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Partizipative Entwicklung von fachlichen Empfehlungen zur Qualitätsentwicklung in der Kinder- und Jugendhilfe nach § 79a SGB VIII

Modellvorhaben


Mit dem Bundeskinderschutzgesetz wurde im Jahr 2012 die schon lange existierende Qualitätsentwicklung in der Jugendhilfe als Verpflichtung im § 79a SGB VIII rechtlich verankert. Zur Umsetzung dieser rechtlichen Verpflichtung führt das Land Niedersachsen ein Modellprojekt durch, mit dem in den ausgewählten vier Modelljugendämtern bereits bestehende Elemente der Qualitätsentwicklung aufgegriffen und in einem strukturierten Prozess die Weiterführung und Weiterentwicklung der Qualitätsentwicklung durchgeführt werden soll. Die durchgeführten Prozesse werden wissenschaftlich aufbereitet, ausgewertet und in einem Transferkonzept zusammengefasst, so dass auch nicht direkt am Projekt beteiligten Jugendämtern ein strukturierter Rahmen zur Verfügung steht, der für die jeweiligen Qualitätsentwicklungsprozesse vor Ort genutzt werden kann.


Zielsetzung des Projektes

Das Modellprojekt soll in der geplanten Laufzeit bis Ende des Jahres 2018 dazu führen, dass die beteiligten Modelljugendämter ihre Qualitätsentwicklungsprozesse strukturiert haben und ihre weitere Qualitätsentwicklung eigenständig durch- und fortführen können. Im Rahmen des Modellprojektes sollen auch Instrumente und Verfahren der Qualitätsentwicklung entwickelt werden, die auf andere Jugendämter in Niedersachsen übertragen werden können.

Mit diesem Projekt soll erreicht werden, dass die Qualitätsentwicklung in der Kinder- und Jugendhilfe in Niedersachsen als integraler Bestandteil verstanden und in die alltägliche Arbeit einbezogen - und nicht als zusätzliche Belastung gesehen wird. Den beteiligten Jugendämtern wird damit von Seiten des Landes eine Qualitätsentwicklungsberatung angeboten, für die sie zwar personelle und strukturelle Ressourcen bereitstellen, aber keine finanziellen Mittel aufwenden müssen.

Für die nicht am Projekt beteiligten Jugendämter soll abschließend ein Transferkonzept zur Verfügung stehen, um die Ergebnisse des Modellprojektes für die individuelle Praxis nutzbar zu machen.


Modelljugendämter

Das Modellvorhaben wird mit Schwerpunktsetzungen in folgenden Jugendämtern durchgeführt:

  1. Stadt Celle

    1. Bedarfserschließung

    2. Evaluation

    3. Leitbild


    Landkreis Gifhorn

    1. Personal

    2. Soziale Dienstleistungen

    3. Controlling


    Landkreis Rotenburg

    1. Schlüsselprozesse

    2. Strategie

    3. Leitbild oder Führung


    Landkreis Nienburg

    1. Kooperationen

    2. Führung

    3. Kundenkommunikation

Um eine möglichst breite Streuung zu erreichen, werden die Qualitätsbereiche in den Modellkommunen in verschiedenen Jugendhilfesegmenten erprobt. Der Allgemeine Sozialdienst (ASD) wird im Sinne der Vergleichbarkeit in allen vier Modellkommunen herangezogen. Darüber hinaus wird im Jugendamt Celle der Bereich der Schulsozialarbeit, in Gifhorn die Vormundschaften und Frühen Hilfen, in Rotenburg die Eingliederungshilfe nach § 35a sowie in Nienburg der Pflegekinderdienst untersucht.

Das Projekt wird durch das Institut ArtSet Forschung Bildung Beratung gmbH in Hannover begleitet.

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