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Alltag in Zeiten des Coronavirus – Antworten auf häufig gestellte Fragen (Inzidenz 35 bis 50)


Vier Stufen enthält der von der Landesregierung beschlossene Stufenplan 2.0, die in der Corona-Verordnung eingearbeitet sind, mit jeweils unterschiedlichen (abhängig von den Inzidenzen) Lockerungsschritten.

» Hier finden Sie Antworten auf Fragen, wenn die Stufe "Inzidenz unter 10" erreicht ist

» Hier finden Sie Antworten auf Fragen zur Stufe "Inzidenz UNTER 35"

» Hier finden Sie Antworten auf Fragen zur Stufe „Inzidenz ÜBER 50“

Zusätzlich finden Sie hier einen Überblick der wichtigsten Regelungen in Einfacher Sprache.


Auf dieser Seite beantworten wir häufig gestellte Fragen zur Stufe: Inzidenz 35 bis 50

Grafik: Übersicht Kontakte Zusammenkuenfte 35 bis 50   Bildrechte: StK
Grafik: Übersicht Regelungen Gastronomie 35 bis 50   Bildrechte: StK
Grafik: Übersicht Sport - Inzidenz 35 bis 50   Bildrechte: StK
Grafik: Wegfall Testpflicht   Bildrechte: StK
Grafik: Übersicht Regelungen Inzidenz 35 bis 50   Bildrechte: StK
Grafik: Erhebung von Kontaktdaten   Bildrechte: StK
»» DOWNLOAD: Grafiken - Inzidenz über 35 bis 50 - als PDF (Stand 28.07.2021)


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Hier finden Sie Antworten für folgende Lebensbereiche:

Kontaktbeschränkungen | Einzelhandel und Dienstleistungen | Gastronomie
Tourismus und Beherbergung | Freizeit und Kultur


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Das Kultusministerium informiert hier zum Thema Schule und Kita unter Corona.
Das Ministerium für Wissenschaft und Kultur informiert hier zu den Themen Hochschulen, Studium sowie Kultur und Weiterbildung unter Corona

Die vielen Informationen zu Corona überfordern mich – wer kann mir weiterhelfen?

Die zentrale Corona-Hotline der Niedersächsischen Landesregierung erreichen Sie unter der Telefonnummer 0511 120 - 6000 von Montag bis Freitag von 9:00 bis 16:30 Uhr.

» Übersicht mit weiteren wichtigen Hotlines und Hilfsangeboten


Kontaktbeschränkungen (35 bis 50)

Was beinhaltet die Verordnungs-Änderung vom 28. Juli?
Der landesweite Inzidenzwert liegt aktuell auf einem noch vergleichsweisen niedrigen Niveau. Allerdings ist der Wert in den letzten Wochen insgesamt wieder kontinuierlich angestiegen und in einigen Regionen Niedersachsen sind Anstiege mit einem besorgniserregenden Tempo zu verzeichnen, womit Grenzwerte des Niedersächsischen Stufenplans im Eiltempo überschritten werden könnten.

In zahlreichen Kommunen lässt sich der starke Anstieg auf wenige Bereiche zurückführen. Mit der Verordnungsänderung können daher künftig diejenigen Bereiche von Einschränkungen ausgenommen werden, die nicht maßgeblich zum Anstieg der Infektionszahlen beigetragen haben.

Damit können ab dem 28. Juli in den Kommunen (Landkreisen und kreisfreie Städte sowie Region Hannover) Maßnahmen einer niedrigeren Inzidenzstufe gelten, auch wenn nach dem Stufenplan und dem Infektionsgeschehen (auf Basis der Inzidenz) strengere Maßstäbe angezeigt sind.


Kann die Kommune auch bei den Kontaktbeschränkungen die Regel der niedrigeren Inzidenzstufe beibehalten?
Nein, sofern die Kommune eine neue Inzidenzstufe per Allgemeinverfügung festgestellt hat, gelten entsprechend die jeweiligen (nachstehend beschriebenen) Kontaktbeschränkungen, da private Zusammenkünfte weiterhin allgemein zum Anstieg der Infektionen beitragen.


Und was ist mit den privaten Feiern (Hochzeit, Geburtstage etc.) ?
Hier muss differenziert werden – eine Feier im privaten Rahmen (zuhause, im Garten oder auf angemieteten Flächen) ist nur nach den geltenden Kontaktbeschränkungen der jeweiligen Inzidenzstufe möglich.
Private geschlossene Feiern in der Gastronomie richten sich hingegen nach den Gastronomie-Regeln. Diese können sich durchaus an einem niedrigeren Inzidenzwert ausrichten, sofern die Kommune diesen Bereich von einer inzidenzbasierten Verschärfung ausgenommen hat. Anders als im privaten Raum, greifen in der Gastronomie strenge Hygienekonzepte.


Wenn jetzt die Landkreise und kreisfreien Städte Regelungen treffen können, die von der Inzidenzstufe abweichen – wie erfahre ich denn, was nun tatsächlich gilt?
Idealerweise informieren Sie sich direkt vor Ort in Ihrer Kommune, welche Regelungen (und ggf. Ausnahmen bei einem Stufenwechsel) getroffen worden sind. Die erforderlichen Allgemeinverfügungen sind in der Regel recht einfach auf den Internetseiten Ihre Kommune zu finden und natürlich informieren auch die regionalen Medien hierüber ausführlich.


Was gilt jetzt bei den Kontaktbeschränkungen?
In Regionen mit wieder erhöhter Inzidenz (35 bis 50) sind nun weniger Kontakte möglich. So sind Zusammenkünfte von drei Haushalten mit bis zu maximal 10 Personen möglich (10-aus-3-Regel), zugehörige Kinder (0 bis 14 Jahre) werden hierbei wie bisher nicht eingerechnet.
Gleichzeitig bleibt auch das Zusammenkommen von einem Haushalt mit zwei Personen aus einem weiteren Haushalt zulässig ohne Begrenzung auf eine Personenzahl. Das ist bei großen Haushalten mit vielen Erwachsenen für die dort Lebenden vorteilhafter.

Für die Kinder gilt darüber hinaus, dass sich diese bis zu einem Alter von einschließlich 14 Jahren auch in einer Gruppe von bis zu 10 Kindern und Jugendlichen (bis 14) treffen können - zusammen mit Erwachsenen aus einem Haushalt. Damit können dann auch endlich wieder Kindergeburtstage in größerem Rahmen gefeiert werden.

Dies gilt für den öffentlichen Bereich ebenso wie für die private Wohnung oder das eigene Grundstück.

Wichtig: Seit dem 9. Mai 2021 werden durch Bundesrecht Menschen, deren vollständige Impfung 14 Tage zurückliegt, und alle vollständig Genesenen bei den Kontaktbeschränkungen nicht mehr mitgezählt (gilt auch beim Sport).

Welcher Inzidenzwert ist ausschlaggebend – Bund, Land oder direkt vor Ort?

