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Restabfallbehandlung und -beseitigung

Abfälle, die nicht verwertet werden können, werden als Restabfälle bezeichnet und müssen ordnungsgemäß beseitigt werden. Restabfälle mit hohem organischen Anteil werden entweder thermisch oder mechanisch-biologisch behandelt. Von den anfallenden Restabfällen werden zirka 52 Prozent in thermischen Behandlungsanlagen sowie zirka 41 % in mechanisch-biologischen Anlagen behandelt. Zirka 6 % des Restabfalls erfüllen die Anforderungen der Deponieverordnung und werden direkt abgelagert. Für die Restabfallbehandlung stehen in Niedersachsen acht mechanisch-biologische Anlagen (MBA), eine mechanisch-biologische Stabilisierungsanlage (MBS) und vier Müllverbrennungsanlagen (MVA) zur Verfügung. Zusätzlich werden von den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern weitere Müllverbrennungsanlagen in Bremen, Hamburg und Sachsen-Anhalt genutzt.

Die in den MBA separierten heizwertreichen Fraktionen werden als Ersatzbrennstoff in Kraftwerken und in der Zementindustrie eingesetzt oder in MVA zur Energiegewinnung genutzt.

Für die Ablagerung deponiefähiger Abfälle stehen in Niedersachsen 26 betriebene und öffentlich zugängliche Deponien der Klassen I für mäßig belastete Abfälle und II für höher belastete Abfälle zur Verfügung.

Rechnerisch ist unter Einbeziehung der bestandskräftig genehmigten, überwiegend im Bau befindlichen Kapazitäten der Deponieklasse I oder gleichwertig ausreichendes Deponievolumen vorhanden. Wegen der ungleichmäßigen Verteilung der Standorte gibt es aber Regionen, z. B. im Norden Niedersachsens, in denen Deponien in ausreichender Nähe zum Abfallaufkommen fehlen.

Weitere Informationen finden sich unter www.umwelt.niedersachsen.de > Themen > Abfall > Bilanzen & Pläne > Teilplan Siedlungsabfälle und nicht gefährliche Abfälle


Umweltbericht 2015  
Abb. 9: Entsorgungsanlagen in Niedersachsen 2016
Artikel-Informationen

12.12.2018

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