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EU-Kommission folgt dem Vorschlag von Minister Lies

Pressemitteilung 125/2018

Erfreut hat sich Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies über die Entscheidung der Europäischen Kommission gezeigt, dass in Zukunft Herdenschutzmaßnahmen gegen Wolfsrisse zu 100 Prozent durch die Länder finanziert werden dürfen. Lies hatte diese Forderung schon im Frühjahr bei seinem ersten Besuch zum Thema Wolf in Brüssel vorgetragen.

Minister Lies: „Unsere Weidetierhalter stehen im Zusammenhang mit dem Wolf vor sehr großen Herausforderungen. Auch auf der Umweltministerkonferenz haben wir wieder zwei Tage lang über die Frage von rechtssicheren Entnahmen von Problemwölfen gesprochen. Mein Eindruck ist, dass inzwischen immer mehr Länder die große Problematik erkannt haben und meine Forderungen unterstützen. In meinen vielen Gesprächen mit Weidetierhaltern wurde mir aber auch immer wieder gesagt, wie wichtig doch eine hundertprozentige Förderung von Herdenschutzmaßnahmen sei. Bisher konnte das Land aufgrund von EU-Regelungen nur 80 Prozent der anfallenden Kosten für Zäune übernehmen. Das war ein Problem, auf das ich auch gegenüber der EU immer wieder hingewiesen habe. Insofern freue ich mich, dass die EU-Kommission jetzt unserer Forderung nachgekommen ist und der Weg für eine 100 Prozent-Förderung frei gemacht wurde. Wir werden uns nun schnell an die Umsetzung machen, damit wir Weidetierhalter in Niedersachsen schon bald vollumfänglich bei ihren Herdenschutzmaßnahmen finanziell unterstützen können. Das ist ein weiterer kleiner Baustein, der dazu beitragen kann, die Akzeptanz in der Bevölkerung für den Wolf zu erhalten.“

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09.11.2018

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