Maßgeblich sind die vom RKI festgestellten Zahlen für Ihre Region.
https://www.niedersachsen.de/corona-fallzahlen
Dies gilt auch für die Anwendung der Corona-Verordnung des Landes.


Muss ich jeden Tag nachschauen, was ich darf bzw. was gültig ist – insbesondere, wenn bei uns die Inzidenz wieder ansteigt?
Ihr Landkreis oder Ihre Kreisfreie Stadt beobachtet die Inzidenzentwicklung bei den RKI-Zahlen. Liegen diese drei Tage lang über den Schwellenwerten der Verordnung (10, 35 oder 50) wird per Allgemeinverfügung öffentlich bekanntgegeben, dass ab dem Folgetag die entsprechenden Regeln der nächsten strengeren Stufe gelten.

Das Einsetzen von anderen Regeln vollzieht sich nicht gleich am ersten Tag eines Überschreitens der Schwellenwerte 10, 35 oder 50. Erst wenn der Inzidenzwert an drei aufeinanderfolgenden Tagen diese Werte überschreitet, wird eine Allgemeinverfügung erlassen und dann gelten am darauffolgenden Tag die neuen Regelungen (also am übernächsten Tag nach der dreitägigen Überschreitung).
Auf diese Weise soll verhindert werden, dass beispielsweise in Fällen, in denen Schwellenwerte immer wechselnd knapp über- bzw. unterschritten werden, die in der Kommune geltenden Regeln ebenfalls schnell hin und her wechseln.

Und umgekehrt – wann greifen die nächsten Lockerungen (z.B. bei privaten Veranstaltungen), wenn die Inzidenz beispielsweise wieder unter 35 sinkt?
Um keinen Jojo-Effekt auszulösen, sieht die Corona-Verordnung vor, dass die Inzidenz zunächst an fünf (!) aufeinanderfolgenden Werktagen unter 35 oder 50 bleiben muss. Erst dann können die Lockerungen am übernächsten Tag (nach der fünftägigen Unterschreitung der 35 oder 50) in Kraft treten. Übrigens: Samstage sind Werktage, Sonn- und Feiertage zählen nicht mit.

Oder anders formuliert: wird die 10, 35 oder 50 unterschritten (und bleibt es insgesamt fünf Werktage dabei), dann wird ab dem 7. Tag die Lockerung durch den Landkreis/kreisfreie Stadt in Kraft gesetzt.


Die Regionen haben ja sehr unterschiedliche Inzidenzwerte – wie ist das dann bei zulässigen Besuchen, gilt die Regel am Ort der Zusammenkunft oder die, wo ich herkomme?
Es gilt grundsätzlich bei der Anwendung von Kontaktregeln der Ort der Zusammenkunft.


Ab wann bin ich ein Haushalt? Wenn ich mit jemandem zusammen bin (Partner/in), oder nur, wenn wir zusammenwohnen?
Nicht zusammenwohnende Paare sind als ein Haushalt anzusehen. Insofern gehört man in dem Fall quasi dem jeweiligen Haushalt der Partnerin/des Partners an.


Dürfen sich denn Kinder zum Spielen verabreden?
Ja und persönliche Kontakte sind gerade für die Kleinsten besonders wichtig!
Als Faustregel ist Folgendes anwendbar:

  • Kinder im Alter bis 14 Jahren (0-14 J) können in einer Gruppe von bis zu 10 Kindern zusammen spielen

In Landkreisen und Kreisfreien Städten mit einer Inzidenz unter 100 dürfen Kinder und Jugendliche bis einschließlich 18 Jahren unter freiem Himmel in einer Gruppe von bis zu 30 Kindern und Jugendlichen zuzüglich Betreuungspersonen Sport mit oder ohne Kontakt betreiben.
Kinder bis einschließlich 18 Jahren dürfen dabei selbstverständlich auch im Park oder im heimischen Garten mit anderen Kindern zusammen Fußballspielen oder anderen Sport treiben.

In den Grafiken steht immer „plus Kinder“ – bedeutet dies, dass Kinder unabhängig von den Haushalten dabei sein können?
Nein, gemeint ist hierbei, dass die Kinder aus den anwesenden und zulässigen Haushalten bei der maximalen Personenzahl nicht zugerechnet werden.
Beispiel:
Regel „10 Personen aus drei Haushalten“ – wenn alle drei Familien mehrere Kindern haben, wäre die Höchstzahl von 10 Personen recht schnell überschritten und somit nicht möglich.
Aber gerade für Kinder sind soziale Kontakte wichtig und die Kinder werden dabei oftmals durch Eltern begleitet. Aus diesem Grund werden die Kinder bei der Anzahl an Personen nicht eingerechnet. Der infektionsschützende Aspekt (Reduzierung auf drei Haushalte) bleibt dabei dennoch gewahrt.


Gibt es dabei einen Unterschied zwischen der privaten Wohnung und dem öffentlichen Raum - beispielsweise im Park oder Wald?
Nein, die Kontaktbeschränkungen gelten sowohl im privaten als auch im öffentlichen Raum.


Dürfen Menschen mit schweren Behinderungen begleitet werden, wenn sie eine andere Person treffen oder besuchen?
Wie bisher, ja!
Begleitpersonen oder Betreuungskräfte, die erforderlich sind, um Menschen mit einer wesentlichen Behinderung oder Pflegebedürftigkeit eine Teilhabe am Leben in der Gesellschaft zu ermöglichen, werden nicht eingerechnet. Dies gilt bei allen Kontaktregelungen, unabhängig vom Inzidenzwert.


Was gilt als „wesentliche Behinderung“ bzw. Pflegebedürftigkeit?
Die Notwendigkeit einer Begleitperson für Menschen mit Behinderungen wird beispielhaft über den Nachteilsausgleich „B“ (Begleitperson) im Schwerbehindertenausweis nachgewiesen. Unabhängig davon gilt das Vorliegen eines Schwerbehindertenausweises als ein Indiz für eine Begleitung erfordernde Behinderung im Sinne der Corona-Verordnung. Eine Pflegebedürftigkeit wird durch die Pflegekasse über die Feststellung eines Pflegegrades (1 bis 5) nachgewiesen.


Wir sind drei Familien mit Kindern im Grundschulalter – dürfen wir uns gemeinsam treffen, obwohl wir in der Summe sogar 12 (sechs Kinder zwischen 2 und 13 Jahre alt) sind?
Ja – hier handelt es sich um drei Haushalte, die Eltern der anderen Familie sind im zulässigen Rahmen und die Kinder (0-14 Jahre) werden nicht eingerechnet.


Wie sieht die Situation für Patchwork-Familien und getrennte/geschiedene Eltern aus?
Zentraler Begriff ist dabei der Begriff „Haushalt“, unabhängig von Inzidenzwerten. Dieser beschreibt eine dauerhaft zusammenlebende Personengemeinschaft. Kinder getrenntlebender Eltern bilden mit beiden Elternteilen jeweils einen gemeinsamen Haushalt bzw. handelt es sich hier um die Wahrnehmung des Sorge- oder Umgangsrechts.


