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FRÜHE HILFEN BUNDESINITIATIVE

AUSGANGSLAGE - ODER WESHALB GIBT ES DIE BUNDESINITIATIVE FRÜHE HILFEN?



Um Kindern in Deutschland vor Geburt an eine faire Chance auf eine gesunde Entwicklung zu ermöglichen, gibt es für Familien vielfältige Angebote: Willkommensbesuche, Elternkurse, Informationsmaterialien, Vorsorgeuntersuchungen, Beratungsangebote und auch Hilfen zur Erziehung. Insbesondere Familien, die sich überfordert fühlen oder in einer schwierigen Lebenssituation sind, brauchen möglichst frühzeitig das passende Hilfeangebot. So können Probleme richtig und schnell angegangen werden.

Die Bundesinitiative Frühe Hilfen setzt hier an. Sie unterstützt Bundesländer sowie die Jugendämter der Landkreise, Städte und Gemeinden beim Ausbau von Netzwerken Frühe Hilfen. Bis Ende 2015 stehen dafür 177 Millionen Euro zur Verfügung, die auf die einzelnen Länder verteilt werden.

Die Fördermittel im Rahmen der Bundesinitiative Frühe Hilfen werden vom Bund bereitgestellt und über die Länder vergeben. Fragen zur konkreten Förderung einzelner Projekte kann das örtlich zuständige Jugendamt beantworten.
Fragen zu den Förderrichtlinien der Länder können Sie an uns als zuständige Landeskoordinierungsstelle richten.


Weiterführende Links zum Thema Frühe Hilfen:

Nationales Zentrum Frühe Hilfen Frühe Hilfen in Niedersachsen

Kinderschutz in Niedersachsen Stiftung Eine Chance für Kinder


Aktuelle Filmbeiträge zur unterstützenden Öffentlichkeitsarbeit in der Bundesinitiative Frühe Hilfen in Niedersachsen.

Sie können sich zwei Versionen (kurze Version 8 Minuten und ausführliche Version 14 Minuten) der Frühe Hilfen Niedersachen hier anschauen:





Plakatrohling zur Kampagne - Heute schon mit Ihrem Kind gesprochen

Niedersächsische Landeskoordination Bundesinitiative Frühe
Hilfen unterstützt die Kampagne „Medien-Familie-Verantwortung":

Smartphones sind nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken. Surfen, WhatsApp-Nachrichten, Chats, Facebook, Instagram, Fotografie und Navigation sowie eine Viel-zahl unterschiedlicher Apps sind nur einige der zahlreichen Helfer, die - neben stan-dardisierten Eigenschaften und Funktionen - in ein Smartphone weiterhin integriert und immer und überall genutzt werden können. Allein für Deutschland prognostiziert der Branchenverband Bitkom knapp 28 Millionen verkaufte Smartphones für das Jahr 2016.

Und trotzdem gibt es Zeiten, in denen Eltern sich überlegen sollten, das Smartphone auch mal wegzulassen. So ein Moment sind die schönen Stunden, die Sie mit ihren kleinen Kindern verbringen. Was gibt es Schöneres als den eigenen Kindern beim Spielen zuzuschauen, erste Worte wahrzunehmen oder erste Schritte mitzubekom-men?
Bemerkt die Mutter aber auf dem Spielplatz erst nach dem fünften Rufen der Tochter, dass sie beim Lesen einer Mail vergessen hat, die Schaukel anzuschubsen, und strei-chelt der Vater häufiger über sein Smartphone als dem Sohn über den Kopf, dann füh-len sich Kinder vernachlässigt.

Dies zeigen verschiedene Umfragen und Studien.
Laut einer Studie in Norwegen, gaben elf Prozent der befragten Mädchen und Jungen an, dass sie sich wegen des Internets von ihren Eltern vernachlässigt fühlen. Die Kin-der bemängeln nicht etwa die körperliche Abwesenheit, sondern die mentale: Über Smartphones und andere Internetzugänge würden die Eltern einfach verschwinden.
Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Yougov bestätigt diesen Trend für Schweden. Dort ist es sogar jedes dritte Kind, das darunter leidet, dass sich seine El-tern oft lieber mit ihrem Handy als dem eigenen Nachwuchs beschäftigen. Zwölf Pro-zent der Eltern gaben zu, ihre Kinder auf Spielplätzen oder Schwimmbädern nicht ge-nügend beaufsichtigt zu haben, weil sie mit ihren Smartphones beschäftigt waren.
AVG (Anti-Virus Grisoft) befragte 6.000 Personen um das Verhältnis zwischen Eltern, Kindern und Smartphones zu untersuchen. Dabei fanden 54 Prozent der Kinder, dass ihre Eltern zu viel mit dem Smartphone beschäftigt sind, 32 Prozent fühlen sich un-wichtig, wenn ihre Eltern vom Smartphone abgelenkt sind. Gleichzeitig gaben 52 Pro-zent der Eltern an, dass sie das Smartphone zu oft zu nutzen.
Es gibt noch keine Zahlen, die den Umgang von deutschen Eltern mit der Smartpho-ne-Nutzung und einer möglichen reduzierten Aufmerksamkeit auf die Kinder belegen, aber ein Blick auf die heimischen Spielplätze, Freizeitanlagen oder ähnliches zeigen häufig ein ähnliches Szenario. Für die gesunde Entwicklung eines Kindes ist die Auseinandersetzung mit den Eltern, ihrer Aufmerksamkeit und ihrem Lob unersetzlich, damit eine Bindung entsteht.

Die Bindungsforschung belegt, dass Kinder in den ersten beiden Lebensjahren - be-sonders in den ersten zwölf Monaten - eine erwachsene Bezugsperson brauchen, die sehr dicht mit ihnen kommuniziert und interagiert. Das gibt den Kindern Sicherheit und ist wichtig für ihre Entwicklung. Gerade am Anfang läuft Kommunikation über Blick-kontakt und geteilte Aufmerksamkeit.
Wenn Eltern aber ständig mit ihrem Smartphone beschäftigt sind, vergeben sie wichti-ge Gelegenheiten, das aufzugreifen, was ihr Kind gerade beobachtet und seine Hand-lungen im Alltag sprachlich zu begleiten.

Wir wollen zum Nachdenken anregen und Eltern sensibilisieren, ob das Telefonat oder die Nachrichten, die gerade eingehen, wirklich so wichtig sind oder ob es nicht gerade schöner ist den Moment mit dem Kind zu genießen, statt zu überlegen wie und wo ich den Moment am besten poste.

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