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Werkstatt für behinderte Menschen - Bereiche

Die Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) ist grundsätzlich in drei Organisationseinheiten gegliedert -
in das Eingangsverfahren, den Berufsbildungsbereich und den Arbeitsbereich.

Für die Leistungen im Eingangsverfahren und Berufsbildungsbereich ist gemäß § 42 Abs. 1 SGB IX grundsätzlich die Bundesagentur für Arbeit zuständig, soweit nicht eine vorrangige Zuständigkeit der Träger der Unfallversicherung, der Rentenversicherung oder der Kriegsopferfürsorge gegeben ist.

Die Leistungen im Arbeitsbereich werden gemäß § 42 Abs. 2 SGB IX je nach Einzelfall von den Trägern der Unfallversicherung, Kriegsopferfürsorge, Jugendhilfe und Sozialhilfe im Rahmen ihrer Leistungsgesetze erbracht.


Eingangsverfahren

Im Eingangsverfahren soll festgestellt werden,

  • ob die WfbM die geeignete Einrichtung zur Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben und zur Eingliederung in das Arbeitsleben darstellt

    sowie
  • welche Bereiche der Werkstatt und welche Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben und ergänzende Leistungen oder Leistungen zur Eingliederung in das Arbeitsleben in Betracht kommen.


Das Eingangsverfahren dauert drei Monate. Es kann auf eine Dauer von bis zu vier Wochen verkürzt werden, wenn während des Eingangsverfahrens im Einzelfall festgestellt wird, dass eine kürzere Dauer ausreichend ist. In dieser Zeit ist von der WfbM ein Eingliederungsplan zu erstellen.


Berufsbildungsbereich

Im Berufbildungsbereich soll der behinderte Mensch so gefördert werden, dass er nach Abschluss der Maßnahmen des Berufsbildungsbereichs in der Lage ist, wenigstens ein Mindestmaß wirtschaftlich verwertbarer Arbeitsleistung zu erbringen.

Die Maßnahmen im Berufbildungsbereich werden in der Regel in Lehrgängen erbracht, die in einen Grund- und einen Aufbaukurs gegliedert sind und regelmäßig jeweils zwölf Monate dauern. Sie können aber auch als Einzelmaßnahmen erbracht werden, sofern dieses im Einzelfall angezeigt ist. Der Berufsbildungsbereich dauert im Regelfall also zwei Jahre.


Arbeitsbereich

Im Arbeitsbereich soll der behinderte Mensch entsprechend seiner Eignung und Neigung zu einem angemessenen Arbeitsentgelt beschäftigt werden. Die Arbeitsplätze orientieren sich in ihrer Ausstattung am allgemeinen Arbeitsmarkt, berücksichtigen aber soweit wie möglich auch die besonderen Bedürfnisse des behinderten Menschen, um ihn in die Lage zu versetzen, wirtschaftlich verwertbare Arbeitsleistungen zu erbringen.

Der Übergang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt stellt dabei ein Ziel dar, das mit geeigneten Maßnahmen (z. B. Einrichtung einer Übergangsgruppe mit besonderen Förderangeboten, Entwicklung individueller Förderpläne sowie Ermöglichung von Trainingsmaßnahmen, Betriebspraktika und durch eine zeitweise Beschäftigung auf ausgelagerten Arbeitsplätzen) gefördert wird.

Mann an einem technischen Gerät  
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