Bei uns liegt die Inzidenz bei 41 – wie kann ich jetzt meinen Geburtstag oder etwas anderes feiern?

Grundsätze zu Feiern bei einer Inzidenz zwischen 35 und 50

  • Bei privaten Zusammenkünften zuhause in der eigenen Wohnung oder im eigenen Garten etc. gelten die oben beschriebenen Kontaktbeschränkungen.
  • Bei einer Feier in einer Gaststätte oder an einem anderen Ort mit Gastronomieangebot:

    Vielleicht warten Sie noch mit der Terminbuchung – denn im Saal ist dies bei einer Inzidenz zwischen 35 und 50 noch nicht möglich.

    Alternativ können Sie aber im außengastronomischen Bereich Ihre private geschlossene Feier mit bis zu 50 Personen ausrichten, sofern diese - WICHTIG - einen negativen Testnachweis vorlegen können oder den Nachweis, dass sie vollständig geimpft oder genesen sind. Die Testpflicht besteht nicht bei Kindern bis einschließlich 14 Jahren.
    Wichtig: Die Grenze von 50 Personen zählt gleichwohl für alle anwesenden Personen, also auch die Geimpften, Genesenen und Kinder.

    Alle Gäste müssen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, solange sie nicht am Tisch sitzen.

    Die Veranstalterin/der Veranstalter ist verpflichtet, Maßnahmen nach einem Hygienekonzept im Sinne des § 4 zu treffen. Im Rahmen des Hygienekonzeptes muss darauf geachtet werden, dass die Zahl der Personen nach den jeweiligen räumlichen Kapazitäten begrenzt wird, die Nutzung der sanitären Anlagen geregelt wird, Warteschlangen vermieden werden, Oberflächen und Gegenstände, die häufig berührt werden, regelmäßig gereinigt werden.

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    Hier finden Sie weitere Antworten auf Fragen zu Feiern in der Gastronomie

Wir haben einen großen Garten und möchte unsere Hochzeit dort mit rund 40 Leuten feiern – geht das?
Grundsätzlich können Sie natürlich in Ihrem Garten feiern, nur bei der Anzahl Ihrer Gäste setzt die derzeitige Corona-Verordnung leider noch Beschränkungen.
Private Feiern auf dem eigenen Grundstück oder zu diesem Zwecke angemieteten Flächen können zur Zeit nur im Rahmen der Kontaktregelungen, d.h. 10 Personen aus drei Haushalten plus Geimpfte, Genesene und Kinder (0-14 Jahre) durchgeführt werden.


Uns ist dabei bewusst, dass für private Feiern in der Gastronomie die Regelungen mit bis zu 50 Gästen in der Außengastronomie (bei Inzidenz zwischen 35 und 50) deutlich günstiger sind.

Wir alle haben in den letzten Monaten der Pandemie viele Beispiele erlebt, das größere Feiern im privaten Rahmen zu weitreichenden Infektionsausbrüchen führen können.
In der Gastronomie gibt es dabei ein wichtiges Sicherheitsnetz, welches wir in der aktuellen Phase noch benötigen.
Das Hygienekonzept im gastronomischen Betrieb sowie die Test- und Maskenpflicht (jenseits der Sitzplätze) bieten (bei Inzidenz 35 bis 50) größtmögliche Sicherheit für eine fröhliche Feier mit bis zu 50 Personen. Ein Rahmen, der im Frühjahr noch nicht vorstellbar war. Seitens der Gastronomie wird dabei auf die Einhaltung geachtet – dies ist ein derzeit noch wichtiges Korrektiv, welches wir im privatem Rahmen nicht durchgängig voraussetzen können. Aus diesem Grund werden die größeren Feiern in der Gastronomie bei einer Inzidenz zwischen 35 und 50 privilegiert.


Mein Vater möchte seinen 70. Geburtstag in der Gastronomie feiern – wie viele Personen dürfen dabei sein?
Siehe auch oben genannte Grundsätze zu privaten Feiern bei einer Inzidenz zwischen 35 und 50.


Draußen ist besser als drinnen – mit wie vielen Leuten können wir im Park zusammen sein?
Auch hier gelten leider die normalen Kontaktbeschränkungen, also bei einer Inzidenz 35 bis 50 bis zu 10 Personen aus drei Haushalten. Kinder bis 14 sowie nachweislich Geimpfte und Genesene werden nicht eingerechnet.


Unsere Wandergruppe schnürt die Schuhe – was müssen wir beachten?
Wenn Sie mit anderen Menschen zusammen wandern wollen, müssen Sie sich leider an die gängigen Kontaktbeschränkungen halten. Das bedeutet bis zu zehn Personen aus bis zu drei Haushalten (oder - wenn das bei einem ganz großen Haushalt günstiger ist: ein Haushalt plus zwei Personen, dann darf die Zahl 10 auch überschritten werden.)
Hinzukommen dürfen allerdings auch vollständig geimpfte oder genesene Personen.
Wenn das in Ihrer Wandergruppe bei einigen der Fall ist, können Sie vielleicht doch schon loswandern.
Kinder bis einschließlich 14 Jahren werden nicht eingerechnet.


Wir haben letztes Jahr geheiratet, im kleinsten Rahmen – wie können wir nun mit Familie und Freunden feiern? Welche Möglichkeiten bestehen jetzt?
Siehe oben genannte Grundsätze zu privaten Feiern bei einer Inzidenz zwischen 35 und 50.


Unser Motorradclub möchte eine gemeinsame Ausfahrt machen – gibt es dafür Grenzen?

Wenn Sie mit anderen Menschen zusammen ausfahren wollen, müssen Sie sich leider an die gängigen Kontaktbeschränkungen halten. Das bedeutet bis zu zehn Personen aus bis zu drei Haushalten
Hinzukommen dürfen allerdings auch vollständig geimpfte oder genesene Personen.
Kinder bis einschließlich 14 Jahren werden nicht eingerechnet.


Die üblichen Kohlwanderungen sind ja ausgefallen – wenn wir diese jetzt (ohne Kohl) nachholen, was müssen wir beachten?
Auch hier gelten die Kontaktbeschränkungen, d.h. 10 Personen aus drei Haushalten, Kinder bis einschließlich 14 Jahren sowie vollständig geimpfte und genesene Personen werden nicht eingerechnet.


Unser Fahrradclub plant eine organisierte Rundtour – gibt es dabei Beschränkungen?
Nach Paragraph 16 a Absatz 2 Satz 4 ff ist bei einer Inzidenz zwischen 35 und 50 eine sportliche Betätigung in beliebig großen Gruppen von Personen jeden Alters dann zulässig, wenn ausschließlich Kontaktfreier Sport betrieben wird (das ist bei Fahrradtouren wohl der Fall) und durchgehend ein Abstand zwischen den teilnehmenden Personen von jeweils 2 m eingehalten wird. Ob das bei einer Fahrradtour wirklich möglich ist, ist fraglich.

