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Vollzeitpflege - Pflegekinderhilfe

In Niedersachsen lebten am Stichtag 31.12.2012 fast 7000 Kinder und Jugendliche in Pflegefamilien (überwiegend auf der Rechtsgrundlage des § 33 SGB VIII), darunter auch Kinder, die bei ihren Großeltern oder Verwandten leben. Die Aufgabe der Pflegekinderhilfe wird in den meisten Kommunen von den Pflegekinderdiensten der Jugendämter wahrgenommen. Diese haben ein breites Aufgabenspektrum, von der Aquise und Schulung der Pflegepersonen bis hin zur Beratung und Betreuung der Pflegefamilien im gesamten Spektrum der Erziehungsarbeit mit dem Pflegekind. In einigen Jugendamtsbezirken wird die Pflegekinderhilfe ganz oder in Teilen von freien Trägern wahrgenommen.

In Niedersachsen - wie überall in Deutschland - gilt: Es gibt zu wenige Pflegefamilien, um den (in den letzten Jahren stetig wachsenden) Bedarf abzudecken.

Das Land begleitet und unterstützt die niedersächsischen Kommunen bei dieser wichtigen Aufgabe und fördert wichtige Innovationsprozesse in der Pflegekinderhilfe. Die "Anregungen und Empfehlungen zur Vollzeitpflege" wurden gemeinsam mit den niedersächsischen Kommunen und der "Gesellschaft für innovative Sozialforschung und Sozialplanung (GISS Bremen)" entwickelt und 2013 überarbeitet und in 2. Auflage veröffentlicht.

Weiterentwicklung der Vollzeitpflege

Tagungsdokumentationen



Pflegeeltern haben Anspruch auf finanzielle Leistungen duurch die Jugendämter. Die Höhe dieses Anspruchs wird durch den Runderlass des Nds. Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung (MS) "Festsetzung der monatlichen Pauschalbeträge (Pflegegeld)" geregelt und jährlich angepasst:

Festsetzung der monatlichen Pauschalbeträge (Pflegegeld)


2. Ringvorlesung "Hilfe zur Erziehung in Vollzeitpflege" 2014

Eine weitere Unterstützungsleistung stellen Fortbildungsmaßnahmen (FOBI-ONLINE) dar sowie Diskursveranstaltungen an den niedersächsischen Hochschulen für Soziale Arbeit im Rahmen der Ringvorlesungen.


 


1. Veranstaltung am 31. März 2014 an der Ostfalia Hochschule Suderburg:

"Lost in Translation: ASD und Pflegekinderhilfe"

Referent: Dr. Christian Erzberger (GISS e.V., Bremen)

Referentin: Ines Benne (Hansestadt Lüneburg)


2. Veranstaltung am 24. April 2014 an der Ostfalia Hochschule Wolfenbüttel:

"Erinnern, erzählen, dokumentieren - Biografiearbeit mit Pflegekindern"

Referentin: Heidrun Sauer, Kompetenz-Zentrum Pflegekinder e.V.


3. Veranstaltung am 14.05.2014 an der Hochschule Emden/Leer in Emden:

"Vollzeitplege in Netzwerkfamilien - Eine Qual oder ein Segen?"

Referentin: Drs. Riet Portengen (Soziale Netzwerkstrategien -Sonestra- Ouderkeerk a.d. Amstel, Niederlande


4. Veranstaltung am 17.06.2014 an der Universität Vechta:

"Doing Family in der Pflegefamilie"

Referent: Dr. Florian Eßer (Universität Hildesheim)


5. Veranstaltung am 15.10.2014 an der Hochschule Hannover:

"Geschwisterbeziehungen in der Fremdunterbringung"

Referent: Prof. Dr. Christian Schrapper (Universität Koblenz-Landau)


6. Veranstaltung am 12.11.2014 an der HAWK Holzminden:

"Die Rechtsstellung von Pflegeeltern"

Referentin. Diana Eschelbach (Doktorandin am Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik, München)

Vollzeitpflege
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