kontaktgruppe – also bis zu zehn Personen aus bis zu drei Haushalten plus Kinder gehören) ist allerdings einzuhalten.


Muss ich mich noch testen lassen, wenn ich mit meiner Familie in den Zoo gehen will?

Nein, zoologische und botanische Gärten können ohne Test besucht werden.


Brauche ich noch einen negativen Testnachweis, wenn ich ins Museum will?
Nein.


Was ist mit Theater oder Kino?
Kinos, Theater, Konzerthäuser oder ähnliche Einrichtungen können wieder ohne Test besucht werden. Die Maske bis zum Sitzplatz gehört aber weiter dazu.


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