Deshalb ist es dringend empfohlen, auch bei einer Fahrradtour die allgemeinen Kontaktbeschränkungen einzuhalten. Das bedeutet, dass bis zu zehn Personen aus bis zu drei Haushalten zusammen Fahrradfahren können, Kinder bis einschließlich 14 Jahren werden nicht eingerechnet. Ebenso nicht eingerechnet werden Menschen mit einer vollständigen Impfung oder einer Genesung. Da kommen dann doch schon einige zusammen.

Liegt die Inzidenz allerdings unter 35, ist das ja unter freiem Himmel stattfindende gemeinsame Fahrradfahren ohne Einschränkungen möglich.


Wir wohnen in einer kleinen Kommune auf dem Land. Dürfen wir private Fahrgemeinschaften mit drei Haushalten in die nächstgrößere Stadt organisieren?
Für private Fahrgemeinschaften (also Fahrgemeinschaften, die die Teilnehmenden nicht zu ihrem Arbeitsort bringen) gelten die üblichen Kontaktregelungen, d.h. in Regionen mit einem Inzidenzwert unter 50 ist das möglich.


Was ist mit Fahrten während der Arbeit von einem Arbeitsort zum nächsten?
Das ist ebenfalls zulässig, weil Teil der Berufsausübung - es müssen aber auch hier alle MitfahrerInnen medizinische Masken tragen, nicht allerdings die Fahrerin bzw. der Fahrer.


Wie verhält es sich mit dem Besuchsrecht in Alten- und Pflegeheimen?
Die Heimleitungen bzw. Betreiberinnen und Betreiber sind verpflichtet, Regelungen zum Besuch von Bewohnerinnen und Bewohnern in den Einrichtungen zu treffen mit der Maßgabe, dass deren Besuchsrechte nicht unverhältnismäßig eingeschränkt werden. Besuch darf allerdings nicht empfangen werden, wenn es in der Einrichtung ein aktuelles Corona-Infektionsgeschehen gibt.

Die Testpflicht für Besucherinnen und Besucher von Heimen, unterstützenden Wohnformen, und Intensivpflege-Wohngemeinschaften und für Dritte, die dort Dienstleistungen erbringen, hat sich bewährt, um das Virus weitestgehend aus den Einrichtungen fernzuhalten. Um auf die gesteigerte Übertragbarkeit von Mutationen des SARS-CoV-2-Viruses zu reagieren, bleibt die Pflicht der Einrichtungen, bereits ab einem Inzidenzwert von 35 in der entsprechenden Kommune einen PoC-Antigen-Schnelltest anzubieten, bestehen.

Dies bedeutet, dass ab einem regionalen Inzidenzwert von über 35 die Heimleitung oder die von dieser beauftragten Beschäftigten verpflichtet sind, den Besucherinnen und Besuchern sowie den Personen, die die Einrichtung betreten wollen, die Durchführung eines PoC-Antigen-Schnelltests anzubieten. Nur bei einem negativen Testergebnis ist dann das Betreten des Heims oder ein Besuch bei Bewohnerinnen und Bewohnern zulässig.

Eine Testung ist nicht erforderlich, wenn die jeweils zu testende Person ein schriftliches oder elektronisches negatives Testergebnis in Bezug auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 nachweist und die dem Testergebnis zu Grunde liegende Testung höchstens 72 Stunden vor dem Besuch oder dem Betreten vorgenommen wurde. Der Test muss die jeweils geltenden Anforderungen des Robert Koch-Instituts erfüllen.
Eine Testung entfällt ebenfalls, wenn die Besucherin oder der Besucher bereits über einen vollständigen Impfschutz verfügt. Dies ist dann gegeben, wenn die Person die zweite Corona-Schutzimpfung erhalten hat und seit der zweiten Impfung 15 Tage vergangen sind.

Das Recht auf Besuch im Bewohnerzimmer kann durch Hygienekonzepte eingeschränkt werden. Die Einschränkung – auch was den Besuch im Bewohnerzimmer angeht – darf jedoch nicht unverhältnismäßig sein. Ob eine Beschränkung des Besuches im Bewohnerzimmer verhältnismäßig ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zu akzeptieren wäre beispielsweise, dass auf Grund einer hohen Belastung des Personals nur bettlägerige Bewohnerinnen und Bewohner Besuch im Bewohnzimmer empfangen dürfen (Personalbindung zur Abwicklung der Besuche). Dies gilt insbesondere dann, wenn die Anzahl der bettlägerigen Bewohner in einem Heim sehr groß ist, weil dadurch sichergestellt werden kann, dass zunächst einmal alle Bewohner überhaupt Besuch empfangen können. Nicht akzeptiert werden muss ein generelles Zutrittsverbot aufgrund der allgemeinen Sorge eines Einschleppens des Virus in die Einrichtung. Hiergegen sind vielmehr geeignete Maßnahmen des Infektionsschutzes zu treffen. Entsprechendes gilt für die Dauer und Anzahl der Besuche bei Bewohnern von Heimen.



Einzelhandel (35 bis 50)

Was beinhaltet die Verordnungs-Änderung vom 28. Juli und müssen tatsächlich bei steigenden Inzidenzen automatisch die einschränkenden Regeln für alle Bereiche gelten?
Der landesweite Inzidenzwert liegt aktuell auf einem noch vergleichsweisen niedrigen Niveau. Allerdings ist der Wert in den letzten Wochen insgesamt wieder kontinuierlich angestiegen und in einigen Regionen Niedersachsen sind Anstiege mit einem besorgniserregenden Tempo zu verzeichnen, womit Grenzwerte des Niedersächsischen Stufenplans im Eiltempo überschritten werden könnten. In zahlreichen Kommunen lässt sich der starke Anstieg auf wenige Bereiche zurückführen. Mit der Verordnungsänderung können daher künftig diejenigen Bereiche von Einschränkungen ausgenommen werden, die nicht maßgeblich zum Anstieg der Infektionszahlen beigetragen haben.

Damit können ab dem 28. Juli in den Kommunen (Landkreisen und kreisfreie Städte sowie Region Hannover) Maßnahmen einer niedrigeren Inzidenzstufe gelten, auch wenn nach dem Stufenplan und dem Infektionsgeschehen (auf Basis der Inzidenz) strengere Maßstäbe angezeigt sind.

