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Zuwendungen an Fachstellen für Sucht und Suchtprävention bzw. Maßnahmen zur Suchtbekämpfung

Die Fachstellen für Sucht und Suchtprävention sollen als Teil des Sozialpsychiatrischen Verbundes - auch in Form niedrigschwelliger Angebote und aufsuchender Arbeit - Leistungen insbesondere im Problembereich "psychotrope Substanzen" erbringen. Hierin eingeschlossen ist auch die Arbeit mit substituierten Drogenabhängigen.

Diese Fachstellen können gemeinnützige Einrichtungen der Freien Wohlfahrtspflege, sonstige gemeinnützige Einrichtungen sowie Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts von freien Trägern sein.

Zu erbringende Aufgaben/ Leistungen

Zu den durch die Fachstellen zu erbringende Leistungen gehören u.a. folgende Aufgaben:

  • Prävention und Präventionsberatung und somit Information und Sensibilisierung der Öffentlichkeit und spezifischer Zielgruppen,
  • Beratung und Betreuung über Ursachen und Erscheinungsbilder von Problemen mit psychotropen Substanzen und über entsprechende Hilfemöglichkeiten von u.a. Betroffenen/ Mitbetroffenen, Selbsthilfegruppen, Schulen, Betrieben/Behörden etc.,
  • Therapie und Rehabilitation ( Diagnostik, Erstellung von Therapieplänen, Durchführung von Einzel- und Gruppengesprächen )
  • Nachsorge / Integrationshilfe durch begleitende pädagogische und lebenspraktische Hilfen sowie Rückfallprävention.

Den Fachstellen ist es möglich Schwerpunkte in ihrer Arbeit zu setzen.

Förderung

Das Land Niedersachsen fördert die anerkannten Fachstellen im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel.

Die Landeszuwendung wird nach einem in der Richtlinie festgelegten Berechnungsschlüssel einwohnerabhängig gewährt.

Für die Aufgaben der Prävention sowie der Arbeit mit substituierten Drogenabhängigen ist eine Erhöhung der Zuwendung für die zusätzlichen Personalkosten möglich.

Zusätzlich erhält die Niedersächsische Landesstelle für Suchtfragen für die Koordination und die Weiterentwicklung von Hilfen für Suchtkranke und die Sicherstellung des effektiven Einsatzes der hierfür bereitgestellten Mittel eine Landesförderung.

Weiterhin startet im Jahr 2014 die Förderung eines Modellprojektes zur Prävention von Medienabhängigkeit. Ziel dieses Modellprojektes ist es, Anlaufstellen für das neue Themenfeld der Verhaltenssüchte, insbesondere des exzessiven Medienkonsums, einzurichten und zu erproben. An vier Modellstandorten werden diese Anlaufstellen an vorhandene Fachstellen für Sucht und Suchtprävention angegliedert. Insgesamt drei Jahre soll das neue Angebot modellhaft entwickelt und getestet werden, um danach eine sinnvolle Integration in das bestehende Versorgungssystem der Suchthilfe zu ermöglichen.

Zuständig für die Förderung der Fachstellen für Sucht und Suchtprävention und weiterer Maßnahmen zur Suchtbekämpfung ist das Niedersächsische Landesamt für Soziales, Jugend und Familie - Außenstelle Lüneburg - , Auf der Hude 2, 21339 Lüneburg.

Ansprechpartner: Herr Thomas Grimm, Sachbearbeiter/Team 4 SL 2, Tel. 04131/15-3233

2 Hände mit vielen Tabletten

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