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Demokratie und Toleranz

Das Land Niedersachsen fördert auf der Grundlage der Richtlinie „Demokratie und Toleranz" vom 23.01.2014 Maßnahmen, die Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit in der Gesellschaft entgegenwirken und ein Zeichen gegen Rechtsextremismus, Rassismus sowie Antisemitismus und/oder für Demokratie und Toleranz setzen. Hierdurch soll die Akzeptanz und gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund in Schule, Gesellschaft und Arbeitswelt gefördert und das Entgegentreten gegen integrations- und teilhabehemmende Bestrebungen und Vorurteile gestärkt werden.

Gefördert werden insbesondere Projekte, die für demokratische Werte und ein tolerantes Verhalten sensibilisieren und die Teilnehmer ermuntern und befähigen, für Menschenrechte und Vielfalt einzutreten.

Als Maßnahmen kommen zum Beispiel Informationsveranstaltungen, Schulprojekte und Jugendkongresse in Betracht sowie Projekte mit Vorbildcharakter oder Projekte von landesweiter Bedeutung. Eine Kofinanzierung von Projekten, die im Rahmen des Bundesprogrammes „Demokratie leben" gefördert werden, ist grundsätzlich möglich.

Ein besonderer Schwerpunkt der Richtlinie liegt in der Rechtsextremismusprävention. Durch Projekte und Maßnahmen sollen die Teilnehmer durch Vermittlung grundlegenden Wissens für die Gefahren des Rechtsextremismus sensibilisiert und so in die Lage versetzt werden, die Gefahren von diskriminierenden und menschenfeindlichen Verhaltensweisen und Einstellungen zu erkennen und darauf entsprechend zu reagieren. Ab sofort werden Zuwendungen nach der Richtlinie „Demokratie und Toleranz" daher auch für folgende Projekte gewährt:

  • Fortbildungsveranstaltungen für Fachkräfte in Schule, Jugendhilfe, Kindertagesstätten, Politik/Verwaltung, Hochschulen und Erwachsenenbildung
  • Fortbildungsveranstaltungen für Akteur*innen und Ehrenamtliche nichtstaatlicher Organisationen (Vereine, Verbände, Religionsgemeinschaften etc.)
  • Projekte für Kinder, Jugendliche und Erwachsene

  • Beratung, Information und Unterstützung von Angehörigen, insbesondere Eltern rechtsaffiner junger Menschen.

Anträge können von Gebietskörperschaften sowie von deren Zusammenschlüssen in der Rechtsform einer juristischen Person des öffentlichen Rechts gestellt werden. Weiterhin antragsberechtigt sind sonstige Körperschaften des öffentlichen Rechts sowie gemeinnützige juristische Personen des privaten Rechts.

Bei der Zuwendung handelt es sich um einen nicht rückzahlbaren Zuschuss zur Projektförderung in Form einer Anteilfinanzierung.

Zuwendungsfähig sind Honorare bis zu 100 Stunden je Maßnahme mit einem Stundensatz bis zu 30 € für Referenten bzw. 100 € für Künstler. Für eine sozialwissenschaftliche Unterstützung zur Vorbereitung der wissenschaftlichen Überprüfbarkeit und Wirkung der Maßnahme können bis zu 60 € pro Stunde als zuwendungsfähig anerkannt werden.

Daneben sind Sachausgaben (z.B. Material, Miete, Druck) bis 5.000 € je Projekt zuwendungsfähig. Die Höhe der Zuwendungen beträgt grundsätzlich bis zu 80 % der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben und bei Schulprojekten bis zu 90 %.

Die Höhe der Zuwendung muss mindestens 2.500 € betragen.

Die Bewilligungsbehörde gibt gern weitere Auskünfte und unterstützt bei der Antragstellung.

Bewilligungsbehörde:
Niedersächsisches Landesamt
für Soziales, Jugend und Familie
Außenstelle Oldenburg
"Migration und Teilhabe"
Moslestraße 1
26122 Oldenburg

Ansprechpartnerin:

Frau Müller
Telefon: 0441 2229-7318
E-Mail: yvonne.mueller@ls.niedersachsen.de


Richtlinie: Richtlinie Demokratie und Toleranz

Antragsformular: Antrag Demokratie und Toleranz


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