Dies ist in den nachfolgenden Bereichen möglich:

  • § 6 Religiöse Veranstaltungen
  • § 6 a Regelungen für Sitzungen, Zusammenkünfte und Veranstaltungen
  • § 6 b Veranstaltungen von Theatern, Opernhäusern, Konzerthäusern oder ähnlicher Einrichtungen sowie von Kinos
  • § 6 c Großveranstaltungen
  • § 6 d Stadtführungen und Führungen durch Natur und Landschaft
  • § 7 Gedenkstätten
  • § 7 a Zoos, Tierparks und botanische Gärten
  • § 7 b Museen, Freilichtmuseen, Ausstellungen, Galerien und ähnliche Einrichtungen
  • § 7 c Freizeitparks
  • § 7 d Touristische Schiffs- und Kutschfahrten und touristische Busfahrten
  • § 7 e Seilbahnen
  • § 7 f Schwimmbäder, Saunen, Thermen
  • § 7 g Spielhallen, Spielbanken und Wettannahmestellen
  • § 8 Beherbergung
  • § 9 Gastronomie sowie Bars und ähnliche Einrichtungen; dabei sind allerdings für Diskotheken, Clubs und Shisha-Bars (§ 9 Abs. 5) keine kommunalen Lockerungen möglich;
  • § 9 a Einzelhandel
  • § 10 Messen, gewerbliche Ausstellungen, Spezialmärkte, Jahrmärkte und ähnliche Veranstaltungen
  • § 10 b Körpernahe Dienstleistungen
  • § 10 c Prostitution
  • § 11 Kindertagespflege, private Kinderbetreuung, Jugendfreizeiten
  • § 12 Kindertageseinrichtungen
  • § 14 a Außerschulische Bildung, Erwachsenen- und Weiterbildung und berufliche Bildung in Einrichtungen der beruflichen Aus-, Fort- und Weiterbildung einschließlich ihrer Beherbergungsstätten, Kantinen und Mensen
  • § 16 Freizeit- und Amateursport in geschlossenen Räumen
  • § 16 a Freizeit- und Amateursport unter freiem Himmel
  • § 17 Spitzen- und Profisport

Neben dem jetzt neuen zusätzlichen Handlungsspielraum der Kommunen bleibt der bisherige Handlungsrahmen nach § 1 a Absatz 2 Satz 3 weiterhin bestehen. Landkreise und Kreisfreie Städte können – wie bislang – auch aufgrund eines räumlich klar abgrenzbaren Bereichs der Infektionssteigerung insgesamt von einem Wechsel in die nächst höhere Stufe per Allgemeinverfügung absehen.


Wenn jetzt die Landkreise und kreisfreien Städte Regelungen treffen können, die von der Inzidenzstufe abweichen – wie erfahre ich denn, was nun tatsächlich gilt?
Idealerweise informieren Sie sich direkt vor Ort in Ihrer Kommune, welche Regelungen (und ggf. Ausnahmen bei einem Stufenwechsel) getroffen worden sind. Die erforderlichen Allgemeinverfügungen sind in der Regel recht einfach auf den Internetseiten Ihre Kommune zu finden und natürlich informieren auch die regionalen Medien hierüber ausführlich.


Kann man in Landkreisen und kreisfreien Städten, die unter 50 sind, weiterhin alles in der Gastronomie nutzen?

Vieles ist möglich, auch wenn bei der Inzidenz zwischen 35 und 50 wieder einige Punkte mehr zu beachten sind.
Eine Testpflicht besteht nicht in der Außengastronomie, dort muss auch keine Maske mehr getragen werden. Die Maske muss allerdings im Innenbereich (z.B. Gang zur Toilette) weiter aufgesetzt werden.

Auch der Innenbereich kann wieder öffnen, hier benötigt man allerdings einen negativen Test bzw. Impf- oder Genesenen-Nachweis.
Sie unterstützen die Gastronomen übrigens nicht nur mit Ihrem Besuch, sondern auch damit, wenn Sie das jeweilige Hygienekonzept des gastronomischen Betriebs beachten.
Eine rechtliche Auflage ist dabei die Dokumentation Ihrer Kontaktdaten, die vorzugsweise digital oder, wenn das ausnahmsweise nicht geht, in Papierform erfolgen muss.


Dann können wir unsere Hochzeit im Saal feiern?
Im Saal ist dies bei einer Inzidenz zwischen 35 und 50 nicht möglich. Es sei denn, Ihre Kommune hat eine abweichende Regelung (Fortsetzung der vorhergehenden Inzidenzstufe 10 bis 35) getroffen. Informieren Sie sich dazu am besten direkt auf der kommunalen Internetseite.
Alternativ können Sie aber im außengastronomischen Bereich Ihre private geschlossene Feier mit bis zu 50 Personen ausrichten, sofern diese - WICHTIG - einen negativen Testnachweis vorlegen können oder den Nachweis, dass sie vollständig geimpft oder genesen sind. Die Testpflicht besteht nicht bei Kinder bis einschließlich 14 Jahren.
Wichtig: Die Grenze von 50 Personen zählt gleichwohl für alle anwesenden Personen, also auch die Geimpften, Genesenen und Kinder.

Alle Gäste müssen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, solange sie nicht am Tisch sitzen.

Die Veranstalterin/der Veranstalter ist verpflichtet, Maßnahmen nach einem Hygienekonzept im Sinne des § 4 zu treffen. Im Rahmen des Hygienekonzeptes darauf geachtet werden, dass die Zahl der Personen nach den jeweiligen räumlichen Kapazitäten begrenzt wird, die Nutzung der sanitären Anlagen geregelt wird, Warteschlangen vermieden werden, Oberflächen und Gegenstände, die häufig berührt werden, regelmäßig gereinigt werden.


Werden Geimpfte und Genesene und Kinder bis 14 bei der Anzahl 50 mitgezählt – sie werden doch sonst nicht mitgezählt?
An dieser Stelle wird unabhängig des Alters oder erleichternde Nachweise kein Unterschied gemacht, d.h. alle Personen werden bei der Höchstzahl berücksichtigt. Es können also nicht 75 Personen werden, weil 25 bereits geimpft oder genesen sind.


Wer kontrolliert denn bei einer Feier, dass alle einen negativen Test bzw. Impf- oder Genesen-Nachweis dabei hat?
Verantwortlich ist zunächst die Person, die diese Feier ausrichtet. Es sollte im Interesse der veranstaltenden Personen sein, dass die Feier für alle Teilnehmenden sicher ist und kein sogenanntes „Superspreader-Event“ daraus entsteht, wie es in der Vergangenheit öfters der Fall war. Eine einzige bereits infizierte Person könnte alle anderen anstecken.
Auch der gastronomische Betrieb wird auf Einhaltung der Rahmenbedingungen und des Hygienekonzept drängen. Am besten aber ist es, wenn sich alle beteiligten Personen (also insbesondere auch die Gäste) freiwillig die Regeln beachten.


Wenn wir unsere Hochzeitsfeier als „Veranstaltung“ ansehen, dann können wir doch nach § 6a deutlich mehr Gäste empfangen, oder?
Es mag sein, dass Ihre Hochzeit von einem Catering-Unternehmen oder Event-Management branchenbezogen als „Veranstaltung“ betrachtet wird.
Im Sinne der Corona-Verordnung bleibt gleichwohl Ihre Hochzeit (oder auch andere privaten Feiern) eine „private geschlossene Feier“, die nur im Rahmen der gastronomischen Regeln bzw. der Kontaktbeschränkungen durchgeführt werden kann. Und bitte beachten Sie, dass eine Feier de facto niemals eine stationäre Indoor-Veranstaltung wäre. Dabei müssten nämlich alle Personen ohne Unterbrechung auf ihren Sitzplätzen bleiben, das ist auf einer Feier unrealistisch.


