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Minister Lies erteilt Ansiedlung von Großschlachthof eine Absage

Lies: „Großschlachthof ohne gute Arbeit im Landkreis Cloppenburg wäre ein Rückschritt und das absolut falsche Signal“



„Die Ansiedlung eines weiteren Unternehmens, welches sich im Wesentlichen auf Werkvertragsbeschäftigte stützt, lehne ich ab!", so reagierte Niedersachsens Wirtschafts- und Arbeitsminister Olaf Lies auf die Pläne des italienischen Fleischwarenproduzenten Bresaole Pini, einen neuen Großschlachthof im Landkreis Cloppenburg zu errichten.


Lies weiter: „Die bisherigen Standorte des Unternehmens in osteuropäischen Ländern lassen erhebliche Zweifel aufkommen, dass Bresaole Pini hier Arbeitsplätze schaffen würde, die gute Arbeitsbedingungen und faire Entlohnung erwarten lassen. Dies ist für mich aber Grundvoraussetzung, um eine solche Ansiedlung zu unterstützen. Solange dies nicht verbindlich zugesichert wird, werde ich mich mit aller Macht gegen eine Ansiedlung stemmen."


Die Errichtung des Schlachthofs wirft auch darüber hinaus eine Reihe von Fragen auf. So würden die Unterbringung und Integration hunderter prekär Beschäftigter aus dem Ausland den Landkreis vor große Herausforderungen stellen. Zudem ist die wasserrechtliche Genehmigung alles andere als gesichert, weil enorme Mengen an Trinkwasser verbraucht und Abwasser erzeugt würden. Auch für die Einhaltung der emissionsschutzrechtlichen Bestimmungen liegt bisher kein Konzept vor. Die Abwasser- und Emissionsbelastung ist auch deswegen von Bedeutung, weil Cloppenburg zu den Landkreisen mit der höchsten Nutztierdichte in Deutschland gehört.


Minister Lies sagte abschließend: „Wir sind gerade auf dem richtigen Weg, Unternehmen davon zu überzeugen ihre Beschäftigungsverhältnisse in echte sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im Betrieb zu wandeln. Ein neuer Großschlachthof ohne gute Arbeit wäre ein Rückschritt und das absolut falsche Signal."




Artikel-Informationen

12.10.2017

Ansprechpartner/in:
Pressesprecher: Christian Haegele und Sabine Schlemmer-Kaune

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