Ist es richtig, dass Clubs und Diskotheken weiter öffnen dürfen?
Nein, in Regionen, in denen die Inzidenz über 35 liegt ist das erstmal nicht mehr möglich.

Vor dem Hintergrund, dass insbesondere Diskotheken und Clubs sowie Einrichtungen zum Konsum von Shisha-Pfeifen vielerorts im Land zu einem Anstieg der Infektionen beigetragen und teilweise auch die Verfolgung von Infektionsketten erschwert haben, verzichten Sie bitte daher auf Club-Ausflüge in die Nachbarregion, wo diese noch geöffnet haben.

Wenn die Inzidenz über 35 liegt, dann dürfen wir doch unsere Bar im Außenbereich auch weiter geöffnet halten, oder?

Ja, für Bars ist analog zur Gastronomie im Außenbereich zu verfahren.
Clubs und Diskotheken, als klassische Innenangebote, können erst ab einer Inzidenz unter 10 öffnen.

Und was gilt im Innenbereich von Bars?
Unter einer Inzidenz von 100 dürfen Bars ebenso wie Restaurants und Cafés im Innenbereich öffnen. Dort gilt dann aber oberhalb einer Inzidenz von 35 Testpflicht und eine Begrenzung der Kapazität auf 50 %. Maskenpflicht (solange man nicht sitzt) und Abstandspflicht gilt davon unabhängig immer.


Wir arbeiten gerade an unserem Hygienekonzept für unseren Gastro-Betrieb.
Müssen wir zwischen den Menschen mit negativem Test und den nachweislich geimpften bzw. genesenen Personen einen Unterschied machen?
Ja und Nein - bei allen drei Personengruppen ist zunächst aufgrund der unterschiedlichen Nachweise mit hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass von ihnen keine aktuelle Infektionsgefahr ausgeht. Aus diesem Grund braucht man für den Zutritt der Einrichtung an sich nicht zu unterscheiden.

Oder anders erklärt: Der Testnachweis sowie die Nachweise über Impfschutz oder Genesung sind gleichberechtigte Eintrittskarten für die Außengastronomie. Liegt die Inzidenz unter 35 werden diese Eintrittskarten nicht mehr benötigt.

Wenn man dann „eingetreten“ ist, gibt es allerdings doch noch einen Unterschied, der auch entsprechend in der Konzeption berücksichtigt werden muss:
Getestete Personen sind, unabhängig von dem aktuellen negativen Testergebnis, weiterhin an die Kontaktbeschränkungen gebunden. An einem Tisch können erstmal nur drei Haushalt mit maximal 10 Personen sitzen.
Dieser zunächst limitierte Kreis kann dabei um Geimpfte oder Genesene ergänzt werden, da diese bei den Kontaktbeschränkungen nicht mehr mitgezählt werden müssen.


Wir könnten also durchaus einen Tisch mit einer großen Gruppe (z.B. 15 Personen) von Genesenen und Geimpften besetzen?
Das ist zutreffend – Geimpfte und Genesene können sich i.d.R. nicht mehr gegenseitig anstecken. Insofern gelten auch für diesen Kreis keine Kontaktbeschränkungen mehr.


Und ein anderer Tisch mit „nur“ getesteten Personen, das geht dann auf Basis der Kontaktbeschränkungen?
Das ist korrekt. Die Kontaktbeschränkungen bleiben - auch bei Besuchen in der Gastronomie - weiter erforderlich und werden nicht durch das negative Testergebnis aufgelöst.

» Hier finden Sie weitere Antworten auf Fragen zum Handel



Gastronomie (35 bis 50)

Kann man in Landkreisen und kreisfreien Städten, die unter 50 sind, weiterhin alles in der Gastronomie nutzen?
Vieles ist möglich, auch wenn bei der Inzidenz zwischen 35 und 50 wieder einige Punkte mehr zu beachten sind.
Eine Testpflicht besteht nicht in der Außengastronomie, dort muss auch keine Maske mehr getragen werden. Die Maske muss allerdings im Innenbereich (z.B. Gang zur Toilette) weiter aufgesetzt werden.

Auch der Innenbereich kann wieder öffnen, hier benötigt man allerdings einen negativen Test bzw. Impf- oder Genesenen-Nachweis.
Sie unterstützen die Gastronomen übrigens nicht nur mit Ihrem Besuch, sondern auch damit, wenn Sie das jeweilige Hygienekonzept des gastronomischen Betriebs beachten.
Eine rechtliche Auflage ist dabei die Dokumentation Ihrer Kontaktdaten, die vorzugsweise digital oder, wenn das ausnahmsweise nicht geht, in Papierform erfolgen muss.


Dann können wir jetzt endlich unsere Hochzeit im Saal nachfeiern?
Vielleicht warten Sie noch mit der Terminbuchung – denn im Saal ist dies bei einer Inzidenz zwischen 35 und 50 noch nicht möglich.

Alternativ können Sie aber im außengastronomischen Bereich Ihre private geschlossene Feier mit bis zu 50 Personen ausrichten, sofern diese - WICHTIG - einen negativen Testnachweis vorlegen können oder den Nachweis, dass sie vollständig geimpft oder genesen sind. Die Testpflicht besteht nicht bei Kinder bis einschließlich 14 Jahren.
Wichtig: Die Grenze von 50 Personen zählt gleichwohl für alle anwesenden Personen, also auch die Geimpften, Genesenen und Kinder.

Alle Gäste müssen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, solange sie nicht am Tisch sitzen.

Die Veranstalterin/der Veranstalter ist verpflichtet, Maßnahmen nach einem Hygienekonzept im Sinne des § 4 zu treffen. Im Rahmen des Hygienekonzeptes darauf geachtet werden, dass die Zahl der Personen nach den jeweiligen räumlichen Kapazitäten begrenzt wird, die Nutzung der sanitären Anlagen geregelt wird, Warteschlangen vermieden werden, Oberflächen und Gegenstände, die häufig berührt werden, regelmäßig gereinigt werden.


Werden Geimpfte und Genesene und Kinder bis 14 bei der Zahl 50 mitgezählt – sie werden doch sonst nicht mitgezählt?
An dieser Stelle wird unabhängig des Alters oder erleichternde Nachweise kein Unterschied gemacht, d.h. alle Personen werden bei der Höchstzahl berücksichtigt. Es können also nicht 75 Personen werden, weil 25 bereits geimpft oder genesen sind.


Wer kontrolliert denn bei einer Feier, dass alle einen negativen Test bzw. Impf- oder Genesen-Nachweis dabei hat?
Verantwortlich ist zunächst die Person, die diese Feier ausrichtet. Es sollte im Interesse der veranstaltenden Personen sein, dass die Feier für alle Teilnehmenden sicher ist und kein sogenanntes „Superspreader-Event“ daraus entsteht, wie es in der Vergangenheit öfters der Fall war. Eine einzige bereits infizierte Person könnte alle anderen anstecken.
Auch der gastronomische Betrieb wird auf Einhaltung der Rahmenbedingungen und des Hygienekonzept drängen. Am besten aber ist es, wenn sich alle beteiligten Personen (also insbesondere auch die Gäste) freiwillig die Regeln beachten.


Wenn wir unsere Hochzeitsfeier als „Veranstaltung“ ansehen, dann können wir doch nach § 6a deutlich mehr Gäste empfangen, oder?
Es mag sein, dass Ihre Hochzeit von einem Catering-Unternehmen oder Event-Management branchenbezogen als „Veranstaltung“ betrachtet wird.
Im Sinne der Corona-Verordnung bleibt gleichwohl Ihre Hochzeit (oder auch andere privaten Feiern) eine „private geschlossene Feier“, die nur im Rahmen der gastronomischen Regeln bzw. der Kontaktbeschränkungen durchgeführt werden kann. Und bitte beachten Sie, dass eine Feier de facto niemals eine stationäre Indoor-Veranstaltung wäre. Dabei müssten nämlich alle Personen ohne Unterbrechung auf ihren Sitzplätzen bleiben, das ist auf einer Feier unrealistisch.


Ist es richtig, dass Clubs und Diskotheken weiter öffnen dürfen?
Nein, in Regionen, in denen die Inzidenz über 35 liegt ist das erstmal nicht mehr möglich.

Bitte verzichten Sie daher vielleicht auf Club-Ausflüge in die Nachbarregion, wo diese noch geöffnet haben. Die Auslastung von Clubs und Diskotheken ist auch dort teilweise schon auf 50 % der Kapazität beschränkt, man braucht einen negativen Test und muss Maske tragen.

Wenn die Inzidenz über 35 liegt, dann dürfen wir doch unsere Bar im Außenbereich auch weiter geöffnet halten, oder?

Ja, für Bars oder Einrichtungen mit Shisha-Angeboten ist analog zur Gastronomie im Außenbereich zu verfahren.
Clubs und Diskotheken, als klassische Innenangebote, können erst ab einer Inzidenz unter 35 öffnen.

Und was gilt im Innenbereich von Bars?
Unter einer Inzidenz von 100 dürfen Bars ebenso wie Restaurants und Cafés im Innenbereich öffnen. Dort gilt dann aber oberhalb einer Inzidenz von 35 Testpflicht und eine Begrenzung der Kapazität auf 50 %. Maskenpflicht (solange man nicht sitzt) und Abstandspflicht gilt davon unabhängig immer.


Wir arbeiten gerade an unserem Hygienekonzept für unseren Gastro-Betrieb.
Müssen wir zwischen den Menschen mit negativem Test und den nachweislich geimpften bzw. genesenen Personen einen Unterschied machen?
Ja und Nein - bei allen drei Personengruppen ist zunächst aufgrund der unterschiedlichen Nachweise mit hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass von ihnen keine aktuelle Infektionsgefahr ausgeht. Aus diesem Grund braucht man für den Zutritt der Einrichtung an sich nicht zu unterscheiden.

Oder anders erklärt: Der Testnachweis sowie die Nachweise über Impfschutz oder Genesung sind gleichberechtigte Eintrittskarten für die Außengastronomie. Liegt die Inzidenz unter 35 werden diese Eintrittskarten nicht mehr benötigt.

Wenn man dann „eingetreten“ ist, gibt es allerdings doch noch einen Unterschied, der auch entsprechend in der Konzeption berücksichtigt werden muss:
Getestete Personen sind, unabhängig von dem aktuellen negativen Testergebnis, weiterhin an die Kontaktbeschränkungen gebunden. An einem Tisch können erstmal nur drei Haushalt mit maximal 10 Personen sitzen.
Dieser zunächst limitierte Kreis kann dabei um Geimpfte oder Genesene ergänzt werden, da diese bei den Kontaktbeschränkungen nicht mehr mitgezählt werden müssen.


Wir könnten also durchaus einen Tisch mit einer großen Gruppe (z.B. 15 Personen) von Genesenen und Geimpften besetzen?
Das ist zutreffend – Geimpfte und Genesene können sich i.d.R. nicht mehr gegenseitig anstecken. Insofern gelten auch für diesen Kreis keine Kontaktbeschränkungen mehr.


Und ein anderer Tisch mit „nur“ getesteten Personen, das geht dann auf Basis der Kontaktbeschränkungen?
Das ist korrekt. Die Kontaktbeschränkungen bleiben - auch bei Besuchen in der Gastronomie - weiter erforderlich und werden nicht durch das negative Testergebnis aufgelöst.

» Hier finden Sie weitere Informationen zur Gastronomie



Tourismus und Beherbergung (35 bis 50)

Was ändert sich durch die Stufe beim Urlaub – muss wieder zweimal getestet werden?
Ja, soweit die Inzidenz die 10 überschreitet bleibt es dabei, dass bei der Anreise und zweimal wöchentlich getestet werden muss . Dies gilt nicht für Menschen, die bereits vollständig geimpft oder genesen sind und nicht für Eigentümerinnen und Eigentümer von Ferienhäusern und -wohnungen.


Gilt die Testpflicht also nicht für uns, mit Eigentumswohnung an der Nordsee?
Genau, sofern Sie als Eigentümer Ihre Wohnung oder Ihr Haus selbst nutzen, trifft Sie die Testpflicht nicht. Dennoch wäre eine Testung bei Anreise und zweimal wöchentlich zu empfehlen. Grund ist, dass sich die Zahl der Urlauber in den Tourismusorten jetzt doch schrittweise erhöhen wird. Damit steigt auch die Gefahr, sich mit dem COVID-19-Virus zu infizieren.


Müssen sich Dauercamper bei Anreise und zweimal wöchentlich testen lassen?
Ja, so ist es, auch diese Personen müssen sich bei der Anreise und zweimal wöchentlich testen lassen. Dies hat auch das Nds. OVG am 19. Mai 2021 im vorläufigen Rechtsschutz bestätigt. In der Entscheidungsbegründung hat das Gericht betont: „Ein sog. Dauercamper nutzt mithin nicht alleine sein Wohnmobil, sondern zugleich auch den Campingplatz bzw. die Stellplatzanlage für Wohnmobile und nimmt damit ein Übernachtungsangebot wahr.“ (Seite 8) Vor diesem Hintergrund sei die Testpflicht angemessen, denn: „Die Testobliegenheit reduziert die Wahrscheinlichkeit ganz erheblich, dass mit SARS-CoV-2 infizierte Personen überhaupt den jeweiligen Beherbergungsbetrieb betreten bzw. sich dort längerfristig aufhalten können und sich das Virus in dieser Einrichtung ausbreiten kann.“ (Seite 11)

Welche Testpflicht gilt während des Aufenthaltes in einem Beherbergungsbetrieb, wenn der Gast keine volle Woche bleibt, also zum Beispiel nur drei Tage?
Zunächst ist ein Test bei der Anreise zu machen, dann ein weiterer nach Ablauf von 48 Stunden. Auf den nächsten Test kann dann verzichtet werden, wenn der Aufenthalt nicht über 5 oder mehr Tage dauert.
Im Sinne der Überwachung des Infektionsgeschehens in einer Region ist es im Interesse aller, wenn die zwei Tests gleichmäßig auf die Zeit des Aufenthalts verteilt werden und möglichst keine längeren Zeiträume im ungetesteten Zustand bleiben. Die Gäste sollten hier verantwortlich und nicht nur für sich, sondern auch für die anderen Gäste und Einwohner des jeweiligen Feriengebiets handeln.


Wo kann/darf ich mich im Urlaub testen lassen? Wie wird der Test bestätigt und wer zahlt das?
Sie können sich im Urlaub in einem der kostenlose Bürgertests anbietenden Testzentren, in Apotheken, Arztpraxen etc. testen lassen. Benötigt wird immer ein schriftlicher oder digitaler Nachweis über einen negativen PCR-Test oder einen negativen Antigen-Schnelltest. Dieser darf nicht älter als 24 Stunden sein. Kostenlose Bürgertests können gerne mehrmals pro Woche, bei Bedarf auch täglich in Anspruch genommen werden.
Es ist grundsätzlich auch möglich, dass Sie in einem Geschäft/Hotel/einer Einrichtung unter Aufsicht einen Antigen-Selbsttest durchführen und Sie sich das Ergebnis dort digital oder schriftlich bescheinigen lassen. Auch wenn Sie bei Ihrer Arbeitsstätte einen Antigen-Test unter Aufsicht durchgeführt haben, kann Ihre Arbeitgeberin oder Ihr Arbeitgeber dies bescheinigen. Die Bescheinigung muss dabei immer den Vor- und Nachnamen, das Geburtsdatum, die Adresse der getesteten Person sowie den Namen und Hersteller des Tests, das Testdatum, die Testuhrzeit sowie den Namen und die Firma der beaufsichtigenden Person und schließlich die Testart und das Testergebnis enthalten.


Wir würden gerne eine touristische Busreise durch die Lüneburger Heide machen – geht das und welche Bedingungen erwarten uns dazu?
Ja, touristische Busreisen sind möglich. Neben dem Hygienekonzept ist zu beachten, dass für die Teilnahme ein negativer Test oder ein Impf- bzw. Genesenen-Nachweis erforderlich ist.
Und während des gesamtes Aufenthalts im Bus ist das Tragen einer medizinischen Maske (auch am Platz) notwendig.


Welche regionale Inzidenzstufe ist für unsere Busreise eigentlich maßgeblich?
In der Regel gibt es auch bei touristischen Busreisen einen Startpunkt der Reise (auch wenn diese über mehrere Tage geht) und damit ist der Ort (mit der jeweiligen Inzidenzstufe) des Starts maßgeblich.

Beginnt die Reise außerhalb von Niedersachsen, beispielhaft in Nordrhein-Westfalen, dann gelten die Regelungen aus NRW.


Was ist erforderlich, wenn wir mit dem Wattwagen (Kutsche) nach Neuwerk fahren und oder eine Schiffstour zu den Robbenbänken machen wollen?
Beides ist möglich, allerdings benötigen Sie für diesen Ausflug (Kutsche wie auch Schiff) einen negativen Test oder einen Impf- bzw. Genesenen-Nachweis.
Die medizinische Maske ist in der Kutsche wie auch auf dem Schiff, auch am Sitzplatz, zu tragen.


Wir wollen mit einem Harz-Ranger die Umgebung des Brockens erkunden – brauchen wir einen Test?
Nein, Führungen unter freien Himmel durch die Natur, Freilichtmuseen, Parks etc. oder auch Stadtführungen sind ohne Test und ohne Maske möglich, der Abstand (zu anderen Personen, die nicht zu Ihrer engen Kontaktgruppe – also bis zu zehn Personen aus bis zu drei Haushalten plus Kinder gehören) ist allerdings einzuhalten.


Freizeit und Kultur (35 bis 50)

Endlich ist Sommerwetter – was ist jetzt mit Freibädern oder Schwimmbäder allgemein?

Schwimmbäder jeder Art mit Hygienekonzept geöffnet werden.


Wir würden gerne eine touristische Busreise durch die Lüneburger Heide machen – geht das und welche Bedingungen erwarten uns dazu?
Ja, touristische Busreisen sind wieder möglich. Neben dem Hygienekonzept ist zu beachten, dass für die Teilnahme ein negativer Test oder ein Impf- bzw. Genesenen-Nachweis erforderlich ist.
Und während des gesamtes Aufenthalts im Bus ist das Tragen einer medizinischen Maske (auch am Platz) notwendig.


Was ist erforderlich, wenn wir mit dem Wattwagen (Kutsche) nach Neuwerk fahren und oder eine Schiffstour zu den Robbenbänken machen wollen?
Beides ist möglich, allerdings benötigen Sie für diesen Ausflug (Kutsche wie auch Schiff) einen negativen Test oder einen Impf- bzw. Genesenen-Nachweis.
Die medizinische Maske ist in der Kutsche wie auch auf dem Schiff, auch am Sitzplatz, zu tragen.


Wir wollen mit einem Harz-Ranger die Umgebung des Brockens erkunden – brauchen wir einen Test?
Nein, Führungen unter freien Himmel durch die Natur, Freilichtmuseen, Parks etc. oder auch Stadtführungen sind ohne Test und ohne Maske möglich, der Abstand (zu anderen Personen, die nicht zu Ihrer engen Kontaktgruppe – also bis zu zehn Personen aus bis zu drei Haushalten plus Kinder gehören) ist allerdings einzuhalten.


Muss ich mich wirklich testen lassen, wenn ich mit meiner Familie in den Zoo gehen will?

Nein, zoologische und botanische Gärten können ohne Test besucht werden.
Sollen auch Innenräume geöffnet werden, gilt für alle nicht vollständig geimpften oder genesenen Besucherinnen und Besucher eine Testpflicht.


Brauche ich einen negativen Testnachweis, wenn ich ins Museum will?
Nein, Museen, Freilichtmuseen, Ausstellungen, Galerien und ähnliche Einrichtungen dürfen mit einem Hygienekonzept sowie Maßnahmen, die die Zahl der Besucherinnen und Besucher und deren Aufenthalt zeitlich begrenzen und steuern, geöffnet werden - ein Test wird nicht mehr benötigt.


Was ist mit Theater oder Kino?
Kinos, Theater, Konzerthäuser oder ähnliche Einrichtungen dürfen wieder öffnen und Veranstaltungen mit sitzendem Publikum durchführen. Benötigt wird dazu der Nachweis eines negativen Tests, einer vollständigen Impfung oder Genesung und die Maske bis zum Sitzplatz getragen werden.


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Artikel-Informationen

erstellt am:
30.05.2021
zuletzt aktualisiert am:
03.08.2021

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